
Spritpreis-Theater: Regierung doktert an Symptomen herum, statt Steuern zu senken

WĂ€hrend deutsche Autofahrer an den ZapfsĂ€ulen regelrecht geschröpft werden, prĂ€sentiert die Bundesregierung ihr neuestes Meisterwerk bĂŒrokratischer KreativitĂ€t: ein sogenanntes âSpritpreis-Paket". Statt den naheliegendsten und wirksamsten Hebel zu betĂ€tigen â nĂ€mlich die exorbitante Steuer- und Abgabenlast auf Kraftstoffe zu senken oder zumindest temporĂ€r auszusetzen â setzt man in Berlin lieber auf KartellrechtsverschĂ€rfungen und eine âEinmal-tĂ€glich-Regel" nach österreichischem Vorbild. Man könnte lachen, wenn es nicht so traurig wĂ€re.
Kosmetik statt Kurskorrektur
Die Fakten sind schnell erzĂ€hlt: Infolge des eskalierenden Irankonflikts sind die Rohölpreise auf den WeltmĂ€rkten deutlich gestiegen, was sich unmittelbar an den deutschen Tankstellen bemerkbar macht. Politiker verschiedener Couleur warfen den Mineralölkonzernen daraufhin âAbzocke" vor â ein Vorwurf, der zwar populĂ€r klingt, aber von der eigentlichen Ursache des Problems elegant ablenkt. Denn wer sich die Zusammensetzung des Benzinpreises einmal genauer anschaut, der stellt fest: Mehr als die HĂ€lfte dessen, was der BĂŒrger an der ZapfsĂ€ule bezahlt, flieĂt direkt in die Staatskasse. Energiesteuer, CO2-Abgabe, Mehrwertsteuer â der Staat ist der gröĂte Profiteur hoher Spritpreise.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche von der CDU hat nun die Ressortabstimmung fĂŒr verschĂ€rfte Kartellrechtsregeln eingeleitet. Dem Bundeskartellamt soll es kĂŒnftig leichter fallen, gegen marktbeherrschende Unternehmen im Kraftstoffsektor vorzugehen, wenn Hinweise auf unangemessen hohe Preise vorlĂ€gen. Zudem sollen Tankstellen ihre Preise nur noch einmal tĂ€glich erhöhen dĂŒrfen â und zwar um 12 Uhr mittags. Preissenkungen hingegen blieben jederzeit erlaubt.
Die eigentliche Stellschraube wird ignoriert
Ob diese MaĂnahmen tatsĂ€chlich preisdĂ€mpfend wirken, ist selbst unter Experten höchst umstritten. Und genau hier liegt das Problem. Die Regierung inszeniert Aktivismus, wo echtes Handeln gefragt wĂ€re. Warum nicht die Steuern auf Kraftstoffe temporĂ€r aussetzen oder zumindest drastisch senken? ThĂŒringens MinisterprĂ€sident Mario Voigt hat immerhin vorgeschlagen, die CO2-Preise angesichts der Krise auszusetzen â ein Ansatz, der zumindest in die richtige Richtung weist.
Doch davon will die GroĂe Koalition offenbar nichts wissen. Stattdessen wird an den Symptomen herumgedoktert, wĂ€hrend die Ursache â eine völlig ĂŒberzogene staatliche Belastung der Autofahrer â unangetastet bleibt. Es ist dasselbe Muster, das wir seit Jahren beobachten: Der Staat nimmt mit vollen HĂ€nden, gibt aber nichts zurĂŒck. Die CO2-Bepreisung, einst als âLenkungsinstrument" fĂŒr den Klimaschutz verkauft, entpuppt sich in Krisenzeiten als das, was sie immer war: eine zusĂ€tzliche Steuer, die vor allem Pendler und Familien in lĂ€ndlichen Regionen trifft.
Der BĂŒrger zahlt â wie immer
Man muss kein Wirtschaftsprofessor sein, um zu verstehen, dass eine Preiserhöhungsregel an Tankstellen das Grundproblem nicht löst. Wenn der Rohölpreis steigt und der Staat gleichzeitig seine Hand aufhĂ€lt, dann hilft es dem Autofahrer herzlich wenig, ob der Preis einmal oder fĂŒnfmal am Tag angehoben wird. Die Rechnung bleibt dieselbe â und sie wird vom BĂŒrger bezahlt.
Was Deutschland in dieser Situation brĂ€uchte, wĂ€re eine Regierung, die den Mut hat, die Steuer- und Abgabenlast auf Energie spĂŒrbar zu reduzieren. Frankreich hat es in der Vergangenheit vorgemacht, andere europĂ€ische LĂ€nder ebenso. Doch in Berlin klammert man sich an ideologische Dogmen und bĂŒrokratische Scheinlösungen, wĂ€hrend der hart arbeitende BĂŒrger an der ZapfsĂ€ule zur Kasse gebeten wird. Friedrich Merz hatte im Wahlkampf versprochen, die Belastungen fĂŒr die BĂŒrger zu senken. An der Tankstelle ist davon bislang nichts zu spĂŒren.
In Zeiten geopolitischer Unsicherheit und steigender Energiepreise zeigt sich einmal mehr, wie wichtig es ist, das eigene Vermögen breit aufzustellen und gegen Kaufkraftverluste abzusichern. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich ĂŒber Jahrhunderte als verlĂ€sslicher Wertspeicher in Krisenzeiten bewĂ€hrt und können eine sinnvolle ErgĂ€nzung in jedem diversifizierten Portfolio darstellen.










