
Union fordert Lockerung der EU-CO2-Vorgaben zur Rettung der deutschen Autoindustrie
Die CDU und CSU haben deutlich gemacht, dass die aktuellen EU-CO2-Vorgaben fĂŒr Neuwagen unter den derzeitigen wirtschaftlichen Bedingungen fĂŒr Deutschland nicht machbar seien. In einem Entwurf der Unionsfraktion, der am Dienstag beschlossen werden sollte, wird die Bundesregierung aufgefordert, sich in BrĂŒssel fĂŒr eine Lockerung dieser Vorgaben einzusetzen.
Herausforderungen der Autoindustrie
Die deutsche Autoindustrie steht vor massiven Herausforderungen. Schwache Verkaufszahlen bei Elektroautos und hohe Investitionskosten belasten die Branche erheblich. Hinzu kommen hohe Energiekosten, die die Situation weiter verschĂ€rfen. Laut Unionsfraktion wurde die EU-Flottenregulierung im Jahr 2012 unter der Annahme einer gĂŒnstigen Energieversorgung und hohen Absatzzahlen in China eingefĂŒhrt. Diese Rahmenbedingungen hĂ€tten sich jedoch spĂ€testens mit dem Ukraine-Krieg grundlegend geĂ€ndert.
VerschÀrfung der Flottengrenzwerte
Im kommenden Jahr sollen die Flottengrenzwerte, die den durchschnittlichen CO2-AusstoĂ von Neuwagen regeln, weiter verschĂ€rft werden. Bei VerstöĂen drohen hohe BuĂgelder. Die Unionsfraktion fordert daher, diese Strafzahlungen auszusetzen und die Vorgaben mittelfristig gĂ€nzlich zu streichen. Zudem solle sich die Bundesregierung auf EU-Ebene konsequent fĂŒr Technologieoffenheit und die Zukunft des Verbrennermotors durch klimafreundliche CO2-neutrale Kraftstoffe einsetzen.
SchwÀchelnde E-Auto-VerkÀufe
Ein zentrales Problem der deutschen Autoindustrie ist der schwache Absatz von Elektroautos. Die hohen Preise der Stromer im Vergleich zu Verbrennungsautos schrecken viele KĂ€ufer ab. Zudem haben europĂ€ische und insbesondere deutsche Hersteller Schwierigkeiten, mit der Konkurrenz aus China mitzuhalten, wo mittlerweile gröĂtenteils Elektroautos verkauft werden.
Forderungen der Union
Die Fraktion von Friedrich Merz (CDU) und Alexander Dobrindt (CSU) hat eine Reihe von Forderungen auf nationaler Ebene formuliert, um die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland zu verbessern. Dazu gehören die Aussetzung des Lieferkettengesetzes, der Ausbau der Ladeinfrastruktur fĂŒr E-Autos und die Senkung der Steuerbelastung. AuĂerdem brauche es wirkungsvolle Anreize, um den Absatz der deutschen Automobilindustrie zu stĂ€rken.
âWir brauchen schnelle und schlagkrĂ€ftige MaĂnahmenâ, erklĂ€rte der CSU-Abgeordnete Ulrich Lange. âDiese bringen wir mit unserem Antrag ein.â
Kritik an der Bundesregierung
Die Union ĂŒbt scharfe Kritik an der aktuellen Bundesregierung unter FĂŒhrung der GrĂŒnen. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck wird aufgefordert, die VorschlĂ€ge der Union umzusetzen, um die deutsche Autoindustrie zu unterstĂŒtzen.
Die Forderungen der Union spiegeln die Notwendigkeit wider, die deutsche Autoindustrie in einer Zeit groĂer Unsicherheit und wirtschaftlicher Herausforderungen zu unterstĂŒtzen. Eine Lockerung der EU-CO2-Vorgaben könnte ein wichtiger Schritt sein, um die Branche zu entlasten und ArbeitsplĂ€tze zu sichern.










