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18.08.2026
05:48 Uhr
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Bayerns Waldbrand-Bilanz: SchÀden um 65 Prozent eingebrochen

Bayerns Waldbrand-Bilanz: SchÀden um 65 Prozent eingebrochen
Symbolbild: KI-generiert

Die WaldbrandschĂ€den im Freistaat Bayern sind im Langfristvergleich massiv zurĂŒckgegangen – um rund 65 Prozent. Das geht aus einer Antwort der Bayerischen Staatsregierung auf eine Anfrage von AfD-Landtagsabgeordneten hervor, ĂŒber die zuerst ein Online-Magazin exklusiv berichtete. Zeitgleich will der Freistaat kĂŒnftig mindestens eine Milliarde Euro pro Jahr fĂŒr Klimaschutz und Klimaanpassung ausgeben.

Die nĂŒchternen Zahlen des Landwirtschaftsministeriums

Das bayerische Landwirtschaftsministerium legte dem Bericht zufolge eine Schadensreihe fĂŒr die Jahre 1998 bis 2025 vor. Ergebnis: Zwischen 1998 und 2007 lag der inflationsbereinigte Durchschnittsschaden bei etwa 253.000 Euro pro Jahr. Zwischen 2016 und 2025 waren es nur noch rund 88.000 Euro.

Über den gesamten Zeitraum summieren sich die kaufkraftbereinigten SchĂ€den demnach auf etwa 3,96 Millionen Euro. Zum Vergleich: Das ist weniger, als der Freistaat kĂŒnftig an einem einzigen Vormittag fĂŒr Klimapolitik ausgeben will.

Die Einzelwerte schwanken stark. Den Spitzenwert markiert laut den Angaben das Hitzejahr 2003 mit 768.500 Euro. Dagegen wirken 9.000 Euro (2016), 19.000 Euro (2021) und magere 2.900 Euro (2024) fast wie statistisches Rauschen. FĂŒr 2025 nennt die Staatsregierung 87.100 Euro, fĂŒr 2009 und 2014 liegen keine Angaben vor.

„Die grĂŒne Waldbrand-Panik scheitert an den Fakten“

Gerd Mannes, umwelt- und klimapolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag, sieht sich bestÀtigt:

Die grĂŒne Waldbrand-Panik scheitert an den Fakten

Mannes kritisiert nach eigener Darstellung Vorgaben von EU und Bund, die zu mehr Totholz in den WĂ€ldern und damit zu zusĂ€tzlichen Brandrisiken fĂŒhrten. Er fordere mehr Waldbrandvorsorge und eine erleichterte Entnahme von Totholz.

Die Staatsregierung hĂ€lt dagegen. In ihrer Antwort heißt es, die AusfĂŒhrungen zeigten, wie der Klimawandel auch in Bayern weiter voranschreite; die Risiken wĂŒrden von der Wissenschaft „unverĂ€ndert und anhaltend hoch eingeschĂ€tzt“.

Eine Milliarde jĂ€hrlich – aber niemand zĂ€hlt genau mit

Pikant wird es bei der Frage, wohin das Geld eigentlich fließt. Laut der Antwort strebe Bayern an, jĂ€hrlich mindestens eine Milliarde Euro fĂŒr Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen bereitzustellen. Wie hoch die Gesamtausgaben fĂŒr Klimaschutz, Klimaanpassung und Energiewende tatsĂ€chlich ausfallen, könne die Staatsregierung jedoch nicht exakt beziffern.

Der Grund: Viele Posten wĂŒrden nicht gesondert erfasst – genannt werden Photovoltaik auf StaatsdĂ€chern, LadesĂ€ulen, GebĂ€udedĂ€mmung, Heizungen mit erneuerbaren Energien und die Umstellung der staatlichen Fahrzeugflotte. Milliarden ohne saubere Kostenstelle – fĂŒr viele Steuerzahler dĂŒrfte das der eigentliche Skandal an dieser Meldung sein.

Bundesweit sieht das Bild anders aus

Fairerweise gehört dazu: Bundesweit war 2025 ein brandreiches Jahr. Nach Zahlen der Bundesanstalt fĂŒr Landwirtschaft und ErnĂ€hrung wurden 1.175 WaldbrĂ€nde auf rund 2.626 Hektar registriert – mehr als doppelt so viele BrĂ€nde wie 2024 mit 563 Feuern. Den grĂ¶ĂŸten FlĂ€chenanteil trug demnach Sachsen. Bayerns Schadensreihe ist also kein Beweis fĂŒr Entwarnung ĂŒberall, wohl aber ein Beleg dafĂŒr, dass die Wirklichkeit vielschichtiger ist als jede Schlagzeile.

Aus Sicht unserer Redaktion zeigt der Vorgang vor allem eines: Wer Milliarden einsammelt, sollte belastbar nachweisen können, was damit geschieht. Politik, die sich der Kontrolle durch Zahlen entzieht, verliert das Vertrauen der BĂŒrger – Wetterlage hin oder her.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt die EinschÀtzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Er stellt keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung dar.

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