
Millionen-Kopfgeld auf Linksextremisten: Behördenversagen nach 14 Jahren Terrorwelle

Die Bundesanwaltschaft greift zu einem beispiellosen Mittel: Eine Million Euro soll denjenigen winken, der die Drahtzieher hinter dem verheerenden Stromausfall in Berlin identifiziert. Dass es ĂŒberhaupt so weit kommen musste, offenbart das jahrelange Versagen deutscher Sicherheitsbehörden im Kampf gegen linksextremistischen Terror.
Der schwerste Stromausfall seit dem Zweiten Weltkrieg
Am 3. Januar dieses Jahres, um sechs Uhr morgens bei eisigen Temperaturen, schlugen die TĂ€ter zu. Eine KabelbrĂŒcke ĂŒber dem Teltowkanal nahe dem Heizkraftwerk Lichterfelde ging in Flammen auf. Was folgte, war ein Albtraum fĂŒr rund 45.000 Haushalte: Tagelang kein Strom, ausgefallene Heizungen, ein zusammengebrochenes Mobilfunknetz. Pflegeheime mussten evakuiert werden, KrankenhĂ€user verlegten Patienten, NotunterkĂŒnfte wurden eingerichtet. Die Behörden sprechen vom schwersten groĂflĂ€chigen Stromausfall in der Hauptstadt seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.
Wenig spĂ€ter meldete sich die sogenannte âVulkangruppe" zu Wort und reklamierte den Anschlag fĂŒr sich. Eine linksextreme Gruppierung, die seit 2011 â man höre und staune â ihr Unwesen treibt und fĂŒr eine Vielzahl von BrandanschlĂ€gen verantwortlich gemacht wird.
14 Jahre Terrorwelle â und die Behörden tappen im Dunkeln
Die Bilanz ist erschĂŒtternd: Seit nunmehr vierzehn Jahren verĂŒbt diese Gruppe AnschlĂ€ge auf kritische Infrastruktur. KabelschĂ€chte an Bahntrassen, Funkmasten, Datenleitungen, Firmenfahrzeuge â nichts scheint vor den Extremisten sicher. Bereits 2018 zerstörten mutmaĂliche Mitglieder acht Starkstromkabel mit jeweils 10.000 Volt und legten damit tausende Haushalte in Charlottenburg lahm. Im MĂ€rz 2024 traf es die Stromversorgung des Tesla-Werks in GrĂŒnheide.
Und was haben unsere hochbezahlten Sicherheitsbehörden in all diesen Jahren erreicht? Praktisch nichts. Konkrete Hinweise auf die IdentitĂ€t der TĂ€ter liegen kaum vor, wie aus Ermittlerkreisen verlautet. Man âerhoffe" sich von der möglichen Belohnung neue Spuren. Eine Million Euro als EingestĂ€ndnis der eigenen Hilflosigkeit â so könnte man es auch formulieren.
Ein Armutszeugnis fĂŒr den Rechtsstaat
Die Frage drĂ€ngt sich auf: Wie kann es sein, dass eine terroristische Vereinigung ĂŒber anderthalb Jahrzehnte hinweg ungestört agieren kann? WĂ€hrend der Verfassungsschutz unter der Ăgide von Thomas Haldenwang offenbar andere PrioritĂ€ten setzte und sich vornehmlich mit der Beobachtung konservativer KrĂ€fte beschĂ€ftigte, konnten Linksextremisten ungehindert die kritische Infrastruktur unseres Landes attackieren.
Die Bundesanwaltschaft wollte die Ăberlegungen zur Rekordbelohnung auf Anfrage nicht offiziell bestĂ€tigen. Doch allein die Tatsache, dass ein solcher Schritt erwogen wird, spricht BĂ€nde. Es ist das EingestĂ€ndnis, dass konventionelle Ermittlungsmethoden versagt haben.
Die Doppelmoral im Umgang mit Extremismus
Man stelle sich nur einmal vor, eine rechtsextreme Gruppierung hĂ€tte ĂŒber vierzehn Jahre hinweg systematisch AnschlĂ€ge auf die Stromversorgung verĂŒbt. Die mediale Empörung wĂ€re grenzenlos, Sondersendungen wĂŒrden das Programm dominieren, und die Politik wĂŒrde im Stundentakt neue MaĂnahmen verkĂŒnden. Doch wenn der Terror von links kommt, herrscht auffĂ€llige ZurĂŒckhaltung.
Diese Asymmetrie in der Wahrnehmung und BekĂ€mpfung von Extremismus ist symptomatisch fĂŒr den Zustand unserer Gesellschaft. WĂ€hrend konservative BĂŒrger, die lediglich ihre Meinung Ă€uĂern, unter Generalverdacht gestellt werden, können militante Linksextremisten offenbar jahrelang unbehelligt operieren.
Die Ermittlungen gegen die sogenannte âVulkangruppe" treten bislang auf der Stelle.
Was muss noch passieren?
Der Anschlag vom 3. Januar hĂ€tte Menschenleben kosten können. Bei winterlichen Temperaturen ohne Strom und Heizung, mit evakuierten Pflegeheimen und verlegten Krankenhauspatienten â es grenzt an ein Wunder, dass niemand zu Schaden kam. Doch wie lange noch? Wann wird der nĂ€chste Anschlag Todesopfer fordern?
Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz steht vor der Aufgabe, das Versagen der VorgĂ€ngerregierungen aufzuarbeiten und die Sicherheitsbehörden endlich in die Lage zu versetzen, linksextremistischen Terror effektiv zu bekĂ€mpfen. Eine Million Euro Belohnung mögen ein Anfang sein â aber sie sind auch ein Armutszeugnis fĂŒr einen Staat, der seine BĂŒrger nicht vor Terroristen schĂŒtzen kann.










