Kettner Edelmetalle
11.08.2026
06:20 Uhr
KI-generiert

Bundesbank-Klatsche: 60 Prozent der Schulden verpuffen wirkungslos

Bundesbank-Klatsche: 60 Prozent der Schulden verpuffen wirkungslos
Symbolbild: KI-generiert

Es war das größte Versprechen der schwarz-roten Koalition: 500 Milliarden Euro für Brücken, Schienen, Netze und Schulen. Doch die Deutsche Bundesbank kommt in ihrem aktuellen Monatsbericht zu einem ernüchternden Befund. Nur rund 40 Prozent der Ausgaben aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität landen zwischen 2026 und 2028 tatsächlich in zusätzlichen nichtmilitärischen Investitionen.

Im Klartext: Sechs von zehn Euro dieser gigantischen Kreditaufnahme schaffen laut Bericht keine einzige neue Brücke, kein zusätzliches Gleis, keinen Glasfaseranschluss. Sie entlasten Haushalte – von Bund, Ländern und Gemeinden.

Der große Verschiebebahnhof

Die Mechanik ist so simpel wie durchschaubar. Projekte, die bislang aus dem regulären Etat bezahlt wurden, wandern ins Sondervermögen. Im Kernhaushalt entsteht dadurch Luft für ganz andere Wünsche.

Die Bundesbank hatte genau davor gewarnt: Entscheidend sei, ob die Länder die Mittel für zusätzliche Vorhaben einsetzten – oder damit lediglich Finanzierungslücken stopften. Einen Nachweis über die Zusätzlichkeit müssen sie beim Abruf grundsätzlich nicht erbringen. Ein Kontrollmechanismus, der diesen Namen verdient? Fehlanzeige.

Besonders drastisch zeigt sich das bei den Kommunen. Für 2025 bezifferte die Bundesbank deren strukturelles Defizit auf über 20 Milliarden Euro. Wer mit dem Rücken zur Wand steht, saniert zuerst den eigenen Etat. Der Bericht formuliert es nüchtern:

Die kommunale Investitionsquote bleibt weitgehend konstant.

200 Milliarden neue Kredite – Jahr für Jahr

Während der Investitionseffekt verpufft, explodiert die Verschuldung. Allein das Infrastruktur-Sondervermögen soll 2026 rund 58 Milliarden Euro Defizit verursachen, in den Folgejahren jeweils etwa 60 Milliarden. Hinzu kommen die Kredite für den Verteidigungsetat.

Kernhaushalt und Extrahaushalte des Bundes nehmen der Bundesbank zufolge 2027 rund 197 Milliarden Euro neue Schulden auf, 2030 sogar etwa 202 Milliarden. Bis 2028 rechnen die Währungshüter mit einer Defizitquote von 4,9 Prozent und einer Schuldenquote von knapp 70 Prozent. Auch andere Medien berichteten über diese Prognose. Zum Vergleich: Die Maastricht-Grenzen liegen bei 3 beziehungsweise 60 Prozent.

Die Rechnung zahlen die Kinder

Schulden für produktive Infrastruktur lassen sich ökonomisch rechtfertigen – sie schaffen Werte, von denen künftige Generationen profitieren. Werden Kredite dagegen genutzt, um Haushaltslöcher zu füllen, bleibt am Ende beides: eine bröckelnde Infrastruktur und steigende Zins- und Tilgungslasten.

Passend dazu die zweite unangenehme Schlussfolgerung der Bundesbank: Das deutsche Potenzialwachstum sinkt weiter. Hunderte Milliarden neuer Schulden – und kaum zusätzliches Wachstum. Aus Sicht unserer Redaktion ist das die teuerste Form politischer Symbolpolitik, die dieses Land je gesehen hat.

Was Sparer daraus lernen sollten

Wer jahrzehntelang Vermögen aufbaut, sollte den Befund ernst nehmen. Steigende Staatsverschuldung erhöht erfahrungsgemäß den politischen Druck auf Steuern, Abgaben und die Geldpolitik. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber gelten vielen Anlegern deshalb seit Generationen als solider Stabilitätsanker in einem breit gestreuten Portfolio – als Sachwert, der keine Staatsanleihe im Rücken braucht.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren.

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