
Trump zieht die Daumenschrauben an: 20-Prozent-Maut auf Hormus – die Welt hält den Atem an
Es ist ein Paukenschlag, der die ohnehin brüchige Weltordnung erneut ins Wanken bringt. US-Präsident Donald Trump hat eine Seeblockade gegen den Iran verhängt und obendrein eine saftige Abgabe von 20 Prozent auf sämtliche Frachten durch die Straße von Hormus angekündigt. Der Mann, der sich selbst zum „Wächter der Straße von Hormus“ ernennt, macht ernst – während in Berlin die üblichen Verdächtigen noch überlegen dürften, welches Gendersternchen als Nächstes in ein Gesetz gemeißelt wird.
Die Meerenge als Nadelöhr der Weltwirtschaft
Durch die Straße von Hormus fließt ein gewaltiger Teil des globalen Öltransports. Wer diese Meerenge kontrolliert, hält die Weltwirtschaft am seidenen Faden. Nach Angaben der US-Marine sei die Blockade am Dienstag um 22 Uhr (MESZ) in Kraft getreten – sie gelte für jeglichen Schiffsverkehr unter iranischer Flagge und umfasse die gesamte iranische Küste samt Häfen und Ölterminals. Neutrale Schiffe mit Zielen außerhalb des Iran dürften die Passage weiter nutzen, humanitäre Lieferungen seien nach Inspektion zulässig.
„Wir führen die IRANISCHE BLOCKADE wieder ein – so genannt, weil sie lediglich iranische Schiffe oder Kunden daran hindert, einzufahren oder auszufahren. Die USA werden von nun an als ‚WÄCHTER DER STRASSE VON HORMUS‘ fungieren.“ (Originalschreibweise)
Die 20-Prozent-Gebühr solle, so Trump auf seiner Plattform „Truth Social“, „sämtliche Kosten decken, die für die Gewährleistung von Sicherheit und Stabilität in diesem äußerst volatilen Teil der Welt anfallen“. Übersetzt heißt das: Wer die Meerenge nutzen will, zahlt an Washington. Ob die amerikanischen Verbündeten in der Golfregion vorab informiert worden seien, blieb zunächst offen. Auch das Weiße Haus machte keine detaillierten Angaben.
Wie es zu dieser Eskalation kam
Auslöser war ein iranischer Angriff auf ein Containerschiff am Sonntag in der Straße von Hormus. Teheran erklärte anschließend, die strategisch wichtige Meerenge gesperrt zu haben. Dabei befänden sich Iran und USA eigentlich mitten in einer 60-tägigen Frist, in der ein dauerhaftes Kriegsende ausgehandelt werden soll. Eine Friedensvereinbarung wurde im Juni unterzeichnet – doch die konkrete Ausgestaltung steht bis heute aus. Papier ist eben geduldig.
Besonders brisant: Neue Satellitenbilder deuten darauf hin, dass an einer geheimen iranischen Atomanlage wieder gebaut werde. Und – man höre und staune – rund 400 Kilogramm hochangereichertes Uran seien schlichtweg verschwunden. Material, das nach Einschätzung von Experten für mehrere Atomwaffen ausreichen könnte. Wo dieses brisante Gut abgeblieben ist, weiß offenbar niemand so genau. Ein Zustand, der einem den Angstschweiß auf die Stirn treibt.
Die Rechnung zahlt am Ende der deutsche Autofahrer
Und während Diplomaten und Generäle ihre Schachfiguren verschieben, spürt der einfache Bürger die Folgen prompt an der Zapfsäule. Die Ölpreise schossen bereits am Montag um fast 5 Prozent nach oben. Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, wohin die Reise geht: Deutschland, ohnehin gebeutelt von Energiepreisen, die eine verfehlte Politik jahrelang mit ideologischer Verbohrtheit in die Höhe getrieben hat, dürfte einmal mehr die Zeche zahlen. Wer glaubt, ein Land ohne verlässliche Energieversorgung und mit abgeschalteten Kernkraftwerken sei für solche Turbulenzen gewappnet, der glaubt vermutlich auch, dass Windräder die Straße von Hormus offenhalten.
Gold und Silber – die Ruhe im Sturm
In Zeiten, in denen Meerengen blockiert, Uranmengen verschwinden und Ölpreise Achterbahn fahren, zeigt sich einmal mehr, worauf sich der kluge Anleger verlassen kann. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrtausende hinweg jede geopolitische Krise überdauert. Sie kennen keine Ausfallgarantie eines Staates, keine politische Laune und keine Blockade. Als solide Beimischung zu einem breit gestreuten Vermögen bieten sie einen Anker, wenn die Papierwerte im Sturm der Weltpolitik ins Trudeln geraten.
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