Kettner Edelmetalle
13.09.2025
10:56 Uhr

Energiewende-Wahnsinn: Deutschland braucht 118 neue Gaskraftwerke – und das ist erst der Anfang

Die Bundesnetzagentur hat Alarm geschlagen: Bis 2035 mĂŒsse Deutschland bis zu 118 neue Gaskraftwerke bauen, um die Stromversorgung zu sichern. Diese schockierende Zahl offenbart das ganze Ausmaß des Scheiterns der deutschen Energiepolitik. WĂ€hrend die Regierung Billionen in Wind und Solar pumpt, steht das Land vor einem energiepolitischen Desaster historischen Ausmaßes.

Ein Gaskraftwerk pro Monat – die absurde RealitĂ€t

Klaus MĂŒller, PrĂ€sident der Bundesnetzagentur, verkĂŒndete mit bemerkenswerter Nonchalance: „Die Stromversorgung ist auch in Zukunft sicher, wenn zusĂ€tzliche steuerbare KapazitĂ€ten errichtet werden." Was er verschweigt: Diese „zusĂ€tzlichen KapazitĂ€ten" bedeuten im Klartext, dass Deutschland jeden Monat ein neues Gaskraftwerk fertigstellen mĂŒsste. Bei einer mehrtĂ€gigen Dunkelflaute wĂ€ren sogar 387 Kraftwerke nötig – drei pro Monat!

Die Zahlen sind schwindelerregend: Im optimistischsten Szenario benötige Deutschland 22,4 Gigawatt neue Kraftwerksleistung, im realistischeren Fall der „verzögerten Energiewende" sogar 35,5 Gigawatt. Zum Vergleich: Ein durchschnittliches Gaskraftwerk leistet etwa 300 Megawatt. Die Rechnung ist simpel und erschreckend zugleich.

500 Gigawatt Erneuerbare – und trotzdem reicht es nicht

Besonders pikant: Trotz geplanter 500 Gigawatt installierter Leistung aus erneuerbaren Energien bis 2035 – eine geradezu groteske ÜberkapazitĂ€t – mĂŒssten die neuen Gaskraftwerke ein Drittel bis ĂŒber die HĂ€lfte des Strombedarfs decken können. Diese Zahlen entlarven die MĂ€r von der Energiewende als das, was sie ist: ein teures Luftschloss, das bei der ersten Windstille in sich zusammenfĂ€llt.

Der SystemstabilitĂ€tsbericht der Übertragungsnetzbetreiber liest sich wie ein Armutszeugnis der Energiewende. Die „Transiente StabilitĂ€t" des Netzes? „Nicht ausgereift". Die „Harmonische StabilitĂ€t"? In jedem Bereich „nicht ausgereift". Die Netzbetreiber mĂŒssen eingestehen, dass WindrĂ€der und Solaranlagen „unter konservativen Annahmen nicht zur NetzstĂ€rke beitragen". Im Klartext: Je mehr Wechselrichter von Wind- und Solaranlagen am Netz hĂ€ngen, desto instabiler wird das gesamte System.

Die Momentanreserve – das vergessene Fundament der Stromversorgung

Was die grĂŒnen EnergiewendetrĂ€umer gerne verschweigen: Konventionelle Kraftwerke mit ihren rotierenden Turbinen stabilisieren das Netz durch ihre Schwungmassen. Diese „Momentanreserve" gleicht Frequenz- und Spannungsschwankungen aus – etwas, was WindrĂ€der und Solaranlagen schlicht nicht können. Sie sind vielmehr auf ein stabiles Netz angewiesen, das sie selbst destabilisieren. Ein Teufelskreis, der bereits im April zu einem Stromausfall auf der iberischen Halbinsel fĂŒhrte.

Die Rechnung zahlt der BĂŒrger

NatĂŒrlich hat die Politik bereits eine Lösung parat: einen „KapazitĂ€tsmechanismus". Hinter diesem WortungetĂŒm verbirgt sich nichts anderes als eine neue Abgabe fĂŒr Stromkunden. Die BĂŒrger sollen also doppelt zahlen – erst fĂŒr den ĂŒberhasteten Ausbau der Erneuerbaren, dann fĂŒr die Gaskraftwerke, die deren UnzulĂ€nglichkeiten ausgleichen mĂŒssen.

Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) kĂŒndigte bereits an, Betreiber von Wind- und Solaranlagen stĂ€rker zur Verantwortung zu ziehen. Ein zaghafter Schritt in die richtige Richtung, der aber viel zu spĂ€t kommt. Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hatte versprochen, keine neuen Schulden zu machen. Stattdessen plant sie nun ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen fĂŒr Infrastruktur – ein Etikettenschwindel, der kĂŒnftige Generationen mit Zinsen und Tilgung belastet.

Das Versagen hat System

Besonders bitter: Bereits vor zwei Jahren forderte der damalige Wirtschaftsminister Robert Habeck (GrĂŒne) die Ausschreibung von 8,8 Gigawatt neuer Kraftwerksleistung. Passiert ist seitdem – nichts. Die Energiewende entpuppt sich als Potemkinsches Dorf, bei dem AnkĂŒndigungen und RealitĂ€t meilenweit auseinanderklaffen.

Der Bundesverband Solarwirtschaft kritisiert unterdessen, dass Batteriespeicher im Bericht zu wenig Beachtung fĂ€nden. Eine geradezu groteske Forderung, denn Batterien erzeugen keinen Strom – sie speichern ihn nur zwischen. Bei einer mehrtĂ€gigen Dunkelflaute helfen auch die schönsten Batterien nichts, wenn kein Strom zum Speichern da ist.

Ein energiepolitisches Desaster mit Ansage

Die Wahrheit ist unbequem: Deutschland manövriert sich mit seiner ideologiegetriebenen Energiepolitik in eine Sackgasse. Der gleichzeitige Ausstieg aus Kernkraft und Kohle bei forciertem Ausbau wetterabhĂ€ngiger Energiequellen war von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Nun sollen es Gaskraftwerke richten – ausgerechnet jene Technologie, die man eigentlich auch loswerden wollte.

Die Bundesnetzagentur prognostiziert fĂŒr 2035 einen Jahresstromverbrauch von 941 Terawattstunden – fast das Doppelte des heutigen Bedarfs. Woher dieser zusĂ€tzliche Strom kommen soll, wenn gleichzeitig die GrundlastfĂ€higkeit des Systems demontiert wird, bleibt das Geheimnis der Energiewendeplaner.

Was bleibt, ist die bittere Erkenntnis: Die deutsche Energiewende ist gescheitert. Die Rechnung fĂŒr dieses Experiment zahlen die BĂŒrger – mit explodierenden Strompreisen, drohenden Blackouts und einer Hypothek von Hunderten Milliarden Euro fĂŒr kommende Generationen. Es wird Zeit, dass die Politik endlich zur Vernunft kommt und einen realistischen Kurs einschlĂ€gt. Die Alternative ist der energiepolitische Kollaps.

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