
BĂŒrokratie-Moloch frisst 146 Milliarden: Wie Deutschland sich selbst zu Tode reguliert
Es ist eine Zahl, die einem den Atem stocken lĂ€sst: 146 Milliarden Euro. So viel an wirtschaftlicher Leistung verschlingt der deutsche BĂŒrokratie-Apparat Jahr fĂŒr Jahr. Das hat das renommierte ifo-Institut errechnet. Vier Prozent des gesamten Bruttoinlandsprodukts versickern in einem undurchdringlichen Dickicht aus Formularen, Verordnungen, Dokumentationspflichten und Meldebögen. Vier Prozent! WĂ€hrend andere Nationen ihre Volkswirtschaften auf Wachstum trimmen, ersticken wir uns selbst in einem selbst angelegten WĂŒrgegriff aus Paragrafen.
Ein Heer von Aktenschiebern statt Wertschöpfung
Die nackten Zahlen sprechen eine erbarmungslose Sprache. Seit 2022 mussten deutsche Unternehmen mehr als 300.000 zusĂ€tzliche Mitarbeiter einstellen â nicht etwa, um Produkte zu entwickeln, Maschinen zu bauen oder Innovationen voranzutreiben, sondern allein, um den bĂŒrokratischen Anforderungen GenĂŒge zu tun. Man stelle sich das einmal vor: Eine ganze GroĂstadt voller Menschen, die nichts anderes tun, als Vorschriften abzuarbeiten, die irgendein realitĂ€tsferner Ministerialbeamter ersonnen hat.
Oliver Falck, Leiter des ifo-Zentrums fĂŒr Industrieökonomik, bringt es auf den Punkt. Das Regelwerk der Bundesregierung sei seit 2010 von 25.000 auf sage und schreibe 40.000 Seiten angeschwollen. Jedes Jahr kommen rund 1.000 weitere hinzu. Und das ist nur die deutsche Seite der Medaille â die wuchernde Verordnungsmaschinerie aus BrĂŒssel ist hier noch gar nicht eingerechnet.
BrĂŒssel legt noch eine Schippe drauf
Denn auch die EuropĂ€ische Union kennt offenbar nur eine Richtung: mehr, mehr, mehr. Allein im vergangenen Jahr brachte die EU 1.456 Rechtsakte auf den Weg â ein trauriger Rekord seit 2010. WĂ€hrend Politiker in Sonntagsreden vollmundig von "Entlastung" und "BĂŒrokratieabbau" schwadronieren, wĂ€chst der Aktenberg munter weiter. Versprechen Sie nur, was Sie wollen â getan wird ohnehin das Gegenteil.
Jede Regierung der vergangenen Jahrzehnte hat den BĂŒrokratieabbau versprochen. Passiert ist exakt das Gegenteil.
Die Nebelkerze namens "BĂŒrokratieabbau"
Wirtschaftsexperte Daniel Stelter, der das Thema in seinem Buch "Absturz" seziert hat, formuliert die Lösung mit bestechender Einfachheit. Man mĂŒsse, so Stelter, lediglich die Gesetze der vergangenen zehn oder zwanzig Jahre abschaffen und schlichtweg keine neuen mehr produzieren. Das wĂŒrde nebenbei auch den aufgeblĂ€hten Staatsapparat verschlanken. Doch warum geschieht das nicht?
Die bittere Antwort: Jede einzelne Regelung habe ihre eigene Lobby, ihre eigene Ideologie, die sich dann in immer ausuferenderen Verordnungen manifestiere. Der BĂŒrokratieabbau, so Stelters ernĂŒchterndes Fazit, werde in Deutschland schlicht nicht gelingen. Es sei der Mittelstand â das RĂŒckgrat unserer Wirtschaft â, der unter dieser Dokumentationswut zusammenbreche.
Ein Staat, der sich selbst beschÀftigt
Werfen wir einen Blick auf den öffentlichen Sektor: Mittlerweile arbeiten dort fĂŒnf Millionen Menschen â das sind elf Prozent aller ErwerbstĂ€tigen in diesem Land. Rechnet man öffentliche Unternehmen und Sozialversicherungen hinzu, sind seit 2012 satte 943.000 zusĂ€tzliche BeschĂ€ftigte hinzugekommen. Ein Staat, der sich vor allem mit sich selbst beschĂ€ftigt.
Besonders grotesk wird es im Sozialbereich. Selbst das ifo-Institut â immerhin ein Hort kluger Köpfe â scheiterte daran, das deutsche Sozialdickicht zu entwirren. 3.200 Paragrafen, 500 verschiedene Programme, deren Zweck, Berechtigte und Kosten im Nebel verschwimmen. Allein 364.000 Menschen verwalten die Sozialversicherungen und kosten den Steuerzahler 25 Milliarden Euro pro Jahr. Ist das noch ein funktionierender Sozialstaat oder bereits ein bĂŒrokratisches Perpetuum mobile?
Was bedeutet das fĂŒr den BĂŒrger und sein Vermögen?
Die Lehre aus diesem Trauerspiel ist unmissverstĂ€ndlich: Ein Staat, der seine eigene Wirtschaft mit 146 Milliarden Euro jĂ€hrlich lĂ€hmt, der seinen Apparat immer weiter aufblĂ€ht und gleichzeitig 500 Milliarden Euro an neuen Schulden in Form von "Sondervermögen" auftĂŒrmt, untergrĂ€bt langfristig die StabilitĂ€t der eigenen WĂ€hrung. Wer Wachstum erstickt und gleichzeitig die Notenpresse anwirft, der bereitet den Boden fĂŒr Inflation und schwindende Kaufkraft.
In solchen Zeiten lohnt der nĂŒchterne Blick auf das, was ĂŒber Jahrhunderte Bestand hatte: physische Edelmetalle wie Gold und Silber. Sie kennen weder Paragrafen noch Dokumentationspflichten, sie lassen sich von keiner Verordnung entwerten und dienen seit Jahrtausenden als bewĂ€hrter Anker zur Vermögenssicherung â als sinnvolle Beimischung fĂŒr ein breit gestreutes und krisenfestes Portfolio.
Hinweis: Der vorliegende Beitrag gibt ausschlieĂlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Er stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenstĂ€ndig zu recherchieren und trĂ€gt die Verantwortung fĂŒr seine Entscheidungen selbst. FĂŒr individuelle Fragen sollte ein qualifizierter Berater hinzugezogen werden.









