Kettner Edelmetalle
14.07.2026
05:51 Uhr

Deutschlands einziges Damenbad kapituliert: Wenn Erholung zur Illusion wird

Es ist ein Ort mit Geschichte, ein Refugium fĂŒr Frauen, ein StĂŒck deutscher BĂ€derkultur – und nun ein weiteres Mahnmal fĂŒr den Zustand unseres Landes. Das Lorettobad in Freiburg, das einzige reine Damenbad Deutschlands, sieht sich gezwungen, den Einlass zu beschrĂ€nken. Freitags bis sonntags haben nur noch Frauen und MĂ€dchen ab sechzehn Jahren Zutritt. Der Grund? Ein Ansturm, der jede Vorstellung von Erholung ad absurdum fĂŒhrt.

Wenn ein Idyll zum Krisengebiet wird

Man muss sich das einmal auf der Zunge zergehen lassen: Ein Bad, das seit Generationen ein Hort der Ruhe war, ein geschĂŒtzter Raum speziell fĂŒr Frauen, muss nun die Reißleine ziehen. Der Betreiber spricht vornehm von „quantitativen Herausforderungen“ und einer „Dimension“, die einen erholsamen Aufenthalt „kaum mehr“ ermögliche. Übersetzt in Klartext heißt das: Es geht drunter und drĂŒber.

StammgĂ€ste berichten von migrantischen Gruppen, die an den Wochenenden in Scharen einfielen. Ein GrĂŒndungsmitglied des Vereins „Freunde des Lorettobades“ wandte sich gar mit einem offenen Brief an OberbĂŒrgermeister Martin Horn. GrĂ¶ĂŸere Besuchergruppen aus dem Elsass wĂŒrden regelmĂ€ĂŸig mit Kleinbussen anreisen. Frauen gingen in langen GewĂ€ndern, in ihrer Alltagskleidung, ins Wasser. Von einem geordneten Badebetrieb keine Spur.

Zwei Rentnerinnen, die sich nicht mehr trauen, ihren Namen zu nennen

Besonders bezeichnend ist eine Randnotiz, die eigentlich eine Hauptschlagzeile verdient hĂ€tte: Zwei langjĂ€hrige StammgĂ€ste, beide Rentnerinnen, bestĂ€tigten die ZustĂ€nde – wollten aber anonym bleiben. In welchem Deutschland leben wir eigentlich, wenn Ă€ltere Damen sich nicht mehr trauen, offen zu sagen, dass ihr Lieblingsbad im Chaos versinkt? An Wochenenden sei „kaum noch an Erholung zu denken“ gewesen, berichten die beiden. HĂ€ufig seien es Besucherinnen aus Frankreich gewesen, die sich schlicht nicht an die Regeln gehalten hĂ€tten.

„Wenn aus dem Damenbad ein Erlebnisbad wird, dann verliert das Bad seinen Charakter.“ – OberbĂŒrgermeister Martin Horn

Die vertraute Rhetorik der Beschwichtigung

Und dann tritt der OberbĂŒrgermeister auf den Plan, parteilos, aber im Duktus perfekt geschult. Man wolle „keine bestimmten Personengruppen ausschließen“, betont die Stadt. Man reagiere „ausschließlich“ auf quantitative Herausforderungen. Kinder und Jugendliche auszuschließen sei „natĂŒrlich schwierig“. Es ist stets dieselbe verklausulierte Sprache, mit der offensichtliche Probleme in bĂŒrokratischem Nebel verschwinden sollen.

Die entscheidende Frage aber bleibt unausgesprochen: Warum muss ein deutsches Traditionsbad ĂŒberhaupt seine TĂŒren fĂŒr die Allgemeinheit schließen, um seinen eigentlichen Zweck noch erfĂŒllen zu können? Die Antwort kennt jeder, der die RealitĂ€t in diesem Land nicht durch die rosarote Brille betrachtet. Und es ist keineswegs nur die Meinung unserer Redaktion – ein Großteil der BĂŒrger sieht die Entwicklungen mit wachsender Sorge und dem GefĂŒhl, dass die Politik lĂ€ngst die Kontrolle verloren hat.

Ein kleines Bad als Spiegel eines großen Versagens

Das Lorettobad ist nur ein Mosaikstein. Aber es ist einer, der schmerzhaft deutlich zeigt, wie sehr sich das öffentliche Leben verĂ€ndert hat. Wo einst geruhsame Nachmittage möglich waren – Aufnahmen aus dem Jahr 2009 zeugen von dieser fast idyllischen Ruhe –, herrscht heute ein Zustand, der drastische Maßnahmen erzwingt. Deutschland braucht endlich eine Politik, die fĂŒr die eigenen BĂŒrger regiert und nicht gegen sie. Bis dahin bleiben uns Einlass-Stopps als traurige Notlösung.

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