Kettner Edelmetalle
10.07.2026
05:57 Uhr

Die Drohnen-Legende: Wie uns die Kriegspropaganda den nächsten "Wendepunkt" verkaufen will

Es ist ein Ritual, das sich mit einer geradezu erschreckenden Regelmäßigkeit wiederholt. Kaum vergeht ein Jahr im Ukraine-Krieg, ohne dass uns westliche Medien und Politiker den nächsten großen "Wendepunkt" verkünden. Diesmal, so heißt es, seien es die ukrainischen Drohnenangriffe tief im russischen Hinterland, die den Bären endlich in die Knie zwingen sollen. Doch wer genauer hinschaut, erkennt: Hier wird abermals Hoffnung mit Realität verwechselt – und das auf Kosten von Menschenleben und der Geldbeutel europäischer Steuerzahler.

Ein Narrativ auf tönernen Füßen

Der italienische Publizist Thomas Fazi hat sich die Mühe gemacht, das offizielle Kriegsmärchen einmal gründlich auseinanderzunehmen. Seine These: Die vielbeschworene "Drohnen-Offensive" sei kein Zeichen ukrainischer Stärke, sondern vielmehr ein Ausdruck purer Verzweiflung – und zugleich ein weiterer, hochgefährlicher Eskalationsschritt des Westens.

Erinnern wir uns: Über Jahre hinweg wurde uns eingehämmert, Russland sei 2022 grundlos und aus reiner Machtgier über die Ukraine hergefallen. Putin wolle das Land schlucken, die NATO bedrohen und ganz Europa unterwerfen. Diese schlichte Erzählung diente als moralische Blankovollmacht für Waffenlieferungen, Sanktionen und Milliarden an Steuergeldern. Doch, so Fazi, beruhe dieses Narrativ von Beginn an auf Auslassungen und bequemen Halbwahrheiten.

Die NATO-Osterweiterung, die jahrelange Aufrüstung der Ukraine und die diplomatischen Warnsignale vor dem Februar 2022 wurden systematisch ausgeblendet oder verharmlost.

Wer kritisch war, wurde zum "Putin-Versteher" gestempelt

Wer es wagte, diese offiziellen Wahrheiten zu hinterfragen, dem wurde flugs das Etikett des "Putin-Verstehers" oder gar des "Verschwörungstheoretikers" umgehängt. Ein bewährtes Muster, das wir in Deutschland leider nur allzu gut kennen. Während die eigene Bevölkerung unter Inflation, Energiekrise und einer schleichenden Deindustrialisierung ächzte, floss der Steuergroschen munter gen Kiew. Die Frage, ob dieser Krieg wirklich unvermeidbar gewesen sei, wurde gar nicht erst zugelassen.

Die immer gleiche Platte: "Die Ukraine gewinnt!"

Man kennt die Melodie mittlerweile auswendig. Zuerst war es die legendäre "Gegenoffensive" 2023, die grandios im Sande verlief. Nun soll die Drohnenkampagne das neue Wundermittel sein. Doch auf dem Schlachtfeld sieht die Wirklichkeit ganz anders aus. Die russische Armee rückt vor, insbesondere im Donbass. Mit der Einnahme von Kostjantyniwka fiel die größte Ortschaft seit Mariupol.

Gleichzeitig leidet die ukrainische Armee unter dramatischem Personalmangel. Die sogenannte "Busifikation" – das gewaltsame Einfangen junger Männer auf offener Straße, um sie an die Front zu schicken – spricht Bände über die Verzweiflung, die in Kiew mittlerweile herrscht. Ist das der Zustand einer Armee, die kurz vor dem Sieg steht?

Vom "Proxy-Krieg" zum offenen NATO-Konflikt

Besonders brisant ist Fazis Beobachtung über den wahren Charakter dieses Konflikts. Die Drohnenangriffe auf russisches Territorium würden keineswegs im ukrainischen Alleingang geplant. Sie erfolgten mit westlicher Aufklärung, mit westlich gelieferten Waffensystemen und mittlerweile sogar durch ein ausdrückliches G7-Versprechen zur Beschleunigung von Langstreckenfähigkeiten.

Damit sei die Fiktion vom "Stellvertreterkrieg" endgültig Geschichte. In allem außer der formellen Kriegserklärung, so die bittere Schlussfolgerung, handle es sich um einen direkten Konflikt zwischen NATO und Russland. Russland hat auf diese Eskalation bereits mit einigen der schwersten Angriffe auf Kiew reagiert. Ein Spiel mit dem Feuer, dessen Tragweite man in Brüssel und Berlin offenbar völlig ausblendet.

Der wahre Zweck der Lüge: Kriegsverlängerung

Wozu dient dieser ewige "Wendepunkt"-Zirkus also? Die Antwort liegt auf der Hand. Solange man den Menschen einredet, die Ukraine könne den Krieg noch gewinnen, lässt sich die Kriegsmaschinerie am Laufen halten – auf Kosten Hunderttausender Soldaten und der wirtschaftlichen Stabilität ganz Europas. Man spielt hier mit einer Atommacht, die bislang bemerkenswerte Zurückhaltung an den Tag gelegt hat.

Und mittendrin eine deutsche Politik, die weiter Waffen und Eskalationsrhetorik liefert, statt endlich auf Diplomatie zu setzen. Es wäre höchste Zeit, dass unsere Verantwortlichen die Interessen des eigenen Volkes über geopolitische Abenteuer stellen. Doch danach sieht es derzeit nicht aus.

Was bedeutet das für den kluger Anleger?

In Zeiten, in denen Kriege eskalieren, Währungen durch ausufernde Staatsschulden entwertet werden und das Vertrauen in politische Institutionen schwindet, besinnen sich viele Menschen auf jahrtausendealte Werte. Physisches Gold und Silber haben schon so manche Krise, so manchen Krieg und so manche Fehlpolitik überdauert. Als krisenfester Baustein eines breit gestreuten Vermögens können Edelmetalle einen wertvollen Anker gegen die Stürme der Weltpolitik bilden.

Hinweis: Die in diesem Beitrag geäußerten Einschätzungen geben die Meinung unserer Redaktion wieder und stellen keine Anlageberatung dar. Wir betreiben keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Jeder Leser ist selbst verpflichtet, sorgfältig zu recherchieren und trägt für seine Anlageentscheidungen die alleinige Verantwortung.

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