Kettner Edelmetalle
09.08.2025
11:03 Uhr

Gipfeltreffen in Alaska: Trump und Putin planen Ukraine-Deal ohne Selenskyj

Die WĂŒrfel scheinen gefallen zu sein. WĂ€hrend sich die GroßmĂ€chte auf ein historisches Treffen vorbereiten, steht der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj vor vollendeten Tatsachen. Am 15. August werden sich Donald Trump und Wladimir Putin in Alaska treffen – das erste persönliche GesprĂ€ch eines amtierenden US-PrĂ€sidenten mit dem russischen Staatschef seit vier Jahren. Was dabei herauskommt, könnte die Landkarte Europas nachhaltig verĂ€ndern.

Selenskyjs verzweifelte Videobotschaft

Mit einer emotionalen Videobotschaft versuchte Selenskyj, die drohende Einigung ĂŒber seinen Kopf hinweg zu verhindern. "Die Ukrainer werden dem Besatzer ihr Land nicht geben", erklĂ€rte er mit sichtbarer Verbitterung. Seine Worte klingen wie der verzweifelte Versuch eines Mannes, der spĂŒrt, dass ihm die Kontrolle entgleitet. Frieden könne es nicht auf Kosten ukrainischer Gebiete geben, betonte er – doch wer hört ihm noch zu?

Besonders brisant: Trump hatte bereits von einem "Gebietstausch" gesprochen, der beiden Seiten Vorteile bringen solle. "Wir werden einiges zurĂŒckbekommen, wir werden einiges tauschen", sagte der US-PrĂ€sident mit der ihm eigenen Nonchalance. FĂŒr Selenskyj mĂŒssen diese Worte wie ein Schlag ins Gesicht gewirkt haben.

Die RealitÀt holt die Ukraine ein

Die nackten Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: WĂ€hrend 2023 noch 90 Prozent der Ukrainer strikt gegen Gebietsabtretungen waren, sind es heute nur noch etwas mehr als die HĂ€lfte. Fast 40 Prozent können sich mittlerweile vorstellen, Land fĂŒr Frieden zu opfern. Diese Entwicklung zeigt, wie sehr der Krieg an den Nerven der Bevölkerung zehrt.

Selenskyj verweist zwar auf die ukrainische Verfassung, in der die Unteilbarkeit des Landes festgeschrieben sei. Doch was nĂŒtzen Paragraphen, wenn die RealitĂ€t eine andere Sprache spricht? Die russischen Truppen kontrollieren weite Teile der Ostukraine und die Krim – Fakten, die sich nicht wegdiskutieren lassen.

Ein Stellvertreterkrieg findet sein Ende

Was sich hier abzeichnet, ist das Ende eines Stellvertreterkriegs zwischen den USA und Russland. Die Ukraine war dabei nur der Spielball der GroßmĂ€chte – eine bittere Erkenntnis fĂŒr all jene, die an die westlichen Versprechen von Freiheit und Selbstbestimmung geglaubt haben. Trump und Putin werden sich einigen, und die EuropĂ€er werden das Ergebnis schlucken mĂŒssen.

Besonders pikant: Kremlberater Juri Uschakow lud Trump bereits zu einem Gegenbesuch nach Russland ein. Die beiden Staatschefs scheinen sich ihrer Sache sehr sicher zu sein. FĂŒr Selenskyj und seine UnterstĂŒtzer in Europa muss das wie blanker Hohn klingen.

Die Quittung fĂŒr verfehlte Politik

Man muss kein Putin-Versteher sein, um zu erkennen, dass dieser Konflikt von Anfang an vermeidbar gewesen wĂ€re. Die aggressive NATO-Osterweiterung, der von den USA mit fĂŒnf Milliarden Dollar finanzierte Maidan-Putsch und die völlige Ignoranz gegenĂŒber russischen Sicherheitsinteressen – all das hat zu dieser Katastrophe gefĂŒhrt.

Jetzt rÀcht sich die Hybris des Westens. WÀhrend hunderttausende Ukrainer ihr Leben verloren haben oder aus ihrer Heimat fliehen mussten, sitzen Trump und Putin am Verhandlungstisch und teilen das Land unter sich auf. Selenskyjs Warnung, dass alle Entscheidungen ohne Beteiligung der Ukraine "tote Entscheidungen" seien, wird ungehört verhallen.

Ein PrÀzedenzfall mit Folgen

Selenskyjs VorgĂ€nger Petro Poroschenko warnte, ein Frieden auf Grundlage territorialer ZugestĂ€ndnisse wĂŒrde einen gefĂ€hrlichen PrĂ€zedenzfall schaffen. Doch dieser PrĂ€zedenzfall existiert lĂ€ngst – man denke nur an die kampflose Übergabe der Krim 2014. Die Lehre daraus: Wer sich als Bauer einer Großmacht verbrauchen lĂ€sst, wird am Ende selbst geopfert.

Die Ukraine steht vor der bitteren Erkenntnis, dass die vollmundigen Versprechen des Westens nichts wert sind, wenn es hart auf hart kommt. Trump will schnelle Erfolge, Putin will seine Kriegsziele durchsetzen – und Selenskyj bleibt nur die Rolle des wĂŒtenden Zuschauers.

"Die Ukrainer werden dem Besatzer ihr Land nicht geben" – Selenskyjs trotzige Worte klingen angesichts der RealitĂ€t wie das Pfeifen im dunklen Wald.

Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass in der Weltpolitik nach wie vor das Recht des StĂ€rkeren gilt. Die Ukraine hat sich verzockt, der Westen hat falsche Hoffnungen geweckt, und am Ende zahlen die einfachen Menschen den Preis. Ein "echter und dauerhafter Frieden", wie ihn Selenskyj fordert, wird es unter diesen UmstĂ€nden nicht geben – nur einen faulen Kompromiss, der den nĂ€chsten Konflikt bereits in sich trĂ€gt.

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