Kettner Edelmetalle
12.06.2026
10:13 Uhr

Trojanisches Pferd aus Fernost: Berlin tappt bei Chinas Technik in der kritischen Infrastruktur völlig im Dunkeln

Trojanisches Pferd aus Fernost: Berlin tappt bei Chinas Technik in der kritischen Infrastruktur völlig im Dunkeln

Es ist ein Eingeständnis, das einem die Schamesröte ins Gesicht treiben müsste – wenn man denn in den Berliner Amtsstuben noch ein Gespür für Scham hätte. Die Bundesregierung muss nun offen zugeben, was eigentlich jeden sicherheitspolitisch denkenden Bürger schaudern lässt: Sie hat schlichtweg keine Ahnung, welche chinesischen Komponenten an welcher Stelle in der kritischen Infrastruktur unseres Landes verbaut sind. Das geht aus einer Kleinen Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor, über die zunächst die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete.

Ein Land ohne Übersicht über seine eigenen Lebensadern

Man stelle sich das in seiner ganzen Tragweite vor: Windräder, Hafenkräne, Energieanlagen, Fahrzeuge – ein gigantisches Netzwerk technischer Systeme, das das Rückgrat unserer Versorgung bildet. Und über die Herkunft entscheidender Bauteile herrscht in der Regierungszentrale ein Nebel, der dichter kaum sein könnte. Die Verantwortlichen sehen zwar mittlerweile die Gefahren, die von chinesischer Technik in eben jenen Bereichen ausgehen könnten. Die Cybersicherheit vernetzter Energieanlagen werde, so heißt es brav aus den Ministerien, als „immer wichtiger werdendes Thema" eingestuft.

Doch was folgt aus dieser bemerkenswerten Erkenntnis? Tatkraft? Entschlossenheit? Mitnichten. Das Bundesinnenministerium teilt mit, man sei „immer noch dabei", technische und regulatorische Gegenmaßnahmen zu prüfen. Prüfen. Während Peking längst Fakten schafft, verharrt Berlin im ewigen Modus der Prüfschleifen und Arbeitskreise.

Ein Staat, der nicht einmal weiß, wessen Technik in seinen lebenswichtigen Systemen steckt, hat die Kontrolle über seine eigene Souveränität bereits ein gutes Stück aus der Hand gegeben.

Die Naivität der vergangenen Jahre rächt sich

Wie konnte es nur so weit kommen? Über Jahre wurde in Deutschland der Handel mit dem Reich der Mitte als grenzenlose Wachstumsmaschine gefeiert. Bedenken wurden als Schwarzmalerei abgetan, kritische Stimmen als Fortschrittsfeinde verlacht. Geopolitische Risiken? Ein Detail für Pessimisten. Heute zeigt sich, wohin diese kurzsichtige Bequemlichkeit geführt hat: in eine technologische Abhängigkeit, die im Ernstfall zur strategischen Erpressbarkeit werden könnte.

Besonders pikant: Während die Grünen heute lautstark vor Sicherheitsrisiken warnen, war es ausgerechnet die grün geprägte Energiewende-Ideologie, die den massenhaften Import chinesischer Solarmodule und Windkraftkomponenten überhaupt erst befeuerte. Wer den Energiemarkt um jeden Preis umkrempeln will, sollte sich nicht wundern, wenn die billigste Ware aus Fernost den Markt flutet – samt der Bauteile, deren Innenleben niemand wirklich durchschaut.

Der nächste Streich wartet schon in der Nordsee

Und als wäre die bestehende Misere nicht genug, droht bereits das nächste Kapitel: Pläne für einen gigantischen Windpark mit chinesischer Beteiligung in der Nordsee versetzen die deutsche Windbranche in helle Aufregung. Man fragt sich unwillkürlich, ob die Verantwortlichen aus den Fehlern der Vergangenheit überhaupt etwas lernen – oder ob die Sehnsucht nach scheinbar günstigen Lösungen jede Vorsicht überstrahlt.

Was bleibt dem Bürger?

Diese Episode ist mehr als nur ein technisches Detail. Sie ist ein Sinnbild für einen Staat, der den Überblick über seine eigenen Grundlagen verloren hat. Wer sich derart abhängig macht und dabei nicht einmal weiß, wie tief die Abhängigkeit reicht, der spielt mit der Sicherheit von Millionen Bürgern. In Zeiten, in denen Verlässlichkeit zur Mangelware wird und politische Institutionen ein ums andere Mal versagen, gewinnt eine alte Wahrheit neue Bedeutung: Wahre Sicherheit liegt in Unabhängigkeit.

Wer sein Vermögen nicht den Launen geopolitischer Verwerfungen und einer planlosen Politik überlassen möchte, der setzt seit jeher auf Werte, die keiner Lieferkette, keinem Softwareupdate und keiner fernöstlichen Komponente unterworfen sind. Physisches Gold und Silber kennen keine Hintertür, keinen versteckten Sabotagecode und keine politische Abhängigkeit. Als krisenfeste Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen bewähren sich Edelmetalle seit Jahrtausenden – ganz gleich, wie der jeweilige Zeitgeist gerade weht.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Einschätzung unserer Redaktion wieder und stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Anlageentscheidungen sollten stets auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche getroffen werden. Jeder Leser ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich.

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