
Marktstratege sieht Ende der Korrektur - doch neue Turbulenzen drohen bereits Anfang April
Die jĂŒngste Korrektur an den US-Börsen hat selbst erfahrene Marktteilnehmer ĂŒberrascht. Mit einer Geschwindigkeit, die in den letzten 75 Jahren nur viermal ĂŒbertroffen wurde, stĂŒrzte der S&P 500 innerhalb von nur 20 Handelstagen um 10% ab. Noch dramatischer traf es die hochgelobten "Magnificent Seven", die um satte 20% einbrachen. Der technologielastige Nasdaq musste Verluste von 14% verkraften.
Hartnetts treffsichere Prognose
Besonders bemerkenswert: Bank of America Stratege Michael Hartnett hatte diese Entwicklung bereits im Dezember 2023 vorhergesagt. Seine "Verkaufen"-Empfehlung markierte punktgenau das Hoch der MĂ€rkte. Doch nun gibt der Experte teilweise Entwarnung - zumindest vorerst.
Kein BĂ€renmarkt in Sicht
Hartnett vertritt die Ansicht, dass die aktuelle Korrektur nicht den Beginn eines lĂ€ngerfristigen BĂ€renmarktes markiert. Seine BegrĂŒndung folgt dabei einer altbekannten Börsenweisheit: "Die MĂ€rkte hören auf zu paniken, wenn die politischen EntscheidungstrĂ€ger anfangen zu paniken." Und genau diese Reaktion der Federal Reserve scheint sich nun abzuzeichnen.
Das Comeback der Fed-Put-Option
TatsĂ€chlich mehren sich die Anzeichen, dass die US-Notenbank ihre aggressive Haltung ĂŒberdenkt. Die vorsichtige RĂŒckkehr des sogenannten "Fed Put" - also die implizite Garantie der Notenbank, bei starken Marktverwerfungen stĂŒtzend einzugreifen - könnte den MĂ€rkten neue StabilitĂ€t verleihen.
Globale Auswirkungen
Die Turbulenzen beschrÀnkten sich nicht nur auf den US-Markt. Der ACWI-Index, der die globale Aktienentwicklung abbildet, rutschte um 5% ab. Dies zeigt einmal mehr die enge Verflechtung der internationalen FinanzmÀrkte und die dominierende Rolle der Wall Street.
Die aktuelle Marktphase erinnert stark an vergangene Korrekturphasen, die sich im Nachhinein als hervorragende Kaufgelegenheiten erwiesen haben. Allerdings sollten Anleger wachsam bleiben - der 2. April könnte neue Herausforderungen mit sich bringen.
FĂŒr konservative Anleger könnte dies der richtige Zeitpunkt sein, ihre Portfolios neu auszurichten. Dabei sollte der Fokus verstĂ€rkt auf klassische Wertspeicher wie Edelmetalle gelegt werden. Gold hat sich gerade in Zeiten erhöhter MarktvolatilitĂ€t immer wieder als verlĂ€sslicher StabilitĂ€tsanker erwiesen.










