
Dobrindts Asylwende vor Gericht: Wenn Richter die RealitÀt ignorieren
Die deutsche Justiz hat wieder einmal bewiesen, dass sie in einem Paralleluniversum lebt. WĂ€hrend an den Grenzen tĂ€glich die Ăberforderung durch unkontrollierte Migration sichtbar wird, erklĂ€rte das Berliner Verwaltungsgericht die ZurĂŒckweisungen von Asylbewerbern fĂŒr rechtswidrig. Ein Urteil, das die HandlungsfĂ€higkeit des Staates weiter untergrĂ€bt und zeigt, wie weit sich Teile der Justiz von den realen Problemen entfernt haben.
Ein Minister, der nicht einknickt
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt lieĂ sich von der Entscheidung nicht beeindrucken. Seine Reaktion war so klar wie notwendig: "Wir bleiben dabei." Der CSU-Politiker bezeichnete das bestehende Asylsystem als "dysfunktional" - eine Untertreibung angesichts der chaotischen ZustĂ€nde. Dass er den Richterspruch als bloĂen "Einzelfallbeschluss" abtut, zeigt: Hier steht endlich ein Minister, der sich nicht von weltfremden Gerichtsentscheidungen einschĂŒchtern lĂ€sst.
Die Bundesregierung wolle nun in die "Hauptsache" gehen und dort eine "dezidiertere BegrĂŒndung" vorlegen. Ein jahrelanger Rechtsstreit könnte folgen - Zeit, die Deutschland angesichts der Migrationskrise nicht hat. Doch immerhin: Die ZurĂŒckweisungen gehen weiter.
Die Macht des Faktischen
Sachsens MinisterprĂ€sident Michael Kretschmer brachte es auf den Punkt: "Die Macht des Faktischen wirkt lĂ€ngst." Die Bundespolizisten wĂŒrden vor Ort die Probleme lösen. Eine erfrischend pragmatische Sichtweise in Zeiten, in denen ideologische Verblendung oft ĂŒber gesunden Menschenverstand triumphiert.
"Die Bundespolizisten werden vor Ort die Probleme lösen. Es ist klar, dass die Bundesregierung Ernst macht und weiter durchzieht."
TatsĂ€chlich hatte das Verwaltungsgericht Berlin im Fall von drei Somaliern entschieden, dass diese nicht ohne PrĂŒfung des Asylantrags abgewiesen werden dĂŒrften. Die Entscheidung sei unanfechtbar, hieĂ es. Welches Land fĂŒr den Antrag zustĂ€ndig sei, mĂŒsse nach dem Dublin-Verfahren ermittelt werden - einem Verfahren, das seit Jahren mehr Theorie als Praxis ist.
Der dubiose Einzelfall
Besonders pikant: Die drei Somalis, um die es in dem Verfahren ging, waren bereits dreimal an der Grenze zurĂŒckgewiesen worden. Zweimal scheiterten sie an der OderbrĂŒcke in Frankfurt (Oder). Erst im dritten Anlauf, diesmal per Zug und offenbar gut vorbereitet, verlangten sie Asyl. Ein Schelm, wer dabei an organisierte SchlepperkriminalitĂ€t denkt.
Diese Details zeigen, wie absurd die Situation ist: Menschen, die mehrfach illegal einzureisen versuchen, werden von der Justiz geschĂŒtzt, wĂ€hrend der Staat, der seine Grenzen schĂŒtzen will, als Rechtsbrecher dargestellt wird.
Die ĂŒblichen VerdĂ€chtigen melden sich zu Wort
NatĂŒrlich durfte auch die Kritik aus den eigenen Reihen nicht fehlen. Der neue Menschenrechtsbeauftragte Lars Castellucci von der SPD nutzte die Gelegenheit, um gegen Dobrindts Kurs zu schieĂen. Er empfahl, sich an der Migrationspolitik der gescheiterten Ex-Innenministerin Nancy Faeser zu orientieren - jener Politik, die Deutschland erst in diese Misere gebracht hat.
Castelluccis Vorwurf, das Innenministerium sei nicht ausreichend in Abstimmung mit den PartnerlĂ€ndern gegangen, ist besonders zynisch. Als ob unsere NachbarlĂ€nder darauf warten wĂŒrden, noch mehr Migranten aufzunehmen, die eigentlich nach Deutschland wollen.
Ein notwendiger Kampf
Thomas Silberhorn vom Innenausschuss des Bundestags sieht in dem Rechtsstreit auch eine Chance: Die seit zehn Jahren strittige Frage der Dublin-Anwendung könne nun höchstrichterlich geklĂ€rt werden. Bis dahin bestehe keine Veranlassung, die ZurĂŒckweisungen einzustellen.
Diese Haltung ist richtig. Deutschland kann es sich nicht leisten, weiter als Magnet fĂŒr illegale Migration zu fungieren. Dobrindts konsequenter Kurs ist ein erster Schritt in die richtige Richtung - auch wenn die Justiz versucht, ihm Steine in den Weg zu legen.
Die Auseinandersetzung zeigt einmal mehr: Deutschland braucht nicht nur eine andere Migrationspolitik, sondern auch Richter, die verstehen, dass ein Staat ohne funktionierende Grenzen kein Staat mehr ist. Bis dahin bleibt zu hoffen, dass Minister wie Dobrindt standhaft bleiben und sich nicht von weltfremden Urteilen beirren lassen.










