Kettner Edelmetalle
03.03.2026
07:02 Uhr

Fatwa aus Teheran: Deutschland im Fadenkreuz des iranischen Terrors

Was jahrelang von Sicherheitsexperten befĂŒrchtet und von der Politik strĂ€flich ignoriert wurde, könnte nun bittere RealitĂ€t werden. Nach dem Tod des iranischen Obersten FĂŒhrers Ali Chamenei infolge der amerikanisch-israelischen MilitĂ€rschlĂ€ge hat das Mullah-Regime am 1. MĂ€rz eine Fatwa ausgerufen – gerichtet „an alle Muslime" weltweit. Der Aufruf zur Rache fĂŒr den „MĂ€rtyrertod" des Staatsoberhaupts ist nichts weniger als eine religiöse KriegserklĂ€rung. Und Deutschland steht dabei ganz oben auf der Liste potenzieller Ziele.

Ein religiöser Brandbeschleuniger mit verheerendem Potenzial

Eine Fatwa ist eine religiöse Rechtsauskunft eines hochrangigen islamischen Gelehrten, verbindlich fĂŒr all jene, die dessen AutoritĂ€t anerkennen. Man muss kein Experte sein, um zu begreifen, welche Sprengkraft ein solcher Aufruf in einer globalisierten Welt entfalten kann – einer Welt, in der radikalisierte EinzeltĂ€ter nur einen Klick von der nĂ€chsten Anleitung zum Massenmord entfernt sind.

Der Historiker und Islamismus-Experte Heiko Heinisch schĂ€tzt die Gefahr unmissverstĂ€ndlich ein: Die Wahrscheinlichkeit fĂŒr spontane EinzeltĂ€terattentate sowie die Aktivierung von SchlĂ€ferzellen sei „relativ hoch". Die Fatwa wirke als Signal an bereits bestehende Strukturen. Der österreichische Terrorforscher Nicolas Stockhammer formuliert es noch drastischer: Die Fatwa des Mullah-Regimes sei ein „Brandbeschleuniger fĂŒr mögliche Attentate in Europa". Sie richte sich an eine „diffuse, transnationale UnterstĂŒtzerbasis" – vom organisierten Kern bis zum selbstradikalisierten EinzeltĂ€ter.

Deutschland: Ein Hotspot iranischer Netzwerke

Besonders alarmierend ist die EinschĂ€tzung der Experten mit Blick auf die Bundesrepublik. Deutschland gilt demnach als Hotspot fĂŒr Netzwerke der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) und des iranischen Geheimdienstes. Vor allem in Nordrhein-Westfalen und Bayern sollen Strukturen existieren, die ĂŒber erhebliches Potenzial verfĂŒgen, Anschlagsplanungen voranzutreiben. Seit 1979 seien dem Iran mehr als 100 ausgefĂŒhrte oder vereitelte AnschlĂ€ge in Europa zuzurechnen. Allein ein britischer Geheimdienstbericht habe von 20 versuchten iranischen AnschlĂ€gen seit Januar 2022 gesprochen.

Zwanzig versuchte AnschlĂ€ge in nur wenigen Jahren – und die Revolutionsgarden sind bis heute nicht europaweit als Terrororganisation eingestuft. Man muss sich diese AbsurditĂ€t auf der Zunge zergehen lassen. Moscheen und Vereine mit direkter Anbindung an das Teheraner Regime existieren weiterhin unbehelligt auf deutschem Boden. Heinisch bringt das Versagen der Politik auf den Punkt: „In der aktuellen Situation kann man nur noch hoffen, dass die Sicherheitsbehörden wissen, wen sie beobachten mĂŒssen." Hoffen. Das ist alles, was uns nach Jahrzehnten politischer NaivitĂ€t bleibt.

Erste Gewalttaten in den USA – ein Vorgeschmack?

Dass die Bedrohung keineswegs abstrakt ist, zeigt ein Blick ĂŒber den Atlantik. In Austin, Texas, erschoss ein 53-jĂ€hriger Senegalese in einer Bar zwei Menschen, 14 weitere wurden verletzt. Das FBI prĂŒft ein mögliches Terrormotiv im Zusammenhang mit den US-SchlĂ€gen gegen den Iran. Der TĂ€ter soll ein Iran-Shirt unter einem Pullover mit der Aufschrift „Allah" getragen haben. Wer hier noch von EinzelfĂ€llen spricht, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt – oder will sie nicht erkennen.

Politische Konsequenzen? Bisher nur warme Worte

Das Bundesinnenministerium reagiert mit der ĂŒblichen Beschwichtigungsrhetorik: Die Sicherheitsbehörden bewerteten die GefĂ€hrdungslage „fortlaufend" und passten Schutzmaßnahmen „bei Bedarf" an. Konkrete Hinweise auf unmittelbar bevorstehende AnschlĂ€ge lĂ€gen derzeit nicht vor. Die Lage sei jedoch „dynamisch". Dynamisch – ein Wort, das in der Sprache der BĂŒrokratie offenbar bedeutet: Wir wissen nicht genau, was kommt, aber es könnte schlimm werden.

Deutlich klarer positioniert sich der Vorsitzende der Deutschen Bundespolizeigewerkschaft, Heiko Teggatz. Er fordert, Aufnahmeprogramme unter Beteiligung von Nichtregierungsorganisationen umgehend auszusetzen. „Wir sollten keinesfalls mehr Menschen ins Land lassen, deren IdentitĂ€t nicht zweifelsfrei geklĂ€rt ist", so Teggatz. Eine Forderung, die eigentlich selbstverstĂ€ndlich sein sollte – in einem Land, das seine BĂŒrger zu schĂŒtzen hat.

Doch genau hier liegt das fundamentale Problem. Deutschland hat ĂŒber Jahre hinweg eine Migrationspolitik betrieben, die Kontrolle durch Vertrauen ersetzte und Sicherheit dem Zeitgeist opferte. Wer jeden ins Land lĂ€sst, ohne dessen IdentitĂ€t und Absichten zu kennen, importiert zwangslĂ€ufig auch die Konflikte der Herkunftsregionen. Diese bittere Wahrheit auszusprechen galt lange als politisch unkorrekt. Nun holt sie uns mit voller Wucht ein.

Jahrzehntelange VersÀumnisse rÀchen sich

Die Große Koalition unter Friedrich Merz steht vor einer BewĂ€hrungsprobe, die keinen Aufschub duldet. Es reicht nicht, die GefĂ€hrdungslage „fortlaufend zu bewerten". Es braucht konkrete Maßnahmen: die sofortige Einstufung der IRGC als Terrororganisation auf europĂ€ischer Ebene, die Schließung regimenaher Einrichtungen, eine konsequente Überwachung bekannter Netzwerke und – ja – eine ehrliche Debatte ĂŒber die Grenzen der Aufnahmebereitschaft.

Die Sicherheit der deutschen Bevölkerung muss an erster Stelle stehen. Nicht die Befindlichkeiten von NGOs, nicht die Angst vor unbequemen Wahrheiten und schon gar nicht das Wohlwollen internationaler Organisationen. Wer die eigenen BĂŒrger nicht schĂŒtzen kann oder will, hat als Regierung versagt. Es ist höchste Zeit, dass Berlin aufwacht – bevor es zu spĂ€t ist. Denn eines ist gewiss: Die Mullahs meinen es ernst. Und ihre Netzwerke in Deutschland sind lĂ€ngst bereit.

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