Kettner Edelmetalle
13.08.2026
13:58 Uhr
KI-generiert

Friedensplan aus Kiew: Selenskyj warnt vor Putins Herbst-Mobilmachung

Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj hat den USA nach eigenen Angaben neue VorschlĂ€ge fĂŒr ein Kriegsende ĂŒbermittelt. VerkĂŒndet hat er das in seiner nĂ€chtlichen Videoansprache – Details blieb er schuldig. Zugleich warnte er vor einer neuen russischen Mobilmachung im Herbst.

«Wir haben unsere VorschlĂ€ge der amerikanischen Seite ĂŒbermittelt»

Mehr war aus Kiew nicht zu erfahren. Was in dem Papier steht, welche ZugestĂ€ndnisse es enthĂ€lt – und ob es ĂŒberhaupt welche enthĂ€lt: unbekannt. Nur die Stossrichtung ist klar. Washington solle die ukrainische Flugabwehr stĂ€rken und gleichzeitig den Druck auf Moskau erhöhen, damit Russland auf ein Ende und nicht auf eine VerlĂ€ngerung des Krieges hinarbeite.

Ein Plan, der auffÀllig nach Wunschzettel klingt

Medienberichten zufolge bittet Kiew die USA parallel darum, ihm fĂŒnf Prozent ihrer Patriot-RaketenbestĂ€nde zu verkaufen – als Schutzschild fĂŒr den kommenden Winter. FĂŒr Kritiker ist genau das der wunde Punkt: Wo endet der Friedensplan, wo beginnt die Bestellliste?

Die Verhandlungen liegen ohnehin weitgehend auf Eis. Moskau verlangt Berichten zufolge fĂŒr eine Einigung unter anderem die vollstĂ€ndige Abtretung von vier Regionen, die es fĂŒr sich beansprucht. Immerhin: Beide Seiten deuteten zuletzt an, dass US-UnterhĂ€ndler bald reisen könnten.

Hunderttausende neue Soldaten – behauptet Kiew

Brisanter ist Selenskyjs zweiter Vorwurf. Der ukrainische Geheimdienst verfĂŒge ĂŒber Beweise, dass Russland die Parlamentswahl im September als Vorwand fĂŒr eine neue Einberufungswelle nutzen wolle.

«Sie bereiten sich auf eine Mobilisierung im Herbst vor, unmittelbar nach der Imitation von Parlamentswahlen»

Bis Jahresende könnten demnach mehrere Hunderttausend zusĂ€tzliche Russen eingezogen werden, im Folgejahr noch einmal eine Ă€hnliche Grössenordnung. UnabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒfbar sind diese Angaben nicht. Und: Kiew hat schon mehrfach vor einer neuen Mobilmachung gewarnt – gekommen ist sie bislang nicht.

Aus Moskau klang es zuletzt anders. Der frĂŒhere PrĂ€sident Dmitri Medwedew erklĂ€rte im Juli, eine weitere Mobilmachung sei ĂŒberflĂŒssig, allein im ersten Halbjahr 2026 hĂ€tten 200.000 Freiwillige VertrĂ€ge unterschrieben. Eine offizielle russische Stellungnahme zu Selenskyjs VorwĂŒrfen gab es nicht. Die einzige echte Teilmobilmachung hatte der Kreml im Herbst 2022 ausgerufen – sie löste damals eine Fluchtwelle junger Russen aus.

Wahl ohne Gegner

Die russische Parlamentswahl ist fĂŒr den 18. bis 20. September angesetzt. Anfang der Woche schloss das Oberste Gericht die liberale Jabloko-Partei von der Abstimmung aus – die einzige offiziell registrierte Partei, die sich offen gegen den Krieg stellt. Die Partei kĂŒndigte laut Medienberichten Berufung an und sieht politische Motive.

FĂŒr Europa ist das keine ferne Nachricht. Jeder weitere Kriegswinter bedeutet neue Milliardenpakete, neue Schulden, neue Belastungen fĂŒr Steuerzahler – wĂ€hrend Berlin ohnehin mit einem 500-Milliarden-Sondervermögen jongliert. Aus Sicht unserer Redaktion wĂ€re etwas mehr Transparenz darĂŒber, was da eigentlich verhandelt wird, das Mindeste, was BĂŒrger erwarten dĂŒrfen.

Geopolitische Dauerkrisen, wachsende Staatsschulden und schleichende Geldentwertung sind seit jeher die Kulisse, vor der physische Edelmetalle ihre Rolle als krisenerprobter Vermögensanker spielen – als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschliesslich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir geben keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen. Jeder Anleger ist fĂŒr seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenstĂ€ndig recherchieren.

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