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19.08.2026
09:05 Uhr
KI-generiert

Aufstand in Kiew: Selenskyjs Ex-Minister fordert Wahlen im Krieg

Aufstand in Kiew: Selenskyjs Ex-Minister fordert Wahlen im Krieg
Symbolbild: KI-generiert

Der ehemalige ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow hat mitten im Krieg Wahlen in der Ukraine gefordert. In einer auf YouTube veröffentlichten Videoansprache erklĂ€rte der 35-JĂ€hrige, Russland dĂŒrfe nicht darĂŒber entscheiden, wann die Ukrainer ihre Regierung bestimmen. Ein politischer Frontalangriff auf PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj – aus dem eigenen Lager.

„Schwierigkeit bedeutet nicht Unmöglichkeit“

Fedorow, der besonders unter jungen Ukrainern großen RĂŒckhalt genießt, verlangt einen rechtlich abgesicherten, sicheren und praktisch umsetzbaren Weg zu demokratischen Wahlen – auch unter Kriegsbedingungen.

„Die Demokratie darf keine Geisel Russlands sein. Wir kĂ€mpfen eben deswegen, weil wir ein freier europĂ€ischer Staat sein wollen“

Dass eine solche Wahl logistisch ein Kraftakt wĂ€re, rĂ€umte er selbst ein: Millionen Ukrainer leben im Ausland, viele Menschen wohnen in frontnahen Gebieten, Hunderttausende Soldaten stehen im Einsatz. Sein Konter: Die Ukraine habe schon oft geschafft, was die Welt fĂŒr unmöglich hielt.

Sieben Jahre ohne Urnengang

Der rechtliche Rahmen ist eindeutig: Verfassung und Kriegsrecht schließen Parlaments- und PrĂ€sidentschaftswahlen wĂ€hrend des Kriegszustands grundsĂ€tzlich aus. Die regulĂ€ren Amtszeiten von Parlament und PrĂ€sident endeten bereits 2024 – seither regiert Selenskyj ohne frisches Mandat.

Der Druck wĂ€chst dennoch. Im Dezember 2025 hatte Selenskyj unter dem Eindruck der von US-PrĂ€sident Donald Trump vorangetriebenen Verhandlungen erklĂ€rt, er sei zu Wahlen binnen 60 bis 90 Tagen bereit, sofern Washington und die EuropĂ€er die Sicherheitsbedingungen garantierten. Im Februar 2026 folgte das Angebot einer PrĂ€sidentenwahl plus Referendum – nach einem Waffenstillstand und mit Sicherheitsgarantien.

Vom Vertrauten zum Rivalen

Fedorow galt lange als enger VerbĂŒndeter des PrĂ€sidenten. Der frĂŒhere Digitalminister trieb als Verteidigungsminister die Modernisierung der ukrainischen KriegsfĂŒhrung voran, baute den Drohneneinsatz massiv aus und pflegte enge Kontakte in den Westen.

Nach nur rund sechs Monaten im Amt wurde er im Juli entlassen – Medienberichten zufolge am 16. Juli, nach einem Machtkampf mit dem damaligen Armeechef Oleksandr Syrskyj. Es folgten Proteste in Kiew, getragen vor allem von jungen Menschen. Inzwischen ist auch Syrskyj seinen Posten los. Berichten zufolge veröffentlichte Fedorow sein Video nur Stunden, nachdem Selenskyj Jewhen Chmara als neuen Verteidigungsminister prĂ€sentiert hatte. Ein Zufall dĂŒrfte das kaum sein.

Was das fĂŒr Europa bedeutet

FĂŒr die deutsche und europĂ€ische Politik ist die Debatte unbequem. Berlin und BrĂŒssel finanzieren Kiew mit Milliarden aus Steuergeldern – ĂŒber die Frage, wer in der Ukraine mit welchem Mandat regiert, wird dabei erkennbar ungern gesprochen. Aus Sicht unserer Redaktion ist es bemerkenswert, dass diese Frage nun nicht aus Moskau, sondern von einem prowestlichen Reformer in Kiew gestellt wird.

Klar ist: Ein innerukrainischer Machtkampf in der vierten Kriegswinter-Runde erhöht die Unsicherheit – politisch, militĂ€risch, wirtschaftlich. Und Unsicherheit war historisch stets der Boden, auf dem Sachwerte gedeihen. Physisches Gold und Silber haben sich ĂŒber Jahrzehnte als krisenfeste Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen bewĂ€hrt, weil sie weder von Regierungswechseln noch von NotenbankbeschlĂŒssen abhĂ€ngen.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir geben keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen. Jeder Leser muss eigenverantwortlich recherchieren und trÀgt seine Anlageentscheidungen selbst.

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