
Wenn der Rummel zur Gefahr wird: Deutschlands Volksfeste zwischen Tradition und Sicherheitsrisiko
Was sollte ein fröhlicher Abschluss des gröĂten Volksfestes in Nordrhein-Westfalen werden, endete fĂŒr einen Besucher im Krankenhaus. Auf der Cranger Kirmes in Herne löste sich am Samstagabend die Abdeckung einer Gondel des FahrgeschĂ€fts "Predator" und traf einen Mann an der SchlĂ€fe. Ein Vorfall, der symptomatisch fĂŒr den Zustand unserer einst so sicheren Volksfeste steht.
Der Preis des Nervenkitzels
WĂ€hrend Vizekanzler Lars Klingbeil noch vor wenigen Tagen medienwirksam beim traditionellen Fassanstich posierte, offenbart dieser Unfall die hĂ€ssliche Kehrseite unserer Eventkultur. Vier Millionen Besucher strömen jĂ€hrlich zur Cranger Kirmes â doch zu welchem Preis? Die rĂŒckseitige Abdeckung einer Gondel, die sich einfach so löst und auf Besucher herabstĂŒrzt, wirft unbequeme Fragen auf: Wie grĂŒndlich werden diese FahrgeschĂ€fte eigentlich kontrolliert? Und warum muss erst etwas passieren, bevor der TĂV genauer hinschaut?
Besonders bitter: Eine Augenzeugin erlitt einen solchen Schock, dass sie zu hyperventilieren begann. Die psychischen Folgen solcher VorfÀlle werden gerne unter den Teppich gekehrt. Hauptsache, der Rubel rollt weiter, könnte man meinen.
Sicherheit als GlĂŒcksspiel?
Das FahrgeschĂ€ft wurde nach dem Vorfall abgesperrt â eine SelbstverstĂ€ndlichkeit, möchte man meinen. Doch die Tatsache, dass erst nach einem Unfall eine TĂV-Begutachtung stattfindet, lĂ€sst tief blicken. In einem Land, das sich gerne mit seiner GrĂŒndlichkeit und Sicherheitskultur brĂŒstet, scheint bei Volksfesten das Prinzip Hoffnung zu regieren.
Die Geschichte deutscher Volksfeste ist reich an Tradition und GemeinschaftsgefĂŒhl. Doch in Zeiten, in denen unsere Regierung Milliarden fĂŒr fragwĂŒrdige Klimaprojekte verpulvert, wĂ€hrend die Infrastruktur â und offenbar auch die Sicherheitsstandards bei Volksfesten â verfallen, mĂŒssen wir uns fragen: Haben wir die falschen PrioritĂ€ten gesetzt?
Ein Symptom gröĂerer Probleme
Dieser Vorfall reiht sich ein in eine beunruhigende Serie von Sicherheitsproblemen auf deutschen Volksfesten. Erst kĂŒrzlich musste bei der Rheinkirmes das traditionelle Feuerwerk nach einem UnglĂŒck auf der Kippe stehen. Bei einem anderen Vorfall fuhr sogar ein Auto ĂŒber eine Kirmes â mit Verletzten und einem flĂŒchtigen Fahrer.
Was ist nur aus dem Land der Dichter und Denker geworden, in dem selbst ein Volksfestbesuch zum Risiko wird? WĂ€hrend unsere Politiker sich in ideologischen GrabenkĂ€mpfen verlieren und die neue GroĂe Koalition unter Friedrich Merz trotz vollmundiger Versprechen neue Schulden in astronomischer Höhe plant, bröckelt die Sicherheit im Alltag der BĂŒrger.
Zeit fĂŒr echte Verantwortung
Es reicht nicht, wenn Politiker fĂŒr Fototermine beim Fassanstich erscheinen. Was wir brauchen, sind klare Sicherheitsstandards, regelmĂ€Ăige Kontrollen und eine Politik, die sich wieder um die echten Sorgen der Menschen kĂŒmmert. Statt 500 Milliarden Euro in ein nebulöses "Sondervermögen fĂŒr Infrastruktur" zu pumpen, das die Inflation weiter anheizt, sollte die Regierung lieber dafĂŒr sorgen, dass Familien ohne Angst ein Volksfest besuchen können.
Der Vorfall auf der Cranger Kirmes mag glimpflich ausgegangen sein. Doch er sollte uns als Warnung dienen: Ein Land, das seine Traditionen und die Sicherheit seiner BĂŒrger vernachlĂ€ssigt, wĂ€hrend es Luftschlössern nachjagt, hat seine PrioritĂ€ten verloren. Es wird Zeit, dass Deutschland wieder zu dem wird, was es einmal war â ein Land, in dem Sicherheit und Tradition keine leeren WorthĂŒlsen sind.










