Kettner Edelmetalle
22.07.2025
15:49 Uhr

Handelskrieg auf Messers Schneide: USA betteln um mehr Zeit im Zollstreit mit China

Die Supermacht USA zeigt SchwĂ€che im selbst angezettelten Handelskrieg. WĂ€hrend US-Finanzminister Scott Bessent in Stockholm um eine FristverlĂ€ngerung bei den China-Verhandlungen bettelt, tickt die Uhr unerbittlich. Am 12. August lĂ€uft die 90-tĂ€gige Frist aus, die eigentlich fĂŒr eine Reduzierung der Zölle und konstruktive GesprĂ€che gedacht war. Doch statt Fortschritten gibt es nur heiße Luft und verzweifelte Manöver.

Trump's Zollwahnsinn erreicht neue Dimensionen

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 145 Prozent Strafzölle hat Donald Trump mittlerweile auf chinesische Importe verhĂ€ngt. Eine Zahl, die selbst hartgesottene Wirtschaftsexperten schwindelig werden lĂ€sst. China konterte erwartungsgemĂ€ĂŸ mit 125 Prozent Gegenzöllen und dreht zusĂ€tzlich am Hahn der seltenen Erden – jene Rohstoffe, ohne die in der westlichen Industrie nichts mehr lĂ€uft.

Bessent's AnkĂŒndigung, er werde "am Montag und Dienstag mit meinen chinesischen Amtskollegen in Stockholm sein", klingt weniger nach souverĂ€ner VerhandlungsfĂŒhrung als nach einem Bittgang. Die USA hĂ€tten sich mit ihrer aggressiven Zollpolitik in eine Sackgasse manövriert, aus der sie nun verzweifelt einen Ausweg suchen.

Europa im Fadenkreuz: 30 Prozent Zölle ab August

WĂ€hrend Washington mit Peking ringt, hat Trump bereits die nĂ€chste Front eröffnet. 30 Prozent Zölle auf EU-Produkte ab dem 1. August – eine Drohung, die Bessent als "ziemlich fix" bezeichnet. Die EU-Kommission verhandelt zwar schon lĂ€nger mit Washington, doch die Aussichten scheinen dĂŒster. BrĂŒssel bereitet bereits Gegenzölle vor, sollte Trump seine Drohung wahrmachen.

"Ich werde daran arbeiten, was am ehesten eine VerlÀngerung sein wird"

Diese Worte Bessents offenbaren die ganze Hilflosigkeit der US-Position. Statt klarer Ansagen und durchdachter Strategien gibt es nur vage Hoffnungen und improvisierte Lösungsversuche.

Die deutsche Wirtschaft als Kollateralschaden

FĂŒr Deutschland könnte dieser Handelskrieg verheerende Folgen haben. Die exportorientierte deutsche Wirtschaft, ohnehin schon durch die verfehlte Energiepolitik der vergangenen Jahre geschwĂ€cht, wĂŒrde durch US-Zölle einen weiteren schweren Schlag erleiden. WĂ€hrend unsere Politiker in Berlin weiter von KlimaneutralitĂ€t trĂ€umen und Milliarden in fragwĂŒrdige Projekte pumpen, zerstört Trump mit einem Federstrich jahrzehntelang aufgebaute Handelsbeziehungen.

Die Ironie der Geschichte: WĂ€hrend die USA ihre Zölle als Schutz der heimischen Industrie verkaufen, treiben sie damit die Inflation weiter in die Höhe. Der amerikanische Verbraucher zahlt am Ende die Zeche fĂŒr Trumps Ego-Trip. Ein Szenario, das uns in Deutschland nur allzu bekannt vorkommt – auch hier zahlen die BĂŒrger fĂŒr die ideologischen Experimente ihrer Regierung.

Gold als sicherer Hafen in stĂŒrmischen Zeiten

In Zeiten solcher geopolitischer Verwerfungen zeigt sich einmal mehr der Wert physischer Edelmetalle. WĂ€hrend WĂ€hrungen durch Handelskriege und politische Machtspiele unter Druck geraten, behĂ€lt Gold seine Kaufkraft. Die Geschichte lehrt uns: Wenn Politiker mit Zöllen und Sanktionen um sich werfen, ist es der kleine Sparer, der am Ende die Rechnung bezahlt – es sei denn, er hat rechtzeitig in echte Werte investiert.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Bessents Bittgang in Stockholm FrĂŒchte trĂ€gt oder ob der Handelskrieg in eine neue, noch destruktivere Phase eintritt. Eines steht fest: Die Zeiten der stabilen Handelsbeziehungen und verlĂ€sslichen internationalen Abkommen scheinen vorerst vorbei zu sein.

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