
UBS hebt Goldpreis-Prognose auf 3.600 Dollar an â Inflationssorgen und schwacher Dollar treiben Edelmetall
Die Schweizer GroĂbank UBS hat ihre Goldpreis-Prognose fĂŒr Ende MĂ€rz 2026 um satte 100 Dollar auf 3.600 Dollar je Unze angehoben. Als Haupttreiber fĂŒr diese bullische EinschĂ€tzung nennen die Analysten anhaltende makroökonomische Risiken in den USA, fortschreitende De-Dollarisierungstendenzen sowie eine robuste Investmentnachfrage â insbesondere von börsengehandelten Fonds (ETFs) und Zentralbanken weltweit.
Noch höhere Kursziele fĂŒr Mitte 2026
Doch damit nicht genug: Die UBS-Experten schrauben ihre Prognose fĂŒr Ende Juni 2026 sogar um 200 Dollar auf 3.700 Dollar je Unze nach oben und fĂŒhren erstmals ein Kursziel fĂŒr Ende September 2026 ein â ebenfalls bei 3.700 Dollar. Diese Anhebungen spiegeln das wachsende Vertrauen der Bank in die langfristige StĂ€rke des Goldmarktes wider.
Die Analysten erwarten, dass die hartnĂ€ckige US-Inflation, ein unterdurchschnittliches Wirtschaftswachstum sowie die daraus resultierende Lockerung der Geldpolitik durch die Federal Reserve in Kombination mit einem schwĂ€chelnden Dollar die Goldpreise weiter befeuern werden. Ein Szenario, das fĂŒr Edelmetallanleger wie Musik in den Ohren klingen dĂŒrfte.
Geopolitische Spannungen als zusÀtzlicher Katalysator
"Wir sehen US-bezogene makroökonomische Risiken, Fragen zur UnabhĂ€ngigkeit der Fed, Sorgen ĂŒber die fiskalische Nachhaltigkeit und geopolitische Spannungen als UnterstĂŒtzung fĂŒr De-Dollarisierungstrends und verstĂ€rkte ZentralbankkĂ€ufe", heiĂt es in der UBS-Analyse. Diese Faktoren wĂŒrden die Goldpreise nach EinschĂ€tzung der Bank noch weiter in die Höhe treiben.
"Nach unserer Ansicht werden diese Faktoren die Goldpreise noch höher treiben."
Besonders bemerkenswert ist die Anhebung der ETF-Goldnachfrageprognose durch UBS: Von ursprĂŒnglich 450 Tonnen wurde die SchĂ€tzung auf fast 600 metrische Tonnen fĂŒr das Gesamtjahr erhöht. Die Bank stĂŒtzt sich dabei auf Daten des World Gold Council, die fĂŒr das erste Halbjahr 2025 die stĂ€rksten ZuflĂŒsse seit 2010 zeigen.
Zentralbanken bleiben hungrig nach Gold
Die ZentralbankkĂ€ufe dĂŒrften nach EinschĂ€tzung der UBS stark bleiben, wenn auch leicht unter den RekordkĂ€ufen des vergangenen Jahres. Die Bank prognostiziert daher einen Anstieg der globalen Goldnachfrage um drei bis vier Prozent auf 4.760 Tonnen im Jahr 2025 â das wĂ€re das höchste Niveau seit 2011.
Diese Entwicklung unterstreicht einmal mehr die Bedeutung von physischem Gold als Vermögensschutz in unsicheren Zeiten. WÀhrend die AktienmÀrkte volatil bleiben und Immobilienpreise unter Druck geraten, zeigt sich Gold als stabiler Anker im Portfolio.
Dollar-StÀrke bremst nur kurzfristig
Die US-Gold-Futures fĂŒr die Dezember-Lieferung schlossen am Montag zwar 0,1 Prozent niedriger bei 3.378 Dollar, belastet durch einen stĂ€rkeren Dollar. Doch solche kurzfristigen RĂŒcksetzer dĂŒrften nach Ansicht vieler Marktbeobachter eher Kaufgelegenheiten darstellen als den Beginn einer Trendwende.
Die langfristigen Fundamentaldaten sprechen weiterhin eine deutliche Sprache: Die ausufernde Verschuldung der USA, die inflationĂ€re Politik der Notenbanken weltweit und die zunehmenden geopolitischen Spannungen â all das sind Faktoren, die Gold als ultimativen Wertspeicher in den Fokus rĂŒcken.
FĂŒr deutsche Anleger kommt erschwerend hinzu, dass die heimische Politik mit ihrer Schuldenpolitik und den geplanten 500 Milliarden Euro Sondervermögen fĂŒr Infrastruktur die Inflationssorgen weiter befeuert. Die im Grundgesetz verankerte KlimaneutralitĂ€t bis 2045 wird Generationen von Steuerzahlern belasten â trotz gegenteiliger Versprechen von Bundeskanzler Merz, keine neuen Schulden aufzunehmen.
In diesem Umfeld erscheint die Beimischung physischer Edelmetalle zur Vermögenssicherung nicht nur sinnvoll, sondern geradezu zwingend notwendig. Gold hat ĂŒber Jahrtausende hinweg seinen Wert bewahrt â im Gegensatz zu PapierwĂ€hrungen, die kommen und gehen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger muss seine Investitionsentscheidungen selbst treffen und trĂ€gt die volle Verantwortung fĂŒr seine Anlageentscheidungen. Eine ausfĂŒhrliche eigene Recherche vor jeder Investition ist unerlĂ€sslich.










