Kettner Edelmetalle
04.09.2025
11:27 Uhr

Goldman Sachs prophezeit Gold-Explosion: Bis zu 5.000 Dollar bei Fed-Kollaps möglich

Die Goldparty geht weiter – und sie könnte noch viel wilder werden, als selbst die kĂŒhnsten Optimisten zu trĂ€umen wagen. Goldman Sachs, die mĂ€chtige Wall-Street-Bank, wirft jetzt Zahlen in den Ring, die selbst hartgesottene Edelmetall-Fans aufhorchen lassen: 5.000 US-Dollar pro Unze Gold. Das wĂ€re fast eine Verdopplung vom aktuellen Niveau. Der Grund? Die wachsende Gefahr, dass die US-Notenbank Fed ihre UnabhĂ€ngigkeit verlieren könnte – ein Szenario, das unter der Trump-Administration plötzlich nicht mehr so abwegig erscheint.

Die Mechanik hinter der Mega-Rallye

Die Analysten von Goldman Sachs haben durchgerechnet: Sollten nur lĂ€ppische 1 Prozent der privaten US-Staatsanleihen-BestĂ€nde in Gold umgeschichtet werden, wĂŒrde dieser Kapitalstrom den Goldpreis auf nahezu 5.000 Dollar katapultieren. Im Basisszenario rechnet die Bank immerhin noch mit 4.000 Dollar bis Mitte 2026, im Risikoszenario mit 4.500 Dollar. Aber das wahre Feuerwerk kĂ€me erst, wenn das Vertrauen in die Fed-UnabhĂ€ngigkeit komplett erodiert.

"Gold ist ein Wertspeicher, der nicht auf institutionelles Vertrauen angewiesen ist", betonen die Goldman-Analysten. Eine Aussage, die in Zeiten wachsender politischer Einflussnahme auf die Geldpolitik schwerer wiegt als je zuvor.

Trump gegen Powell: Der Kampf um die Fed

Die Diskussion um die Fed-UnabhĂ€ngigkeit ist lĂ€ngst keine akademische Übung mehr. US-PrĂ€sident Donald Trump macht keinen Hehl daraus, dass er mehr Einfluss auf die Geldpolitik will. Sein jĂŒngster Versuch, Fed-Gouverneurin Lisa Cook aus dem Amt zu drĂ€ngen, zeigt, wie ernst es ihm ist. Selbst EZB-PrĂ€sidentin Christine Lagarde warnte am Montag eindringlich: Solche Schritte wĂŒrden eine "sehr ernste Gefahr fĂŒr die US-Wirtschaft und die Weltwirtschaft" darstellen.

Die Konsequenzen eines Verlusts der Notenbank-UnabhĂ€ngigkeit wĂ€ren verheerend: höhere Inflation, fallende Aktien- und Anleihekurse und – besonders brisant – eine SchwĂ€chung des US-Dollars als LeitwĂ€hrung. Genau das Szenario, in dem Gold traditionell glĂ€nzt.

Rekorde ĂŒber Rekorde – und kein Ende in Sicht

Schon jetzt zeigt Gold eine Performance, die selbst optimistische Prognosen ĂŒbertrifft. Mit einem Plus von ĂŒber 35 Prozent seit Jahresbeginn hat das Edelmetall am Mittwoch ein neues Rekordhoch von ĂŒber 3.578 US-Dollar erreicht. Die Treiber sind vielfĂ€ltig: Massive KĂ€ufe von Zentralbanken, die sich offenbar ebenfalls gegen eine mögliche Dollar-SchwĂ€che absichern wollen, Spekulationen auf baldige Zinssenkungen und die generelle Flucht in sichere HĂ€fen angesichts geopolitischer Unsicherheiten.

Goldman Sachs lĂ€sst keinen Zweifel: Gold bleibt ihre "Top-Empfehlung" unter den Rohstoffen. Die Bank rĂ€t Anlegern eindringlich, ihre Portfolios breiter zu diversifizieren – mit einem klaren Schwerpunkt auf das gelbe Metall.

Die neue Weltordnung der Geldpolitik

Was wir hier erleben, könnte der Beginn einer fundamentalen Verschiebung im globalen Finanzsystem sein. Wenn die wichtigste Notenbank der Welt ihre UnabhĂ€ngigkeit verliert, wenn politische Interessen ĂŒber ökonomische Vernunft triumphieren, dann stehen wir vor einer Zeitenwende. In einer solchen Welt wird Gold wieder zu dem, was es jahrtausendelang war: Der ultimative Wertspeicher, unabhĂ€ngig von Regierungen, Notenbanken und politischen Launen.

Die Ironie der Geschichte: Ausgerechnet unter einem PrĂ€sidenten, der Amerika wieder groß machen will, könnte der US-Dollar seine Vormachtstellung verlieren. Und wĂ€hrend die Politiker in Washington ihre MachtkĂ€mpfe austragen, stimmen die MĂ€rkte bereits mit den FĂŒĂŸen ab – zugunsten des einzigen Vermögenswerts, der noch nie von einer Regierung kontrolliert werden konnte.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger muss seine Investitionsentscheidungen selbst treffen und trĂ€gt die volle Verantwortung fĂŒr seine Anlageentscheidungen. Wir empfehlen, vor jeder Investition ausreichend zu recherchieren und gegebenenfalls professionellen Rat einzuholen.

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