Kettner Edelmetalle
12.03.2026
09:32 Uhr

Berliner Kriminalstatistik 2025: Die trĂŒgerische Ruhe hinter sinkenden Gesamtzahlen

Die Berliner Senatsverwaltung fĂŒr Inneres prĂ€sentierte am Mittwoch stolz die Polizeiliche Kriminalstatistik fĂŒr das Jahr 2025. Auf den ersten Blick könnte man meinen, die Hauptstadt sei sicherer geworden: 502.743 angezeigte Straftaten, ein RĂŒckgang um 6,7 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr. Der niedrigste Stand seit dem Pandemiejahr 2021. Doch wer genauer hinschaut, dem wird schnell klar: Die wirklich bedrohlichen Zahlen verstecken sich hinter der schönen Fassade.

Mord, Schusswaffen, Sexualdelikte – die brutale RealitĂ€t

WĂ€hrend Berlins Politiker sich fĂŒr sinkende Gesamtzahlen feiern lassen, explodieren ausgerechnet jene Deliktbereiche, die den BĂŒrgern am meisten Angst machen. Die Tötungsdelikte stiegen um erschreckende 41 Prozent auf 165 FĂ€lle. Zwar gehen allein 79 FĂ€lle eines Anfangsverdachts auf einen einzelnen Palliativmediziner zurĂŒck – doch selbst wenn man diese herausrechnet, bleibt ein beunruhigender Trend. Die SchusswaffenkriminalitĂ€t schoss regelrecht in die Höhe: Ein Plus von 68 Prozent auf 1.119 angezeigte FĂ€lle. In 515 FĂ€llen wurden tatsĂ€chlich SchĂŒsse abgegeben. Der Senat verweist zwar auf eine „prĂ€zisere statistische Erfassung", doch diese ErklĂ€rung dĂŒrfte den BĂŒrgern, die nachts durch Neukölln oder Wedding laufen, wenig Trost spenden.

Besonders alarmierend: Die Sexualdelikte nahmen um 15,7 Prozent zu. Kinderpornografische Inhalte verzeichneten einen Anstieg um 53,6 Prozent, jugendpornografische sogar um 86,8 Prozent. Die Behörden erklĂ€ren dies mit dem Abbau eines BearbeitungsrĂŒckstandes bei Hinweisen der US-Organisation NCMEC. Man fragt sich unwillkĂŒrlich: Wie viele FĂ€lle schlummern noch in den AktenschrĂ€nken?

Messergewalt: Ein Dauerbrenner, der nicht verschwinden will

3.599 FĂ€lle von MesserkriminalitĂ€t wurden 2025 registriert – ein Plus von 5,5 Prozent. Fast die HĂ€lfte dieser Taten ereignete sich im öffentlichen Raum. Von den ermittelten TatverdĂ€chtigen waren 86,1 Prozent MĂ€nner, und 56,4 Prozent besaßen keine deutsche Staatsangehörigkeit. Diese Zahl spricht eine deutliche Sprache, die von der Politik allzu gerne relativiert wird. Immerhin: In den eigens eingerichteten Messerverbotszonen gingen die einschlĂ€gigen Straftaten um 25 bis 45 Prozent zurĂŒck. Ein Tropfen auf den heißen Stein, aber zumindest ein Beleg dafĂŒr, dass konsequentes Durchgreifen Wirkung zeigt.

Die zunehmende Messergewalt in deutschen StĂ€dten ist kein Naturereignis. Sie ist das Ergebnis einer jahrelangen Fehlpolitik, die unkontrollierte Zuwanderung zuließ, Integration vernachlĂ€ssigte und die Sicherheitsbehörden systematisch unterfinanzierte. Dass ein Großteil der deutschen Bevölkerung diese ZustĂ€nde nicht lĂ€nger hinnehmen will, zeigen nicht nur Umfragen, sondern auch die politischen Verschiebungen der letzten Monate.

Politisch motivierte KriminalitÀt: Antisemitismus und linksextreme Gewalt auf dem Vormarsch

Auch die politisch motivierte KriminalitĂ€t stieg um 3,4 Prozent auf 8.645 FĂ€lle. Besonders besorgniserregend: Antisemitisch motivierte Straftaten legten um 24,3 Prozent zu. Von den 2.268 angezeigten FĂ€llen wurden 1.485 dem Bereich „auslĂ€ndischer Ideologie" zugeordnet – ein Großteil davon im Kontext von Nahost-Protesten. Man muss kein Politikwissenschaftler sein, um zu erkennen, dass hier importierte Konflikte auf deutschen Straßen ausgetragen werden.

Die linksextreme KriminalitĂ€t explodierte förmlich: Ein Plus von 37,9 Prozent auf 960 FĂ€lle, darunter 237 Gewaltdelikte – gegenĂŒber 137 im Vorjahr. Die Zahl der Gewalttaten gegen politische Gegner hat sich mit 85 statt 37 FĂ€llen mehr als verdoppelt. Doch wĂ€hrend rechtsextreme Straftaten – die ebenfalls um 7,8 Prozent auf 3.021 FĂ€lle stiegen – regelmĂ€ĂŸig mediale Empörungswellen auslösen, bleibt die linksextreme Gewalt in der öffentlichen Debatte erstaunlich unterbelichtet. Ein Ungleichgewicht, das Fragen aufwirft.

AufklĂ€rungsquote: Ein Armutszeugnis fĂŒr den Rechtsstaat

Die GesamtaufklĂ€rungsquote lag bei 44,9 Prozent. Das bedeutet im Umkehrschluss: Mehr als die HĂ€lfte aller angezeigten Straftaten bleibt ungesĂŒhnt. Bei Diebstahlsdelikten und WohnungseinbrĂŒchen bewegt sich die Quote sogar im einstelligen Bereich. Wer in Berlin bestohlen wird, kann sich die Anzeige praktisch sparen – sie dient bestenfalls der Versicherung, nicht der Gerechtigkeit. FĂŒr einen Rechtsstaat, der diesen Namen verdienen will, ist das ein beschĂ€mendes Zeugnis.

Die Gewalt in Partnerschaften und Familien stieg um 4,9 Prozent, wobei in ĂŒber 70 Prozent der FĂ€lle Frauen die Opfer waren. Seit Ende 2025 können in Berlin elektronische Fußfesseln gegen mutmaßliche Risikopersonen eingesetzt werden. Ein lĂ€ngst ĂŒberfĂ€lliger Schritt – doch ob er ausreicht, um das Problem an der Wurzel zu packen, darf bezweifelt werden.

Ein Lichtblick mit bitterem Beigeschmack

Positiv zu vermerken ist der RĂŒckgang der Übergriffe auf EinsatzkrĂ€fte. 9.819 Polizeibeamte wurden Opfer von Gewalt – 7,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Auch Feuerwehr- und RettungskrĂ€fte waren seltener betroffen. Dennoch: Dass fast 10.000 Polizisten in einem einzigen Jahr angegriffen werden, ist ein Zustand, der in einem funktionierenden Gemeinwesen schlicht inakzeptabel sein sollte.

Die Berliner Kriminalstatistik 2025 offenbart das ganze Dilemma deutscher Sicherheitspolitik. Man feiert sinkende Gesamtzahlen, wĂ€hrend die Gewalt in den Bereichen eskaliert, die das Leben der BĂŒrger unmittelbar bedrohen. Solange die Politik nicht bereit ist, die Ursachen dieser Entwicklung ehrlich zu benennen und konsequent zu handeln, werden schöne Statistiken nichts weiter bleiben als das, was sie sind: Zahlen auf Papier, die ĂŒber eine zunehmend unsichere RealitĂ€t hinwegtĂ€uschen.

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