
Die Drohnen-Legende: Wie uns die Kriegspropaganda den nÀchsten "Wendepunkt" verkaufen will
Es ist ein Ritual, das sich mit einer geradezu erschreckenden RegelmĂ€Ăigkeit wiederholt. Kaum vergeht ein Jahr im Ukraine-Krieg, ohne dass uns westliche Medien und Politiker den nĂ€chsten groĂen "Wendepunkt" verkĂŒnden. Diesmal, so heiĂt es, seien es die ukrainischen Drohnenangriffe tief im russischen Hinterland, die den BĂ€ren endlich in die Knie zwingen sollen. Doch wer genauer hinschaut, erkennt: Hier wird abermals Hoffnung mit RealitĂ€t verwechselt â und das auf Kosten von Menschenleben und der Geldbeutel europĂ€ischer Steuerzahler.
Ein Narrativ auf tönernen FĂŒĂen
Der italienische Publizist Thomas Fazi hat sich die MĂŒhe gemacht, das offizielle KriegsmĂ€rchen einmal grĂŒndlich auseinanderzunehmen. Seine These: Die vielbeschworene "Drohnen-Offensive" sei kein Zeichen ukrainischer StĂ€rke, sondern vielmehr ein Ausdruck purer Verzweiflung â und zugleich ein weiterer, hochgefĂ€hrlicher Eskalationsschritt des Westens.
Erinnern wir uns: Ăber Jahre hinweg wurde uns eingehĂ€mmert, Russland sei 2022 grundlos und aus reiner Machtgier ĂŒber die Ukraine hergefallen. Putin wolle das Land schlucken, die NATO bedrohen und ganz Europa unterwerfen. Diese schlichte ErzĂ€hlung diente als moralische Blankovollmacht fĂŒr Waffenlieferungen, Sanktionen und Milliarden an Steuergeldern. Doch, so Fazi, beruhe dieses Narrativ von Beginn an auf Auslassungen und bequemen Halbwahrheiten.
Die NATO-Osterweiterung, die jahrelange AufrĂŒstung der Ukraine und die diplomatischen Warnsignale vor dem Februar 2022 wurden systematisch ausgeblendet oder verharmlost.
Wer kritisch war, wurde zum "Putin-Versteher" gestempelt
Wer es wagte, diese offiziellen Wahrheiten zu hinterfragen, dem wurde flugs das Etikett des "Putin-Verstehers" oder gar des "Verschwörungstheoretikers" umgehÀngt. Ein bewÀhrtes Muster, das wir in Deutschland leider nur allzu gut kennen. WÀhrend die eigene Bevölkerung unter Inflation, Energiekrise und einer schleichenden Deindustrialisierung Àchzte, floss der Steuergroschen munter gen Kiew. Die Frage, ob dieser Krieg wirklich unvermeidbar gewesen sei, wurde gar nicht erst zugelassen.
Die immer gleiche Platte: "Die Ukraine gewinnt!"
Man kennt die Melodie mittlerweile auswendig. Zuerst war es die legendĂ€re "Gegenoffensive" 2023, die grandios im Sande verlief. Nun soll die Drohnenkampagne das neue Wundermittel sein. Doch auf dem Schlachtfeld sieht die Wirklichkeit ganz anders aus. Die russische Armee rĂŒckt vor, insbesondere im Donbass. Mit der Einnahme von Kostjantyniwka fiel die gröĂte Ortschaft seit Mariupol.
Gleichzeitig leidet die ukrainische Armee unter dramatischem Personalmangel. Die sogenannte "Busifikation" â das gewaltsame Einfangen junger MĂ€nner auf offener StraĂe, um sie an die Front zu schicken â spricht BĂ€nde ĂŒber die Verzweiflung, die in Kiew mittlerweile herrscht. Ist das der Zustand einer Armee, die kurz vor dem Sieg steht?
Vom "Proxy-Krieg" zum offenen NATO-Konflikt
Besonders brisant ist Fazis Beobachtung ĂŒber den wahren Charakter dieses Konflikts. Die Drohnenangriffe auf russisches Territorium wĂŒrden keineswegs im ukrainischen Alleingang geplant. Sie erfolgten mit westlicher AufklĂ€rung, mit westlich gelieferten Waffensystemen und mittlerweile sogar durch ein ausdrĂŒckliches G7-Versprechen zur Beschleunigung von LangstreckenfĂ€higkeiten.
Damit sei die Fiktion vom "Stellvertreterkrieg" endgĂŒltig Geschichte. In allem auĂer der formellen KriegserklĂ€rung, so die bittere Schlussfolgerung, handle es sich um einen direkten Konflikt zwischen NATO und Russland. Russland hat auf diese Eskalation bereits mit einigen der schwersten Angriffe auf Kiew reagiert. Ein Spiel mit dem Feuer, dessen Tragweite man in BrĂŒssel und Berlin offenbar völlig ausblendet.
Der wahre Zweck der LĂŒge: KriegsverlĂ€ngerung
Wozu dient dieser ewige "Wendepunkt"-Zirkus also? Die Antwort liegt auf der Hand. Solange man den Menschen einredet, die Ukraine könne den Krieg noch gewinnen, lĂ€sst sich die Kriegsmaschinerie am Laufen halten â auf Kosten Hunderttausender Soldaten und der wirtschaftlichen StabilitĂ€t ganz Europas. Man spielt hier mit einer Atommacht, die bislang bemerkenswerte ZurĂŒckhaltung an den Tag gelegt hat.
Und mittendrin eine deutsche Politik, die weiter Waffen und Eskalationsrhetorik liefert, statt endlich auf Diplomatie zu setzen. Es wĂ€re höchste Zeit, dass unsere Verantwortlichen die Interessen des eigenen Volkes ĂŒber geopolitische Abenteuer stellen. Doch danach sieht es derzeit nicht aus.
Was bedeutet das fĂŒr den kluger Anleger?
In Zeiten, in denen Kriege eskalieren, WĂ€hrungen durch ausufernde Staatsschulden entwertet werden und das Vertrauen in politische Institutionen schwindet, besinnen sich viele Menschen auf jahrtausendealte Werte. Physisches Gold und Silber haben schon so manche Krise, so manchen Krieg und so manche Fehlpolitik ĂŒberdauert. Als krisenfester Baustein eines breit gestreuten Vermögens können Edelmetalle einen wertvollen Anker gegen die StĂŒrme der Weltpolitik bilden.
Hinweis: Die in diesem Beitrag geĂ€uĂerten EinschĂ€tzungen geben die Meinung unserer Redaktion wieder und stellen keine Anlageberatung dar. Wir betreiben keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Jeder Leser ist selbst verpflichtet, sorgfĂ€ltig zu recherchieren und trĂ€gt fĂŒr seine Anlageentscheidungen die alleinige Verantwortung.










