
Merz verspricht Nahost-Sicherheit â und vergisst die Probleme im eigenen Land
Es ist ein Schauspiel, das mittlerweile zur Routine geworden ist: Bundeskanzler Friedrich Merz betritt die internationale BĂŒhne, verteilt groĂzĂŒgig Versprechen wie ein JahrmarktshĂ€ndler seine Lose â und lĂ€sst die drĂ€ngenden Probleme der eigenen Bevölkerung links liegen. Beim EU-Gipfel in BrĂŒssel bekrĂ€ftigte der Kanzler nun die Bereitschaft Deutschlands, nach dem Iran-Krieg zur Sicherheit im Nahen Osten beizutragen. Berlin könne âviel tun", so Merz, bis hin zur Ăffnung und Freihaltung der Seewege.
GroĂe Worte, kleine Taten
Klingt gewaltig. Klingt nach Weltmacht. Klingt nach einem Deutschland, das auf der internationalen BĂŒhne den Ton angibt. Doch wer genauer hinhört, dem wird schnell klar: Hinter der imposanten Fassade verbirgt sich nichts als heiĂe Luft. Denn kaum hatte Merz seinen groĂen Auftritt absolviert, ruderte er auch schon zurĂŒck. Deutschland könne ânur dann" helfen, wenn die Kampfhandlungen beendet seien, rĂ€umte er kleinlaut ein. Zudem sei ein internationales Mandat erforderlich, âdas wir gegenwĂ€rtig nicht haben". Es stĂŒnden noch âviele Schritte" bevor, bevor man ĂŒberhaupt ĂŒber ein solches Engagement nachdenken könne.
Man reibt sich verwundert die Augen. Erst die vollmundige AnkĂŒndigung, dann der sofortige RĂŒckzieher. Erst nachdenken, dann reden â an dieser simplen Reihenfolge scheint der deutsche Regierungschef noch arbeiten zu mĂŒssen.
Der marode Bundeshaushalt als unbequeme Wahrheit
Die eigentlich entscheidende Frage aber lautet: WeiĂ der Kanzler ĂŒberhaupt, was seine Versprechen kosten wĂŒrden? Ein Blick auf den Zustand der Bundeswehr genĂŒgt, um die AbsurditĂ€t dieser AnkĂŒndigungen zu begreifen. Man erinnere sich nur an die Fregatte âHessen", die im vergangenen Jahr auszog, das Rote Meer zu sichern â und nach einer Woche mit leeren Munitionskammern wieder abziehen musste. Beinahe hĂ€tte sie dabei noch eine amerikanische Drohne abgeschossen. Ein Treppenwitz der MilitĂ€rgeschichte.
Das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen fĂŒr Infrastruktur, das die neue GroĂe Koalition auf den Weg gebracht hat, belastet kommende Generationen bereits jetzt mit einer erdrĂŒckenden Schuldenlast. Die Zinsen werden ĂŒber Steuern und Abgaben finanziert werden mĂŒssen â und das in einem Land, dessen Wirtschaft ohnehin unter massivem Druck steht. Trumps 20-Prozent-Zölle auf EU-Importe verschĂ€rfen die Lage zusĂ€tzlich. Und in dieser Situation verspricht Merz, im Nahen Osten fĂŒr Ordnung zu sorgen?
Innenpolitische Baustellen tĂŒrmen sich
WĂ€hrend der Kanzler auf dem internationalen Parkett glĂ€nzen möchte, stapeln sich die Probleme im eigenen Land bis zur Decke. Die KriminalitĂ€t hat Rekordniveau erreicht, Messerangriffe gehören in deutschen GroĂstĂ€dten mittlerweile zum traurigen Alltag, die Infrastruktur bröckelt, die Industrie wandert ab, und die Energiekosten treiben mittelstĂ€ndische Betriebe in den Ruin. Doch statt sich diesen existenziellen Herausforderungen zu stellen, zieht es Friedrich Merz vor, auf EU-Gipfeln den Weltenlenker zu mimen.
Es drĂ€ngt sich der Verdacht auf, dass der Kanzler die internationale BĂŒhne vor allem deshalb so liebt, weil ihm dort niemand unbequeme Fragen zu gebrochenen Wahlversprechen stellt. Hatte Merz nicht versprochen, keine neuen Schulden zu machen? Hatte er nicht eine Wende in der Migrationspolitik angekĂŒndigt? Hatte er nicht eine StĂ€rkung der deutschen Wirtschaft in Aussicht gestellt? Von alledem ist bislang wenig zu sehen.
BlackRock-Vergangenheit wirft Fragen auf
Kritiker fragen sich zunehmend, welche Interessen der ehemalige BlackRock-Aufsichtsrat tatsĂ€chlich verfolgt. Geht es ihm wirklich um die Sicherheit im Nahen Osten â oder wittern hier Investoren bereits lukrative WiederaufbaugeschĂ€fte? Die Parallelen zur Ukraine, wo westliche Konzerne lĂ€ngst LĂ€ndereien und Industrieanlagen aufgekauft haben, sind jedenfalls frappierend.
Die interessante Frage ist, was schneller endet: der Krieg im Iran oder die Amtszeit eines Kanzlers, der sein eigenes Volk mit leeren Versprechungen abspeist.
Deutschland war einst ein Land, das fĂŒr VerlĂ€sslichkeit und Besonnenheit stand. Ein Land, das seine Versprechen hielt und seine BĂŒrger nicht im Stich lieĂ. Davon ist unter der Regierung Merz wenig ĂŒbrig geblieben. Stattdessen erleben wir einen Kanzler, der das groĂe Rad dreht, wĂ€hrend zu Hause die Achsen brechen. Die BĂŒrger dieses Landes haben etwas Besseres verdient als einen Regierungschef, der lieber in BrĂŒssel Seewege verspricht, als in Berlin die maroden BrĂŒcken zu reparieren.
In Zeiten solch fundamentaler politischer und wirtschaftlicher Unsicherheit erscheint es umso wichtiger, das eigene Vermögen auf ein solides Fundament zu stellen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich ĂŒber Jahrtausende als verlĂ€sslicher Wertspeicher bewĂ€hrt â gerade dann, wenn Regierungen mit Schulden um sich werfen und die Kaufkraft des Geldes schleichend erodiert. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wertvollen Beitrag zur Vermögenssicherung leisten.









