Kettner Edelmetalle
23.06.2025
13:51 Uhr

Britische Regierung laviert bei US-Angriffen auf iranische Atomanlagen – Lammy verweigert klare Stellungnahme

Der britische Außenminister David Lammy hat sich in einem bemerkenswerten Eiertanz um eine klare Position zu den jĂŒngsten US-Luftangriffen auf iranische Nuklearanlagen gewunden. In einem Interview mit BBC Radio 4 weigerte sich Lammy gleich mehrfach, die Frage zu beantworten, ob Großbritannien die amerikanischen MilitĂ€rschlĂ€ge vom Samstag unterstĂŒtze oder ob diese ĂŒberhaupt völkerrechtlich legal seien.

Diplomatisches Versteckspiel statt klarer Kante

Was fĂŒr ein erbĂ€rmliches Schauspiel britischer Außenpolitik! WĂ€hrend die USA unter PrĂ€sident Trump entschlossen gegen die iranische Bedrohung vorgehen, versteckt sich Lammy hinter diplomatischen Floskeln. Dreimal wurde er nach der LegalitĂ€t der Angriffe gefragt – dreimal wich er aus und verwies darauf, dass dies eine Frage fĂŒr Washington sei. Man könnte meinen, der britische Außenminister habe seine eigene Meinung im Londoner Nebel verloren.

Besonders pikant: Lammy vermied es wĂ€hrend des gesamten 15-minĂŒtigen Interviews tunlichst, die US-LuftschlĂ€ge auch nur einmal explizit zu unterstĂŒtzen. Stattdessen flĂŒchtete er sich in vage Formulierungen ĂŒber "diplomatische Lösungen" und "Verhandlungstische". Ein Armutszeugnis fĂŒr die einstige Weltmacht Großbritannien, die sich offenbar nicht mehr traut, zu ihren wichtigsten VerbĂŒndeten zu stehen.

Iran spielt weiter mit dem Feuer

Dabei wĂ€re eine klare Haltung dringend geboten. Der Iran reichert nach Lammys eigenen Angaben Uran auf bis zu 60 Prozent an – weit ĂŒber dem fĂŒr zivile Zwecke notwendigen Niveau. Die Mullahs in Teheran betreiben seit Jahren ein gefĂ€hrliches Spiel mit der internationalen Gemeinschaft, verschleiern ihre wahren Absichten und nĂ€hern sich Schritt fĂŒr Schritt der Atombombe.

"Man kann mit dem iranischen Atomprogramm nur diplomatisch umgehen", behauptete Lammy allen Ernstes. Eine naive EinschÀtzung, die die letzten Jahrzehnte gescheiterter Diplomatie mit dem Iran geflissentlich ignoriert.

Die RealitĂ€t sieht anders aus: WĂ€hrend der Westen verhandelt und beschwichtigt, arbeitet Teheran unbeirrt an seiner nuklearen AufrĂŒstung. Die US-Angriffe könnten das iranische Atomprogramm laut Lammy "um mehrere Jahre zurĂŒckgeworfen" haben – ein EingestĂ€ndnis, dass militĂ€rische Maßnahmen durchaus wirksam sein können, auch wenn er dies nicht offen aussprechen möchte.

Trump spricht Klartext – Europa druckst herum

PrĂ€sident Trump hatte in den sozialen Medien von einem möglichen Regimewechsel in Teheran gesprochen – eine Option, die Lammy eilig vom Tisch wischte. "Das steht derzeit nicht zur Debatte", versicherte er und berief sich auf GesprĂ€che im Weißen Haus. Doch warum eigentlich nicht? Das iranische Regime unterdrĂŒckt seit Jahrzehnten sein eigenes Volk, finanziert Terror im gesamten Nahen Osten und bedroht die StabilitĂ€t der Region.

Besonders entlarvend war Lammys Reaktion auf die Kritik des ehemaligen schwedischen Premierministers Carl Bildt. Dieser hatte europĂ€ischen FĂŒhrern vorgeworfen, durch ihre "Blindheit" gegenĂŒber der LegalitĂ€t amerikanischer Aktionen ihre Position bezĂŒglich Putins Invasion in der Ukraine zu untergraben. Lammys schwache Erwiderung, es gebe keine moralische Äquivalenz zwischen beiden FĂ€llen, ĂŒberzeugt kaum. Entweder gilt das Völkerrecht fĂŒr alle – oder fĂŒr niemanden.

Europa muss endlich Farbe bekennen

Die britische Regierung unter Labour zeigt einmal mehr, dass sie außenpolitisch orientierungslos ist. Anstatt sich klar an die Seite der USA zu stellen und entschlossen gegen die iranische Bedrohung vorzugehen, versteckt man sich hinter diplomatischen WorthĂŒlsen. Diese Unentschlossenheit sendet fatale Signale – sowohl an die Mullahs in Teheran als auch an andere Schurkenstaaten weltweit.

Die Verhandlungen zwischen Iran und den E3-Staaten (Frankreich, Deutschland, Großbritannien) verliefen laut Lammy "sehr hart". Kein Wunder – wĂ€hrend Europa auf Diplomatie setzt, bereitet sich Iran auf die Bombe vor. Es ist höchste Zeit, dass die europĂ€ischen Regierungen ihre rosarote Brille abnehmen und der RealitĂ€t ins Auge blicken: Mit einem Regime, das "TĂ€uschung und Verschleierung" betreibt, wie Lammy selbst einrĂ€umt, lĂ€sst sich nicht auf Augenhöhe verhandeln.

Die Geschichte lehrt uns, dass Appeasement gegenĂŒber aggressiven Regimen nie funktioniert hat. WĂ€hrend Lammy von "Ausstiegsrampen" fĂŒr den Iran fantasiert, arbeitet Teheran unbeirrt an seiner nuklearen Bewaffnung. Die US-Angriffe mögen das Programm verlangsamt haben – gestoppt haben sie es nicht. Solange Europa nicht bereit ist, dem Iran mit der notwendigen HĂ€rte zu begegnen, wird die Bedrohung weiter wachsen. Gold und Silber könnten in diesen unsicheren Zeiten als krisensichere Anlage an Bedeutung gewinnen – denn wer weiß schon, wohin die Reise noch geht, wenn der Iran tatsĂ€chlich zur Atommacht wird.

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