
Die Ikone der Feministinnen bricht das Schweigen: Alice Schwarzer rechnet mit dem Integrations-Versagen ab

Wenn ausgerechnet Deutschlands bekannteste Feministin, eine Frau, die man wahrlich nicht in die konservative Ecke stellen kann, die verfehlte Migrationspolitik offen anprangert, dann sollte das politische Berlin hellhörig werden. Doch es hört, wie so oft, gar nicht zu. Alice Schwarzer, mittlerweile 83 Jahre alt und noch immer streitbar wie eh und je, hat im Podcast der âWeltwoche Dailyâ Klartext gesprochen â und zwar in einer Deutlichkeit, die vielen ihrer alten WeggefĂ€hrten im linken Milieu die Zornesröte ins Gesicht treiben dĂŒrfte.
Die Sorgen der Frauen sind real â doch niemand darf sie aussprechen
Schwarzer, die EMMA-Herausgeberin, war zuletzt mit ihrem Buch âFeminismus pur. 99 Worte.â auf Lesereise durch die Republik. Was sie dabei in den kleineren StĂ€dten hörte, ist bezeichnend fĂŒr den Zustand unseres Landes. Immer wieder hĂ€tten sich Frauen ihr anvertraut, dass sie sich um sich selbst und ihre Töchter sorgten. Doch aussprechen dĂŒrften sie es nicht.
âDas dĂŒrfen sie aber nicht sagen. Wenn sie was sagen, sagt man ihnen: Du bist eine Rassistin. Die sind aber keine Rassistinnen, die haben real begrĂŒndete Sorgen. Und solche Frauen sind dann auch sauer und wĂ€hlen, wie andere, die AfD.â
Man lasse sich diese Worte auf der Zunge zergehen. Da spricht keine rechte Aktivistin, da spricht die Grande Dame des deutschen Feminismus. Und sie benennt exakt jenen Mechanismus, der unsere Gesellschaft seit Jahren vergiftet: Wer die RealitĂ€t benennt, wird sofort mit der Moralkeule niedergestreckt. Wer besorgt ist, wird zum Feindbild erklĂ€rt. Ein perfides Spiel, das Millionen BĂŒrger lĂ€ngst durchschaut haben.
Ein Versagen mit Ansage seit 2015
Besonders bemerkenswert ist Schwarzers schonungslose Analyse der gescheiterten Integrationspolitik. Deutschland habe versagt, konstatiert sie nĂŒchtern. Man habe die Menschen weder kulturell noch mental in unsere Gesellschaft eingegliedert. Den MĂ€nnern habe niemand erklĂ€rt, dass hierzulande Gleichberechtigung herrsche und Gewalt gegen Frauen und Kinder illegal sei. Den Frauen habe niemand gesagt, dass sie in einer Demokratie mit gleichen Rechten angekommen seien.
âSie haben das alles einfach laufen lassen. Und schon ganz frĂŒh nach dem groĂen Ansturm haben die Islamisten, die Ideologen, die Macht in den FlĂŒchtlingslagern ĂŒbernommen, haben ihre Gesetze da reingebracht.â
Wie treffend. Was viele von uns seit Jahren beobachten und benennen, spricht nun eine Feministin aus, deren Lebenswerk der Kampf fĂŒr die Rechte der Frau war. Sie erkennt, was die selbsternannten Weltverbesserer im Namen einer âdeklarierten Fremdenfreundlichkeitâ angerichtet haben â eine Freundlichkeit, die auf dem RĂŒcken der SchwĂ€chsten ausgetragen wird.
Die Brandmauer? Ein durchsichtiges Machtinstrument
Auch mit dem heiligen Gral der etablierten Parteien geht Schwarzer hart ins Gericht. Von der berĂŒchtigten Brandmauer halte sie âĂŒberhaupt nichtsâ. Sie nennt sie das, was sie ist: eine âkluge Idee von der Linkenâ, allen anderen Koalitionen nach rechts zu verbieten. Sollte in einem Bundesland demnĂ€chst die AfD 40 Prozent erreichen â womit man rechnen mĂŒsse â, dann mĂŒsse man die Partei auch regieren lassen. Man solle mit der âDĂ€monisierungâ endlich aufhören.
Merz aus dem beschaulichen Sauerland
Und dann folgt der wohl bissigste Seitenhieb â gegen Bundeskanzler Friedrich Merz. Schwarzer zweifelt offen an dessen Weitblick. Merz stamme aus dem Sauerland, wo es kaum Migranten gebe, und fĂŒhre ein privilegiertes Leben. Politiker wie er wohnten schlicht nicht in jenen Vierteln, in denen die Probleme brennen. Sie hörten den Menschen nicht zu. Es werde âideologisiert an Stellen, wo man einfach mal die RealitĂ€t betrachten mussâ. Eine Diagnose, der sich ein GroĂteil des deutschen Volkes anschlieĂen dĂŒrfte.
Realistin statt Ideologin
Schwarzer selbst betont, sie wĂ€hle nicht die AfD. Doch ihr Blick auf die Migrationsprobleme ist klar und unverstellt. Die ĂŒblichen VerdĂ€chtigen werden sie nun wieder als âislamophobâ und âtransphobâ abstempeln â so lĂ€uft das Ritual in diesem Land. Vielleicht aber ist sie schlicht das, was in Deutschland selten geworden ist: eine Frau, die die RealitĂ€t beim Namen nennt, statt sie hinter Phrasen zu verstecken. Und genau das brauchen wir wieder â Politiker und MeinungsfĂŒhrer, die fĂŒr Deutschland regieren und nicht gegen die eigenen BĂŒrger.
Der Fall Schwarzer zeigt exemplarisch, wie tief der Riss durch unsere Gesellschaft geht. Wenn selbst eine Ikone der Linken diese Sprache spricht, ist die Zeit der Ausreden endgĂŒltig vorbei.










