Kettner Edelmetalle
23.06.2026
11:48 Uhr

Crack auf Rezept? Wenn der Staat die Kapitulation vor der Drogenkrise zur Politik erklÀrt

Crack auf Rezept? Wenn der Staat die Kapitulation vor der Drogenkrise zur Politik erklÀrt

Es ist ein Vorschlag, der die ganze Verzweiflung deutscher Drogenpolitik in einem einzigen Satz offenbart: Die OberbĂŒrgermeister von Köln und Dortmund wollen kĂŒnftig die Weitergabe von Crack in sogenannten DrogenkonsumrĂ€umen ermöglichen. Und wĂ€hrend man in jeder gesunden Gesellschaft erwarten wĂŒrde, dass ein solcher Gedanke entrĂŒstet vom Tisch gefegt wird, finden sich tatsĂ€chlich gleich zwei prominente Politiker, die dem Ganzen "etwas abgewinnen" können. Willkommen in der Republik des organisierten Wegschauens.

Wenn der Drogenbeauftragte selbst die Waffen streckt

Hendrik Streeck, der CDU-Drogenbeauftragte der Bundesregierung, ließ gegenĂŒber dem Spiegel verlauten, die Lage rund um schwere Suchterkrankungen in den GroßstĂ€dten lasse sich "nicht allein mit polizeilichen Maßnahmen" lösen. Man möchte fragen: Wer hat das je behauptet? Doch hinter dieser scheinbar moderaten Formulierung verbirgt sich eine bemerkenswerte Botschaft. Der oberste DrogenhĂŒter des Landes signalisiert dem BĂŒrger, dass man die Kontrolle ĂŒber die öffentlichen PlĂ€tze faktisch aufgegeben habe.

Streeck verwies auf das Schweizer Modell, etwa aus ZĂŒrich, das in Deutschland Schule machen könne. Allerdings – und das muss man ihm zugutehalten – schrĂ€nkte er ein: Eine bloße Duldung des Mikrohandels ohne flankierende Maßnahmen fĂŒhre zum "Verlust von Rechtsstaatlichkeit, SicherheitsgefĂŒhl und GlaubwĂŒrdigkeit". Genau hier liegt der Hund begraben. Denn was anderes als ein Verlust von Rechtsstaatlichkeit ist es, wenn der Staat die Abgabe einer der zerstörerischsten Drogen ĂŒberhaupt selbst in die Hand nehmen will?

Lauterbach und sein "umstritten, aber richtig"

Und natĂŒrlich darf einer in diesem Reigen nicht fehlen: Karl Lauterbach, der ehemalige Gesundheitsminister, der schon bei der Cannabis-Freigabe als treibende Kraft auftrat. Sein Urteil zum Crack-Vorstoß:

"Dieser Weg ist umstritten, aber richtig."

Crack, so Lauterbach, sei sogar gefĂ€hrlicher als eine HeroinabhĂ€ngigkeit. Eine bemerkenswerte EinschĂ€tzung – die jedoch keineswegs zu mehr HĂ€rte, sondern zu noch mehr staatlicher Verwicklung in den Drogensumpf fĂŒhren soll. Konsum und Handel sollen zwar verboten bleiben, doch der "ohnehin stattfindende Mikrohandel" solle eben kontrolliert ablaufen. Eine Logik, die einem den Atem raubt: Weil das Verbrechen ohnehin geschieht, soll der Staat es organisieren. Nach dieser Argumentation könnte man auch gleich das Schwarzfahren legalisieren, weil es sich nicht vollstĂ€ndig verhindern lĂ€sst.

Die wahre Ursache wird verschwiegen

Was in dieser ganzen Debatte konsequent ausgeblendet wird, ist die eigentliche Frage: Wie konnte es ĂŒberhaupt so weit kommen, dass deutsche GroßstĂ€dte von offenen Drogenszenen ĂŒberrollt werden? Wer durch die Bahnhofsviertel von Köln, Frankfurt oder Dortmund lĂ€uft, erlebt ZustĂ€nde, die noch vor zwanzig Jahren undenkbar gewesen wĂ€ren. Diese Verwahrlosung des öffentlichen Raums ist kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis jahrelanger politischer VersĂ€umnisse – einer Politik des Laufenlassens, die heute mit noch mehr Laufenlassen geheilt werden soll.

Statt konsequenter Strafverfolgung, statt einer entschlossenen Sicherheitspolitik, statt eines starken Staates, der seine Straßen und PlĂ€tze zurĂŒckerobert, prĂ€sentiert man dem BĂŒrger die Kapitulation im Gewand der FĂŒrsorge. Die "Hilfe fĂŒr Suchtkranke" ist dabei das moralische Feigenblatt, hinter dem sich die UnfĂ€higkeit verbirgt, Ordnung durchzusetzen.

Ein Armutszeugnis fĂŒr den Rechtsstaat

Niemand bestreitet, dass Suchtkranke Hilfe und medizinische Betreuung benötigen. Doch der Weg von der Therapie zur staatlich organisierten Drogenabgabe ist ein gewaltiger – und ein gefĂ€hrlicher. Es ist die Aufgabe des Staates, seine BĂŒrger zu schĂŒtzen, nicht den Verfall zu verwalten. Eine Gesellschaft, die ihren Verfall normalisiert, hat innerlich bereits aufgegeben. Wir brauchen keine KonsumrĂ€ume fĂŒr Crack, sondern Politiker mit dem RĂŒckgrat, wieder fĂŒr Sicherheit, Ordnung und ein lebenswertes Land zu sorgen.

In Zeiten, in denen der Staat selbst grundlegende Aufgaben nicht mehr zuverlĂ€ssig erfĂŒllt, gewinnt ein anderer Gedanke an Bedeutung: die eigene Vorsorge. Wer sich auf die VerlĂ€sslichkeit politischer Institutionen immer weniger verlassen kann, sucht nach BestĂ€ndigkeit. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben ĂŒber Jahrhunderte hinweg bewiesen, dass sie unabhĂ€ngig von politischen Moden und gesellschaftlichen Verwerfungen ihren Wert bewahren – ein Fels in einer Zeit, in der vieles ins Wanken gerĂ€t.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Meinung unserer Redaktion auf Grundlage der uns vorliegenden Informationen wieder und stellt keine medizinische, rechtliche oder politische Beratung dar. FĂŒr eigene Entscheidungen ist jeder Leser selbst verantwortlich und sollte sich gegebenenfalls fachkundig beraten lassen.

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