Kettner Edelmetalle
28.09.2025
16:34 Uhr

SPD bettelt bei Merz: Stahlindustrie vor dem Kollaps – und die Regierung schaut zu

Die deutsche Stahlindustrie steht am Abgrund, und was macht unsere neue Große Koalition? Sie veranstaltet Gipfeltreffen und produziert heiße Luft. Die SPD-Fraktionschefs aus Bund und LĂ€ndern treffen sich am Montag in SaarbrĂŒcken und fordern von Bundeskanzler Friedrich Merz und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche endlich konkrete Maßnahmen zur Rettung der Branche. Man könnte meinen, die Genossen hĂ€tten vergessen, dass sie selbst Teil der Regierung sind.

GrĂŒner Stahl – die nĂ€chste Luftnummer der Politik

Was die SPD da fordert, liest sich wie ein Wunschzettel an den Weihnachtsmann: Die Bahn solle doch bitte Schienen aus "grĂŒner Stahlproduktion" kaufen, heißt es in der Beschlussvorlage. Eine charmante Idee – nur dass diese grĂŒne Stahlproduktion etwa so wirtschaftlich ist wie Heizen mit Geldscheinen. Der luxemburgisch-indische Konzern ArcelorMittal hat das lĂ€ngst begriffen und seine PlĂ€ne fĂŒr entsprechende Anlagen in Bremen und EisenhĂŒttenstadt beerdigt. Auf 1,3 Milliarden Euro Fördermittel verzichtete das Unternehmen lieber, als sich in diesem deutschen Regulierungswahnsinn zu verstricken.

Die RealitĂ€t spricht eine deutliche Sprache: WĂ€hrend deutsche Politiker von klimaneutraler Produktion trĂ€umen, wandern die Unternehmen in LĂ€nder ab, wo man noch wirtschaftlich denken darf. Die hohen Energiepreise in Deutschland – ein direktes Ergebnis der verfehlten Energiewende – machen jede industrielle Produktion zum VerlustgeschĂ€ft.

50 Milliarden Euro Umsatz und Hunderttausende Jobs auf dem Spiel

Die Stahlindustrie erwirtschaftet jĂ€hrlich rund 50 Milliarden Euro Umsatz und sichert Hunderttausende ArbeitsplĂ€tze. Doch statt diese ArbeitsplĂ€tze mit vernĂŒnftiger Politik zu schĂŒtzen, verlangt die SPD noch mehr staatliche Eingriffe: nationale und europĂ€ische LeitmĂ€rkte fĂŒr emissionsreduzierten Stahl, verbindliche Quoten bei öffentlichen Vergaben und Schutzmechanismen gegen Dumpingimporte. Als ob noch mehr BĂŒrokratie und Regulierung jemals ein Problem gelöst hĂ€tten.

"Die Möglichkeiten des europĂ€ischen Beihilferahmens fĂŒr einen Industriestrompreis sind auszuschöpfen", fordert die SPD. Übersetzt bedeutet das: Noch mehr Subventionen, noch mehr Marktverzerrung, noch mehr AbhĂ€ngigkeit vom Staat.

Die wahren Schuldigen sitzen in Berlin und BrĂŒssel

WĂ€hrend Thyssenkrupp Steel, Salzgitter und die Stahl-Holding-Saar noch an ihren TransformationsplĂ€nen festhalten, dĂŒrfte auch ihnen langsam dĂ€mmern, dass sie gegen WindmĂŒhlen kĂ€mpfen. Die deutsche Politik hat mit ihrer Klimahysterie und Regulierungswut ein Umfeld geschaffen, in dem industrielle Produktion schlicht nicht mehr konkurrenzfĂ€hig ist. Die neue Merz-Regierung hatte versprochen, keine neuen Schulden zu machen – stattdessen plant sie ein 500 Milliarden Euro Sondervermögen fĂŒr Infrastruktur. Die Zeche zahlen wieder einmal die BĂŒrger und die Industrie.

Es ist bezeichnend, dass die SPD jetzt nach einem "Stahlgipfel" ruft. Als ob noch ein Treffen von Politikern, die von Marktwirtschaft so viel verstehen wie ein Vegetarier von Steaks, irgendetwas Ă€ndern wĂŒrde. Die Lösung liegt nicht in mehr staatlicher Intervention, sondern in weniger: niedrigere Energiepreise durch eine vernĂŒnftige Energiepolitik, weniger BĂŒrokratie, weniger ideologische Vorgaben.

Ein Blick in die Zukunft: Deutschland ohne Industrie?

Was wir hier erleben, ist die systematische Deindustrialisierung Deutschlands. Erst die Automobilindustrie mit dem Verbrenner-Aus, jetzt die Stahlindustrie mit der KlimaneutralitĂ€t – StĂŒck fĂŒr StĂŒck wird die industrielle Basis unseres Wohlstands zerstört. Und wĂ€hrend unsere Politiker von grĂŒner Transformation trĂ€umen, lachen sich die Chinesen ins FĂ€ustchen und ĂŒbernehmen die WeltmĂ€rkte mit ihrer pragmatischen Industriepolitik.

Die deutsche Stahlindustrie braucht keine neuen Gipfeltreffen oder Beschlussvorlagen. Sie braucht eine Politik, die wieder an Deutschland denkt statt an die nĂ€chste Klimakonferenz. Aber davon ist bei der aktuellen Großen Koalition nichts zu sehen. Merz mag versprochen haben, vieles anders zu machen als die Ampel – in der RealitĂ€t setzt er deren desaströse Wirtschaftspolitik nahtlos fort.

In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und drohender Inflation durch die geplanten 500 Milliarden Euro Neuverschuldung empfiehlt es sich, einen Teil des Vermögens in physische Edelmetalle wie Gold und Silber anzulegen. Diese bewÀhrten Sachwerte bieten Schutz vor WÀhrungsverfall und politischen Experimenten.

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