Kettner Edelmetalle
26.05.2026
05:56 Uhr

KI-Apokalypse oder Produktivitätswunder? Wall-Street-Chef widerspricht den Untergangspropheten

Während sich in den westlichen Medien eine wahre Flut von Weltuntergangsszenarien rund um die Künstliche Intelligenz aufbaut, melden sich nun gewichtige Stimmen aus der Wirtschaft zu Wort, die der hysterischen Debatte einen kräftigen Dämpfer verpassen. Selbst Papst Leo XIV. warnte zuletzt vor "neuen Formen der Sklaverei" durch die digitale Transformation, während Bernie Sanders und die übliche sozialistische Riege in den USA gar einen Stopp beim Bau neuer Rechenzentren fordert – eine Forderung, die einem Geschenk an die kommunistische Führung in Peking gleichkäme, der man die Rechenleistung damit kampflos überlassen würde.

Goldman-Sachs-Chef stellt sich gegen die Panikmache

Ausgerechnet David Solomon, Vorstandschef von Goldman Sachs und am Wochenende gerne als DJ in den Hamptons unterwegs, hat sich nun in einem viel beachteten Meinungsbeitrag in der New York Times gegen die grassierende Untergangsstimmung positioniert. Sein Titel lasse keinen Zweifel an seiner Haltung: Die angebliche KI-bedingte Job-Apokalypse sei maßlos übertrieben. Solomon argumentiert, dass die Technologie keineswegs einen Massenexodus aus dem Arbeitsmarkt auslösen werde, sondern Arbeitnehmer produktiver mache, sie zu höherwertigen Tätigkeiten verschiebe und völlig neue Berufsfelder rund um die Implementierung, Validierung und Regulierung von KI-Systemen schaffe.

Geschichte wiederholt sich – nur die Hysterie ist neu

Solomon erinnert daran, dass die amerikanische Volkswirtschaft technologische Umwälzungen schon mehrfach erfolgreich verkraftet habe. Von der Elektrifizierung über das Automobil bis hin zum Computer – jedes Mal hätten die Kassandrarufer einen Zusammenbruch des Arbeitsmarktes prophezeit, jedes Mal seien Beschäftigung und Lebensstandard danach gestiegen. Der Goldman-Chef räumt durchaus ein, dass es zu Verwerfungen kommen werde. Seine hauseigenen Ökonomen prognostizieren, dass KI in der kommenden Dekade rund 25 Prozent der heutigen Arbeitsstunden automatisieren könnte. Besonders betroffen seien klassische Bürojobs in Banken, Kanzleien, Wirtschaftsprüfung, Softwareentwicklung und im Kundenservice.

Gleichzeitig verweist Solomon auf die andere Seite der Medaille: Allein in diesem Jahr wollen die sogenannten Hyperscaler rund 700 Milliarden Dollar an Investitionen tätigen. Das schaffe einen Bauboom historischen Ausmaßes mit zehntausenden neuen Arbeitsplätzen im Handwerk, im Anlagenbau und in der Energieversorgung.

Demografischer Winter – KI als Rettungsanker?

Bemerkenswert ist, dass Solomon mit seiner Einschätzung nicht allein steht. Bereits Marc Andreessen, der legendäre Mitgründer von Netscape und heutige Risikokapitalgeber bei Andreessen Horowitz, hatte zuvor die Angst vor einer KI-Job-Apokalypse als bloße Hysterie abgetan. Sein Argument hat Gewicht: Die Roboter und KI-Systeme kämen genau zu dem Zeitpunkt, an dem die schrumpfende Bevölkerung des Westens sie dringend brauche, um überhaupt noch ein wirtschaftliches Wachstum aufrechterhalten zu können.

Auch Tesla-Chef Elon Musk warnt seit Jahren vor dem demografischen Winter, der nicht nur Europa und Nordamerika, sondern auch große Teile Asiens erfasst hat. Seinen humanoiden Roboter "Optimus" preist er offen als Heilsbringer für Länder wie Japan an, deren Erwerbsbevölkerung in atemberaubendem Tempo schrumpft. Auch Deutschland steckt mitten in dieser demografischen Falle – ein Thema, das von der hiesigen Politik allerdings konsequent ignoriert wird, während man sich lieber an Gendersternchen und Klimapanik abarbeitet.

Rechenzentren als neues Feindbild der Linken

Pikant ist die Beobachtung, dass sich der Widerstand gegen KI inzwischen massiv gegen den Bau von Rechenzentren richtet. Eine Bewegung, die verdächtig an "Fridays for Future" und ähnliche Protestrituale erinnert, sich aber nun gegen die infrastrukturelle Grundlage der nächsten industriellen Revolution wendet. Wer den USA und Europa den Bau dieser Rechenzentren verwehrt, übergibt China die Schlüssel zur technologischen Führung des 21. Jahrhunderts auf einem silbernen Tablett. Es ist die altbekannte Methode: Während linke Aktivisten in den westlichen Hauptstädten lärmen, baut Peking still und leise weiter.

Was bedeutet das fĂĽr Anleger?

Die Wahrheit liegt vermutlich, wie so oft, zwischen den Extremen. Die KI-Revolution wird gewaltige Umwälzungen mit sich bringen, gleichzeitig aber auch immense Produktivitätsgewinne. Wer in dieser Phase auf die richtigen Vermögenswerte setzt, kann profitieren. Doch eines zeigt die Geschichte ganz deutlich: In Phasen technologischer und gesellschaftlicher Umbrüche – sei es die Industrialisierung, die beiden Weltkriege oder die Digitalisierung – haben sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber stets als verlässlicher Anker im Portfolio bewährt. Sie sind unabhängig von Algorithmen, Serverparks und der Laune einzelner Tech-Milliardäre. Eine solide Beimischung physischer Edelmetalle bleibt deshalb auch im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz ein bewährtes Fundament zur Vermögenssicherung und sinnvolle Ergänzung eines breit gestreuten Anlageportfolios.

Haftungsausschluss: Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen stellen keine Anlageberatung dar und spiegeln ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wider. Jeder Leser ist verpflichtet, eigene Recherchen anzustellen und trägt die volle Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst. Bei Bedarf sollte ein qualifizierter Finanzberater hinzugezogen werden.

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