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25.02.2026
09:44 Uhr

Linksextremismus in NRW explodiert: Verdopplung der Straftaten entlarvt jahrelanges Wegschauen

WĂ€hrend die politische Debatte in Deutschland seit Jahren nahezu ausschließlich um die Gefahren von rechts kreist, offenbart ein neues Lagebild aus Nordrhein-Westfalen eine RealitĂ€t, die viele lieber verdrĂ€ngen wĂŒrden: Die Zahl linksextremistisch motivierter Straftaten hat sich binnen eines Jahres mehr als verdoppelt. Von 1.187 Delikten im Jahr 2024 auf erschreckende 2.418 im laufenden Jahr 2025 – das sind Zahlen, die man nicht mehr kleinreden kann.

Gewalt, Sabotage, Körperverletzung: Die bittere Bilanz

NRW-Landesinnenminister Herbert Reul (CDU) prĂ€sentierte am Mittwoch in DĂŒsseldorf das aktuelle Lagebild Linksextremismus – und die Zahlen sprechen eine unmissverstĂ€ndliche Sprache. Die Gewaltdelikte durch politisch links motivierte TatverdĂ€chtige stiegen um 78 Prozent auf 153 FĂ€lle. Noch dramatischer: Körperverletzungsdelikte schnellten um 93 Prozent nach oben, auf insgesamt 83 registrierte Taten. Wer hier noch von EinzelfĂ€llen spricht, macht sich lĂ€cherlich.

Besonders alarmierend ist die gezielte Sabotage kritischer Infrastruktur. GefĂ€hrliche Eingriffe in den Bahnverkehr haben sich verdreifacht – auf sechs dokumentierte FĂ€lle. Sechs FĂ€lle, die potenziell Menschenleben gefĂ€hrden. Sechs FĂ€lle, bei denen Extremisten bewusst in Kauf nehmen, dass ZĂŒge entgleisen und unbeteiligte BĂŒrger zu Schaden kommen könnten. Und bei SachbeschĂ€digungen? Ein Anstieg um unfassbare 143 Prozent auf 1.190 FĂ€lle.

Jahrzehntelang verharmlost – nun rĂ€cht sich das VersĂ€umnis

Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, dass diese Entwicklung kein Zufall ist. Jahrelang wurde der Linksextremismus in Deutschland systematisch verharmlost, relativiert und unter den Teppich gekehrt. WĂ€hrend jede noch so kleine Regung am rechten Rand des politischen Spektrums – oft zu Recht – unter die Lupe genommen wurde, durfte sich die linksextreme Szene weitgehend unbehelligt radikalisieren. Die Quittung liegt nun auf dem Tisch.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt rĂ€umte nach dem Anschlag auf das Berliner Stromnetz im Januar dieses Jahres ein, es gebe „Nachholbedarf beim Kampf gegen Linksextremismus". Nachholbedarf – welch diplomatische Untertreibung fĂŒr ein Versagen, das sich ĂŒber Jahre aufgebaut hat. Der CSU-Politiker kĂŒndigte personelle VerĂ€nderungen bei den Sicherheitsbehörden an und versprach, den entsprechenden Fachbereich beim Verfassungsschutz zu stĂ€rken. Konkrete Details? Fehlanzeige. Man kennt das Muster: große AnkĂŒndigungen, wenig Substanz.

Neue Formen, alte Ideologie

Minister Reul hatte bereits im vergangenen Jahr gewarnt, dass sich der Linksextremismus in neuen GewĂ€ndern prĂ€sentiere. Weniger klassische Straßenschlachten, dafĂŒr mehr digitale Mobilisierung und subtilere ideologische Unterwanderung. Laut Innenministerium streben Linksextremisten eine sozialistische, kommunistische oder anarchistische Gesellschaftsform an – eine „herrschaftsfreie Ordnung", wie es beschönigend heißt. In der Praxis bedeutet das: brennende Autos, sabotierte Gleise und krankenhausreife Opfer.

Die Frage, die sich der deutsche BĂŒrger stellen muss, ist simpel: Wie lange wollen wir noch zusehen, wie Extremisten – gleich welcher Couleur – unsere Infrastruktur angreifen, unsere Sicherheit gefĂ€hrden und unseren Rechtsstaat verhöhnen? Die Zahlen aus NRW sind ein Weckruf. Es bleibt zu hoffen, dass die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz diesen auch hört – und nicht wieder in der ĂŒblichen Betroffenheitsrhetorik versinkt, wĂ€hrend die nĂ€chsten Gleise sabotiert werden.

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