Kettner Edelmetalle
11.08.2024
18:28 Uhr

Mahmud Abbas trifft Wladimir Putin und arabische Botschafter in Moskau

PalĂ€stinenserprĂ€sident Mahmud Abbas wird am Montag zu einem Besuch nach Moskau reisen, um sich mit Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin und Botschaftern arabischer Staaten zu treffen. Diese Treffen sind von großer Bedeutung, da die Lage im Gazastreifen weiterhin angespannt bleibt.

GesprĂ€che ĂŒber die Situation in Gaza

Der palĂ€stinensische Botschafter in Moskau, Abdel Hafis Nofal, erklĂ€rte laut der Nachrichtenagentur Tass, dass Abbas am Montagabend in Moskau eintreffen werde. Die GesprĂ€che mit Putin sollen am Dienstag stattfinden. Zentrales Thema wird die schwierige Situation in Gaza sein. Nofal betonte: „Wir werden ĂŒber die Rolle Russlands sprechen und darĂŒber, was getan werden kann. Die Lage bei uns ist sehr schwierig und Russland ist ein uns nahestehendes Land.“

Treffen mit arabischen Botschaftern

Vor seiner Abreise am Mittwoch wird Abbas auch Botschafter arabischer Staaten treffen, um die Situation im Nahen Osten zu erörtern. Diese diplomatischen BemĂŒhungen sind ein weiterer Versuch, UnterstĂŒtzung fĂŒr die palĂ€stinensische Sache zu mobilisieren und mögliche Lösungen fĂŒr die anhaltenden Konflikte zu finden.

Weiterreise in die TĂŒrkei

Nach seinem Aufenthalt in Moskau wird Abbas in die TĂŒrkei weiterreisen, um den tĂŒrkischen PrĂ€sidenten Recep Tayyip Erdogan zu treffen und vor dem Parlament in Ankara zu sprechen. Eine Quelle aus dem Kabinett von Abbas bestĂ€tigte diesen Besuch und erklĂ€rte, dass er auch in der TĂŒrkei wichtige GesprĂ€che fĂŒhren werde.

Hintergrund der Reise

Abbas' Reise erfolgt nur wenige Tage nach einem erneuten israelischen Angriff auf eine Schule in der Stadt Gaza, der international scharfe Kritik ausgelöst hatte. Nach Angaben des Zivilschutzes im Gazastreifen wurden bei dem Angriff 93 PalÀstinenser, darunter Kinder, getötet. Israel erklÀrte, bei dem Angriff 19 Terroristen der Hamas und des Islamischen Dschihad getötet zu haben. Es ist bekannt, dass die Hamas zivile Einrichtungen als Schutzschilder benutzt.

Russland hatte sich nach dem Angriff „zutiefst schockiert“ gezeigt und die „systematischen“ Angriffe auf Zivilisten im Gazastreifen bedauert. Moskau war lange um gute Beziehungen zu allen wichtigen Akteuren im Nahen Osten – einschließlich Israel und PalĂ€stinenser – bemĂŒht. Seit Beginn des Gaza-Kriegs hat sich Russland verstĂ€rkt dem Iran und der Hamas zugewandt und das militĂ€rische Vorgehen Israels im Gazastreifen mehrfach kritisiert.

Fatah und Hamas: Ein schwieriges VerhÀltnis

Mahmud Abbas ist ein fĂŒhrender Politiker der gemĂ€ĂŸigt-sĂ€kularen Partei Fatah, die mit der islamistischen Hamas rivalisiert. Diese RivalitĂ€t erschwert die BemĂŒhungen um eine einheitliche palĂ€stinensische Position und erschwert die Friedensverhandlungen mit Israel. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklungen mit großer Aufmerksamkeit, da jede Eskalation der Gewalt weitreichende Folgen fĂŒr die gesamte Region haben könnte.

Die anstehenden GesprĂ€che in Moskau und Ankara sind daher von großer Bedeutung, um mögliche Wege zur Deeskalation und zur Verbesserung der humanitĂ€ren Lage im Gazastreifen zu finden. Es bleibt abzuwarten, welche Ergebnisse diese diplomatischen BemĂŒhungen bringen werden und ob sie zu einer Entspannung der Lage beitragen können.

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