Kettner Edelmetalle
25.03.2026
18:24 Uhr

Trumps Zustimmungswerte im freien Fall: Krieg und Spritpreise treiben Amerikaner auf die Barrikaden

Was fĂŒr ein Absturz. Nur 36 Prozent der Amerikaner stehen noch hinter ihrem PrĂ€sidenten – der niedrigste Wert seit Donald Trumps RĂŒckkehr ins Weiße Haus im Januar 2025. Der Mann, der einst mit dem Versprechen antrat, „dumme Kriege" zu vermeiden und die Wirtschaft zum BlĂŒhen zu bringen, sieht sich nun mit einer RealitĂ€t konfrontiert, die seine eigenen WĂ€hler zunehmend gegen ihn aufbringt.

Der Iran-Krieg als Sargnagel der PopularitÀt

Seit die USA und Israel am 28. Februar 2026 koordinierte Angriffe auf den Iran starteten, befindet sich Trumps politisches Kapital in einer AbwĂ€rtsspirale, die an Dramatik kaum zu ĂŒberbieten ist. Eine aktuelle Umfrage von Reuters/Ipsos, die am Montag abgeschlossen wurde, zeichnet ein verheerendes Bild: Nur noch 35 Prozent der Befragten befĂŒrworten die MilitĂ€rschlĂ€ge gegen den Iran – ein weiterer RĂŒckgang gegenĂŒber den 37 Prozent der Vorwoche. Satte 61 Prozent lehnen die Angriffe ab.

Besonders brisant: 46 Prozent der Amerikaner sind der Überzeugung, dass der Krieg gegen den Iran die Vereinigten Staaten langfristig unsicherer machen werde. Lediglich ein Viertel glaubt an einen positiven Sicherheitseffekt. WĂ€hrend Trump in den vergangenen Tagen andeutete, der Konflikt könne bald enden, widersprach Teheran vehement den Behauptungen, es seien Verhandlungen im Gange. Stattdessen sollen Tausende zusĂ€tzliche US-Soldaten in den Nahen Osten entsandt werden. So viel zum Thema Deeskalation.

Benzinpreise explodieren – und mit ihnen die Wut der BĂŒrger

Die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts treffen die amerikanischen Haushalte mit voller Wucht. Der durchschnittliche Benzinpreis ist seit Kriegsbeginn um rund einen Dollar pro Gallone gestiegen – eine direkte Konsequenz der massiv eingeschrĂ€nkten Öllieferungen aus dem Nahen Osten. Experten warnen eindringlich davor, dass anhaltend hohe Treibstoffpreise die gesamte Wirtschaft in Mitleidenschaft ziehen werden.

Die Zahlen sprechen eine unmissverstĂ€ndliche Sprache: Nur noch 25 Prozent der Amerikaner billigen Trumps Umgang mit den Lebenshaltungskosten. Ausgerechnet jenes Thema, das im Zentrum seines Wahlkampfes 2024 stand, wird ihm nun zum VerhĂ€ngnis. Noch dramatischer fĂ€llt die Bewertung seiner Wirtschaftspolitik aus – magere 29 Prozent Zustimmung, der niedrigste Wert in beiden Amtszeiten Trumps und sogar schlechter als jeder Wirtschafts-Zustimmungswert seines VorgĂ€ngers Joe Biden. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Der selbsternannte Wirtschaftsmagier schneidet schlechter ab als der Mann, den er genau wegen dessen Wirtschaftspolitik aus dem Amt gejagt hat.

Selbst die eigene Basis bröckelt

Zwar bleibt Trumps RĂŒckhalt innerhalb der Republikanischen Partei vergleichsweise stabil – nur etwa jeder fĂŒnfte Republikaner Ă€ußert Missbilligung seiner Gesamtleistung. Doch die Risse werden sichtbar: Der Anteil der Republikaner, die seinen Umgang mit den Lebenshaltungskosten ablehnen, stieg innerhalb einer Woche von 27 auf 34 Prozent. Ein Warnsignal, das kein politischer Stratege ignorieren sollte.

Die republikanische Politikberaterin Amanda Makki brachte es diplomatisch auf den Punkt: Es sei wichtig, dass die Menschen wĂŒssten, dass der PrĂ€sident ihren Schmerz fĂŒhle und Hilfe unterwegs sei. Ob solche Beschwichtigungsformeln angesichts explodierender Spritpreise und eines unpopulĂ€ren Krieges ausreichen, darf bezweifelt werden.

63 Prozent halten die US-Wirtschaft fĂŒr schwach

Das Gesamtbild ist dĂŒster. Nahezu zwei Drittel aller Amerikaner – 63 Prozent – betrachten die US-Wirtschaft als „eher schwach" oder „sehr schwach". Selbst unter Republikanern teilen 40 Prozent diese EinschĂ€tzung, bei UnabhĂ€ngigen sind es 66 Prozent, bei Demokraten erdrĂŒckende 84 Prozent. Diese Zahlen offenbaren eine tiefe wirtschaftliche Verunsicherung, die quer durch alle politischen Lager geht.

Interessanterweise schlĂ€gt sich Trumps sinkende PopularitĂ€t nicht automatisch in wachsende UnterstĂŒtzung fĂŒr die Demokraten um. Bei der Frage, welche Partei die besseren Wirtschaftslenker stelle, liegen die Republikaner mit 38 zu 34 Prozent weiterhin vorn. Auch bei den Themen Einwanderung und KriminalitĂ€t genießen sie mehr Vertrauen – ein Befund, der zeigt, dass die Amerikaner zwar mit Trump hadern, aber keineswegs bereit sind, in die Arme der Demokraten zu laufen.

Parallelen zu Europa – und eine Lehre fĂŒr Deutschland

Was sich in den USA abspielt, sollte auch hierzulande aufmerksam verfolgt werden. Die AbhĂ€ngigkeit von Energieimporten aus geopolitisch instabilen Regionen rĂ€cht sich – diesseits wie jenseits des Atlantiks. Deutschland hat diese bittere Lektion bereits mit dem Ende der russischen Gaslieferungen gelernt, und die Eskalation im Nahen Osten verschĂ€rft die globale Energiekrise weiter. WĂ€hrend die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen plant, das kommende Generationen mit Schulden belastet, steigen die Energiepreise munter weiter.

In Zeiten derartiger geopolitischer Verwerfungen und wirtschaftlicher Unsicherheit erweist sich einmal mehr, dass physische Edelmetalle wie Gold und Silber als bewĂ€hrte KrisenwĂ€hrungen ihre Berechtigung haben. Wenn Kriege toben, WĂ€hrungen schwanken und Regierungen Schulden tĂŒrmen, bieten sie jenen Anker der StabilitĂ€t, den weder Politiker noch Zentralbanken garantieren können.

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