
Der beste Freund des Roboters: Wie ein US-Senator Millionen Jobs den Maschinen zum Fraß vorwirft

Es gibt Politiker, die verstehen die Wirtschaft. Und es gibt jene, die glauben, mit einem Federstrich die ökonomischen Grundgesetze außer Kraft setzen zu können. Der US-Senator Chris Murphy gehört zweifelsohne zur zweiten Kategorie. Mit seinem jüngsten Gesetzesvorstoß, dem klangvoll betitelten "Living Wage for All Act", präsentiert er ein Musterbeispiel dafür, wie gut gemeinte Sozialromantik in einen wirtschaftlichen Bumerang mündet.
Von 7,25 auf 25 Dollar: Ein Sprung ins Ungewisse
Der Plan liest sich auf den ersten Blick verlockend: Der bundesweite Mindestlohn in den USA soll über zwölf Jahre hinweg von aktuell 7,25 Dollar auf sagenhafte 25 Dollar pro Stunde klettern. Das entspräche einer Steigerung von satten 245 Prozent. Wer hier applaudiert, sollte kurz innehalten und fragen: Wer bezahlt eigentlich die Zeche?
Denn während der Senator sich als Retter der arbeitenden Klasse inszeniert, jubeln vermutlich ganz andere: die Roboter. In einer Zeit, in der Automatisierung und künstliche Intelligenz ohnehin in Rekordgeschwindigkeit menschliche Arbeitskräfte ersetzen, tut Murphy alles dafür, den Preis für menschliche Arbeit weiter in die Höhe zu treiben. Wer die Kosten für den Menschen künstlich verteuert, macht die Maschine umso attraktiver. So einfach ist die Rechnung.
Kalifornien als warnendes Menetekel
Man müsste nicht einmal in die Kristallkugel schauen, um die Folgen abzusehen. Der Blick nach Kalifornien genügt. Dort haben die Demokraten bereits vorexerziert, was passiert, wenn ideologische Wunschträume auf die Realität treffen. Eine Studie der University of California-Santa Cruz kam zu einem ernüchternden Ergebnis: höhere Preise auf den Speisekarten, gekürzte Arbeitszeiten, das flächendeckende Streichen von Überstunden und der Verlust von Zusatzleistungen für die Angestellten.
Konfrontiert mit gesetzlich verordneten höheren Lohnkosten hätten die Unternehmen schlicht ihre Belegschaften verkleinert und die Preise angehoben, so das Fazit der Forscher.
Wer hätte es gedacht? Offenbar niemand in den Reihen jener Politiker, die sich für die glühenden Verteidiger der kleinen Leute halten. In Kalifornien kostet inzwischen ein Essen für zwei Personen rund 30 Dollar – die höheren Lohnkosten werden eben brav an den Verbraucher durchgereicht. Der angebliche Segen für die Arbeitnehmer entpuppt sich als Fluch für alle.
Ein Kapitalismus-Kritiker, der nie ein Unternehmen führte
Besonders pikant: Murphy beeilte sich im NBC-Interview zu betonen, er sei "kein demokratischer Sozialist" – nur um im nächsten Atemzug den Kapitalismus frontal anzugreifen. Diese Version des Kapitalismus funktioniere nicht, ließ er wissen, und man könne sich einen 25-Dollar-Mindestlohn durchaus leisten – man wolle nur nicht.
Wer ist dieses "man"? Der Senator selbst hat, so darf man festhalten, in seinem gesamten Leben nie ein Unternehmen geführt. Er hat einen Jura-Abschluss erworben und sein Dasein als Berufspolitiker verbracht – also mit dem Ausgeben fremden Geldes. Ausgerechnet solche Männer erklären der Wirtschaft, wie sie zu funktionieren habe. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen.
Die perfide Logik dahinter
Und hier wird es beinahe zynisch: Die größten Verlierer dieser Politik sind ausgerechnet die schwächsten Glieder der Arbeitskette – jene Menschen mit geringer Qualifikation, die auf Einstiegsjobs angewiesen sind. Sie werden als Erste durch Automaten ersetzt. Warum sollte ein Restaurant Menschen für die Zubereitung immergleicher Gerichte bezahlen, wenn ein Roboter dieselbe Arbeit ohne Krankenversicherung, ohne Lohnstreit und ohne Schichtprobleme erledigt?
Es drängt sich ein bitterer Verdacht auf: Je mehr Menschen ihre Arbeit verlieren, desto mehr werden sich hilfesuchend an den Staat wenden. Die Rolle des Staates wächst, die Abhängigkeit der Bürger auch. Eine "gehaltene Bevölkerung", abhängig von staatlichen Almosen – ist das am Ende womöglich sogar das eigentliche Ziel? Die sozialistische Umverteilungsmaschinerie jedenfalls würde sich ins Fäustchen lachen.
Eine Warnung, die weit über die USA hinausreicht
Auch hierzulande sollte man diese Entwicklung mit wachem Auge verfolgen. Denn die Melodie ist uns nur allzu vertraut. Auch in Deutschland wurde der Mindestlohn jüngst auf 12,82 Euro angehoben, und auch hier tönt es aus gewissen politischen Ecken, man müsse "nur wollen". Doch Wohlstand entsteht nicht per Dekret. Er entsteht durch Wertschöpfung, durch unternehmerischen Mut und durch eine Politik, die der Wirtschaft nicht ständig Knüppel zwischen die Beine wirft.
Am Ende bleibt eine schlichte Erkenntnis: Chris Murphy dürfte als der beste Freund in die Geschichte eingehen, den ein Roboter jemals im Kongress hatte. Die menschlichen Arbeiter aber, denen er zu helfen vorgibt, stehen am Ende im Regen.
Was der besonnene Anleger daraus lernt
In einer Welt, in der staatliche Eingriffe die Preise treiben, die Inflation befeuern und ganze Arbeitsmärkte durcheinanderwirbeln, gewinnt eines an Bedeutung: die Bewahrung realer Werte. Wer sein Vermögen gegen die Kaufkraftverluste solcher politischer Experimente absichern möchte, findet in physischem Gold und Silber seit jeher einen verlässlichen Anker. Edelmetalle kennen keine Lohnnebenkosten, keine Tarifverhandlungen und keine ideologischen Wunschträume – sie stehen einfach für beständigen Wert. Als sinnvolle Beimischung zu einem breit gestreuten Portfolio sind sie ein bewährtes Mittel zur Vermögenssicherung.
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