
Indiens Stromhunger erreicht Rekordniveau – Kohle bleibt der König
Während in Deutschland die selbsternannten Klimaretter weiterhin den Kohleausstieg als heiligen Gral der Energiepolitik feiern, zeigt sich auf dem indischen Subkontinent ein ganz anderes Bild: Das bevölkerungsreichste Land der Welt hat in dieser Woche einen neuen Allzeitrekord beim Stromverbrauch aufgestellt – und es war ausgerechnet die so verteufelte Kohle, die das Land vor dem Blackout bewahrte.
271 Gigawatt – ein Stromdurst, der seinesgleichen sucht
Am vergangenen Donnerstag schnellte der Spitzenbedarf in Indien auf sage und schreibe 271 Gigawatt empor. Es war bereits der vierte Tag in Folge, an dem während der Sonnenstunden ein neuer historischer Höchststand erreicht wurde, wie das indische Energieministerium mitteilte. Eine brutale Hitzewelle treibt Millionen Klimaanlagen auf Hochtouren, und die Inder schalten ein, was sie haben.
Bemerkenswert ist die Zusammensetzung des Strommixes: Rund 62 Prozent des Bedarfs wurden durch thermische Kraftwerke gedeckt – der überwiegende Teil davon aus Kohle. Sonnenenergie steuerte 22 Prozent bei, Wasserkraft und Wind jeweils mickrige fünf Prozent. So sieht Energieversorgungs-Realität aus, wenn ein Land tatsächlich liefern muss und nicht nur ideologische Sonntagsreden hält.
Kohlenachfrage explodiert um 11,5 Prozent
Im Quartal von April bis Juni dürfte die Kohlenachfrage der indischen Kraftwerke um satte 11,5 Prozent klettern, wie Brancheninsider der Economic Times verrieten. Nachdem mildere Temperaturen das Nachfragewachstum im Fiskaljahr bis März 2026 auf den niedrigsten Stand seit sechs Jahren gedrückt hatten, fegt die diesjährige Sommerhitze sämtliche Verbrauchsrekorde hinweg.
Indien hat zwar ambitionierte Pläne: Die Solarkapazität soll innerhalb eines Jahrzehnts vervierfacht, die Windkraft verdreifacht werden – so steht es im neuen Generation Adequacy Plan der Central Electricity Authority. Doch wer genauer hinschaut, erkennt das altbekannte Problem: Die Netzinfrastruktur hinkt dem Zubau erneuerbarer Anlagen meilenweit hinterher. Allein im ersten Quartal mussten bereits 300 Gigawattstunden grünen Stroms abgeregelt werden, weil die Leitungen schlicht nicht ausreichen. Ein Lehrstück, das man in Berlin offenbar lieber ignoriert.
Während Deutschland abschaltet, baut Indien zu
Während hierzulande funktionierende Kohle- und Kernkraftwerke aus reinem ideologischen Übereifer vom Netz genommen werden und sich die Industrie wegen explodierender Energiepreise ins Ausland verabschiedet, baut Indien seine Kohlekraftwerkskapazitäten konsequent aus. Etwa 60 Prozent des indischen Stroms stammen weiterhin aus Kohle – und daran wird sich auf absehbare Zeit nichts ändern. Indien ist mittlerweile der drittgrößte CO₂-Emittent der Welt, doch die Regierung in Neu-Delhi denkt nicht daran, die eigene wirtschaftliche Entwicklung auf dem Altar westlicher Klimaideologie zu opfern.
Die nüchterne Wahrheit lautet: Der globale Energiehunger wächst rasant, und er wird zu großen Teilen mit fossilen Brennstoffen gestillt – ob den Aktivisten der "Letzten Generation" das nun gefällt oder nicht. Deutschland exportiert seine Industrieproduktion und damit auch seine Emissionen schlicht in Länder wie Indien oder China, wo ohne moralische Skrupel weiter Kohle verstromt wird. Ein gigantischer Selbstbetrug, dessen Rechnung am Ende der deutsche Steuerzahler und Verbraucher begleichen muss.
Was bedeutet das für Anleger?
Die Entwicklung in Indien zeigt einmal mehr, wie fragil die Erzählung von der schnellen, kostengünstigen Energiewende ist. Wer sein Vermögen vor den Folgen ideologiegetriebener Wirtschaftspolitik, anhaltender Inflation und geopolitischer Verwerfungen schützen möchte, sollte über eine solide Beimischung physischer Edelmetalle wie Gold und Silber nachdenken. Diese haben über Jahrtausende hinweg ihre Funktion als wertstabiler Anker bewiesen – unabhängig davon, ob gerade Hitzewellen, Energiekrisen oder politische Verwerfungen die Welt erschüttern.
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