
Pentagon verpasst Frist: 46 geheime UFO-Videos bleiben unter Verschluss

Was verbirgt das amerikanische Verteidigungsministerium vor seinen eigenen BĂŒrgern? Diese Frage stellt sich drĂ€ngender denn je, nachdem das Pentagon eine vom Kongress gesetzte Frist zur Herausgabe von 46 militĂ€rischen Videoaufnahmen unidentifizierter Flugobjekte â sogenannter UAPs (Unidentified Aerial Phenomena) â kommentarlos hat verstreichen lassen. Der Vorgang nĂ€hrt den Verdacht einer systematischen Vertuschung auf höchster Ebene.
Eine Abgeordnete kÀmpft gegen die Mauer des Schweigens
Die republikanische Kongressabgeordnete Anna Paulina Luna aus Florida hatte Verteidigungsminister Pete Hegseth unmissverstĂ€ndlich aufgefordert, bis zum 14. April 46 konkret benannte Videoclips freizugeben. Whistleblower hatten ihrer Arbeitsgruppe zuvor bestĂ€tigt, dass das zustĂ€ndige Pentagon-BĂŒro AARO (All-domain Anomaly Resolution Office) diese Aufnahmen bereits in seinem Besitz habe. Doch als der Stichtag verstrich, herrschte zunĂ€chst ohrenbetĂ€ubendes Schweigen. Kein Video, keine ErklĂ€rung, nichts.
Das angeforderte Material hat es in sich. Es soll kugelförmige Objekte zeigen, die ĂŒber Afghanistan erratische Manöver vollfĂŒhren, zigarrenförmige Flugobjekte, die berĂŒhmten âTic Tac"-Ă€hnlichen Begegnungen sowie sogenannte transmediale Vehikel, die sich nahtlos zwischen Luft und Wasser bewegen. Mehrere Formationen seien in der NĂ€he amerikanischer MilitĂ€reinrichtungen, U-Boote und sensibler LuftrĂ€ume aufgenommen worden â von Kampfjets, Drohnen, Ăberwachungsflugzeugen und Marineeinheiten in verschiedenen Einsatzgebieten weltweit.
Schadensbegrenzung nach dem FristversÀumnis
Erst einen Tag nach Ablauf der Frist, am 15. April, reagierte das Verteidigungsministerium auf den wachsenden Druck. Ein US-Beamter erklĂ€rte gegenĂŒber der Publikation Liberation Times, dass AARO nun âin enger Abstimmung mit dem WeiĂen Haus und anderen Bundesbehörden" daran arbeite, bislang unveröffentlichte UAP-Aufzeichnungen fĂŒr eine öffentliche Freigabe vorzubereiten.
âSeit der Einrichtung des BĂŒros hat AARO Fortschritte gemacht, UAP-Informationen verfĂŒgbar zu machen und diese Aufzeichnungen gemÀà Bundesrecht an das Nationalarchiv zu ĂŒbertragen. Wir begrĂŒĂen die Initiative des PrĂ€sidenten, diese BemĂŒhungen zu beschleunigen und der Ăffentlichkeit so schnell wie möglich mehr UAP-Informationen zugĂ€nglich zu machen."
Schöne Worte. Doch wer die Geschichte der UAP-Offenlegung in den Vereinigten Staaten kennt, weiĂ: Ăhnliche Versprechen wurden schon dutzendfach gemacht â und ebenso oft gebrochen. Die BĂŒrokratie des Pentagons scheint ein nahezu unerschöpfliches Repertoire an Verzögerungstaktiken zu besitzen.
Trumps Offenlegungsversprechen â und die zĂ€he RealitĂ€t
PrĂ€sident Donald Trump hatte bereits im Februar die Anweisung erteilt, Regierungsakten zu UAPs, UFOs und auĂerirdischen Angelegenheiten zu identifizieren und freizugeben. Doch das Tempo, mit dem dieser Prozess voranschreitet, frustriert Abgeordnete und Ăffentlichkeit gleichermaĂen. Man kennt das Muster: Ein PrĂ€sident ordnet an, die BĂŒrokratie bremst, und am Ende erhĂ€lt das Volk bestenfalls geschwĂ€rzte Dokumente und verwĂ€sserte Zusammenfassungen.
Dabei verdichten sich die Hinweise, dass hinter den Kulissen Gewaltiges in Bewegung ist. Der republikanische Abgeordnete Tim Burchett deutete kĂŒrzlich an, dass in kommenden Briefings Namen, Daten, Personen und Orte im Zusammenhang mit dem PhĂ€nomen offengelegt werden sollen. Noch bemerkenswerter: Die US-Regierung hat still und leise die Domain aliens.gov registriert â ein Schritt, der Spekulationen befeuert, wonach eine formelle Anerkennung nichtmenschlicher Intelligenz auf höchster Ebene vorbereitet werde.
Selbst die Bank of England bereitet sich vor
Besonders aufhorchen lĂ€sst ein Bericht vom Januar dieses Jahres, demzufolge ein Insider die Bank of England aufgefordert haben soll, sich auf eine unmittelbar bevorstehende Offenlegung auĂerirdischer Existenz vorzubereiten. Wenn Zentralbanken beginnen, sich mit derartigen Szenarien zu befassen, hat das Thema offensichtlich die SphĂ€re der Verschwörungstheorien lĂ€ngst verlassen und ist in der institutionellen Planung angekommen.
FĂŒr den kritischen Beobachter stellt sich unweigerlich die Frage: Wenn selbst Finanzinstitutionen sich auf mögliche EnthĂŒllungen einstellen, warum hĂ€lt dann ausgerechnet das Pentagon â jene Institution, die dem Volk Rechenschaft schuldig ist â weiterhin an seiner GeheimniskrĂ€merei fest?
Nationale Sicherheit als Argument fĂŒr Transparenz, nicht fĂŒr Geheimhaltung
Lunas Arbeitsgruppe betont zu Recht den Aspekt der nationalen Sicherheit. UnerklĂ€rliche Objekte, die in gesperrten LuftrĂ€umen operieren, erfordern vollstĂ€ndige AufklĂ€rung â keine fortgesetzte Geheimhaltung. Ob es sich bei diesen Objekten um fortschrittliche Technologie menschlichen oder anderweitigen Ursprungs handelt: Die Ăffentlichkeit hat ein Recht darauf zu erfahren, was ihre Regierungen in ihrem Namen dokumentiert haben.
Die jĂŒngste ErklĂ€rung von AARO mag als Signal des Fortschritts gedeutet werden. Skeptiker â und davon gibt es nach Jahrzehnten der Hinhaltetaktik verstĂ€ndlicherweise viele â werden jedoch erst dann ĂŒberzeugt sein, wenn tatsĂ€chlich substanzielles Material freigegeben wird. Die Amerikaner, die seit langem an partielle Offenlegungen und geschwĂ€rzte Berichte gewöhnt sind, beobachten genau, ob diese Runde echte Transparenz oder lediglich eine weitere Episode kontrollierter Narrative hervorbringt.
Eines steht fest: Jeder weitere Tag der Verzögerung vertieft den Verdacht, dass Teile der BĂŒrokratie Kontrolle ĂŒber Aufrichtigkeit stellen. In Zeiten, in denen das Vertrauen der BĂŒrger in staatliche Institutionen ohnehin auf einem historischen Tiefpunkt angelangt ist â und das gilt keineswegs nur fĂŒr die USA, sondern auch fĂŒr Deutschland â, kann sich keine Regierung eine solche Geheimnispolitik leisten. Die Wahrheit, so unbequem sie auch sein mag, gehört dem Volk.
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