Kettner Edelmetalle
25.06.2026
05:53 Uhr

Berlin im Blindflug: Der Senat ahnt das Schlimmste – und will lieber nichts wissen

Berlin im Blindflug: Der Senat ahnt das Schlimmste – und will lieber nichts wissen

Es gibt Antworten, die mehr verraten als jede noch so ausfĂŒhrliche Auskunft. Und es gibt das Schweigen, das beredter ist als tausend Worte. Genau dieses Schweigen praktiziert der schwarz-rote Berliner Senat, wenn es um eine der drĂ€ngendsten Fragen unserer Zeit geht: Wie tief haben sich islamistische Strukturen lĂ€ngst in die Hauptstadt gefressen? Eine umfangreiche schriftliche Anfrage des Abgeordneten Dr. Alexander King zwingt die Verantwortlichen nun zu einem Offenbarungseid – und das Ergebnis ist ein LehrstĂŒck deutscher VerdrĂ€ngungspolitik.

Viel Verwaltungsroutine, wenig Wahrheit

Anlass der Anfrage war ein vielbeachteter Podcast der Neuköllner Integrationsbeauftragten GĂŒner Balcı, die bereits Anfang Juni vor einer schleichenden Ausbreitung islamistischer Netzwerke gewarnt hatte – bis hinein in jene Integrationsprojekte, die der Steuerzahler brav mitfinanziert. Die Antworten der Senatsverwaltung fĂŒr Inneres, unterzeichnet von einem SPD-StaatssekretĂ€r, zeichnen ein ernĂŒchterndes Bild. Wo Daten erhoben werden, klafft ein gewaltiges Dunkelfeld. Wo keine Daten erhoben werden, verweigert man die Debatte, ob man sie nicht vielleicht erheben sollte. Und wo es richtig heikel wird, hĂŒllt man sich in den Mantel des „Staatswohls“.

Zwangsehen: Hunderte FĂ€lle, eine Handvoll Verfahren

Beim Thema Zwangsverheiratungen wird der Senat ausnahmsweise konkret. Eine im Auftrag der Landesregierung erstellte Studie nennt fĂŒr das Jahr 2023 insgesamt 186 und fĂŒr 2024 bereits 207 FĂ€lle von angedrohten, geplanten oder vollzogenen Zwangsehen. Eine erschreckende Steigerung. Dem gegenĂŒber stehen jedoch lediglich 90 Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft zwischen 2021 und Juni 2026 – im Schnitt kaum mehr als 15 pro Jahr.

Die Diskrepanz zwischen mehreren hundert dokumentierten FĂ€llen und einer zweistelligen Zahl an Strafverfahren offenbart ein enormes Dunkelfeld – und damit gewaltigen Handlungsbedarf.

Über die Zahl bereits verheirateter MinderjĂ€hriger in Berlin liegen dem Senat nach eigenen Angaben keinerlei Daten vor. Auch die Zielstaaten, in denen die erzwungenen Ehen geschlossen werden sollen, bleiben im Nebel. Man weiß, dass in einem Drittel der FĂ€lle die Heirat im Ausland erfolgen sollte – wo genau, das entzieht sich der Kenntnis der Behörden. Ein Armutszeugnis.

Homophobe Gewalt und Antisemitismus: Augen fest verschlossen

Besonders entlarvend wird es bei der Frage nach den TÀtergruppen homophober und antisemitischer Straftaten. Balcı hatte unter Berufung auf einen einschlÀgigen Verein darauf verwiesen, dass in 80 Prozent der registrierten FÀlle homophober Gewalt die TÀterbeschreibungen auf einen Migrationshintergrund hindeuten. Die Antwort des Senats? Kurz und knapp: Eine statistische Erhebung im Sinne der Fragestellung erfolge schlicht nicht.

Man muss sich diese Logik auf der Zunge zergehen lassen. Ausgerechnet jene politischen KrĂ€fte, die sich tagein, tagaus als BeschĂŒtzer queerer LebensentwĂŒrfe inszenieren und kein RegenbogenfĂ€hnchen auslassen, weigern sich, die wahren Ursachen der Gewalt ĂŒberhaupt zu benennen. Lieber setzt man auf „allgemeine AufklĂ€rungskampagnen“ fĂŒr die gesamte Bevölkerung – als ob die Oma aus Zehlendorf das Problem wĂ€re. Zielgerichtete PrĂ€vention? Fehlanzeige. Wer die TĂ€ter nicht benennen will, kann sie auch nicht stoppen.

Steuergeld fĂŒr dubiose TrĂ€ger – aber bitte mit Selbstverpflichtung

Bei der heiklen Frage, ob öffentliche Mittel an TrĂ€ger mit Verbindungen in islamistische Milieus fließen könnten, verlĂ€sst sich der Senat auf einen beeindruckenden Kontrollmechanismus: die Selbstverpflichtung der EmpfĂ€nger, keine demokratiefeindlichen oder menschenverachtenden Inhalte zu verbreiten. Man könnte auch sagen: Der Bock verspricht feierlich, nicht im GemĂŒsegarten zu naschen. Eine systematische, institutionalisierte Kontrolle existiert offenbar nicht. Stattdessen formuliert der Senat im Konjunktiv, ein Austausch mit der Neuköllner Integrationsbeauftragten „wĂ€re angezeigt“ – obwohl diese seit Jahren öffentlich Alarm schlĂ€gt.

Muslimbruderschaft und Katar: Hier wird das Schweigen Programm

Die politisch brisanteste Passage betrifft Kings Fragen zum Einfluss der Muslimbruderschaft auf Berliner Vereine und zu möglichen GeldflĂŒssen Berliner Moscheevereine nach Katar. Der Senat nennt zwar die in Berlin ansĂ€ssige „Deutsche Muslimische Gemeinschaft“ als wichtigste Organisation von AnhĂ€ngern der Muslimbruderschaft in Deutschland – doch dann ist Schluss. Jede weitere Auskunft wird verweigert, mit Verweis auf das „Staatswohl“ und den Schutz der ArbeitsfĂ€higkeit des Verfassungsschutzes.

Wie bequem. Immer dann, wenn es um auslĂ€ndische Einflussnahme auf deutschem Boden geht, um Geldströme aus den Golfstaaten und um die ideologische Unterwanderung unserer Gesellschaft, zieht man den Vorhang der Geheimhaltung zu. Der BĂŒrger soll nicht erfahren, was in seiner eigenen Stadt geschieht. Es ist diese Mischung aus Unwissenheit und Unwillen, die Millionen Menschen in diesem Land zur Verzweiflung treibt.

Ein Senat, der vieles ahnt – und wenig weiß

Das Fazit dieser Anfrage ist so simpel wie alarmierend: Wo der Senat hinschaut, entdeckt er ein erschreckendes Dunkelfeld. Wo er nicht hinschaut, will er auch nicht hinschauen. Und wo es richtig unangenehm wird, schweigt er. FĂŒr eine seriöse, evidenzbasierte PrĂ€ventionspolitik ist das eine erbĂ€rmlich dĂŒnne Grundlage. Es ist genau jene Politik des Wegsehens, die eine wachsende Mehrheit der Deutschen lĂ€ngst satt hat – eine Politik, die das Offensichtliche leugnet und die Sorgen der eigenen BĂŒrger als Randnotiz abtut.

Berlin steht hier exemplarisch fĂŒr ein Land, das sich seine Probleme schönredet, statt sie zu lösen. Die Hauptstadt tappt im Dunkeln – nicht, weil sie nicht sehen könnte, sondern weil sie nicht sehen will. Und der Steuerzahler finanziert dieses Blindspiel auch noch mit.

Was bleibt: Werte, die nicht verhandelbar sind

In Zeiten, in denen der Staat seinen eigenen BĂŒrgern grundlegende AuskĂŒnfte verweigert und politische Behörden lieber den Mantel des Schweigens ĂŒber unbequeme Wahrheiten breiten, wĂ€chst das Misstrauen in die Institutionen. Wer Vertrauen in Politik und Verwaltung verliert, sucht nach BestĂ€ndigkeit – nach Werten, die unabhĂ€ngig von Regierungslaunen und VerdrĂ€ngungsmechanismen Bestand haben. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben ĂŒber Jahrhunderte bewiesen, dass sie genau diese BestĂ€ndigkeit bieten können – als krisenfeste Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen, das man in unsicheren Zeiten selbst in der Hand behĂ€lt.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Wir betreiben keine Anlageberatung, keine Steuerberatung und keine Rechtsberatung. Jeder Leser ist angehalten, sich eigenstĂ€ndig zu informieren und fĂŒr seine Entscheidungen selbst Verantwortung zu ĂŒbernehmen. Bei rechtlichen oder steuerlichen Fragen wenden Sie sich bitte an einen entsprechend qualifizierten Fachberater.

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