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12.02.2024
09:21 Uhr

Abschiebepolitik in der Sackgasse: Botschaften blockieren, der Bund versagt

Die Abschiebepolitik in Deutschland steht vor einem TrĂŒmmerhaufen, der durch unkooperative Botschaften und mangelnde UnterstĂŒtzung durch den Bund verursacht wird. Dieses ernĂŒchternde Bild zeichnet Sachsen-Anhalts Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) in einem Interview mit der "Volksstimme", welches durch die BILD-Zeitung aufgegriffen wurde.

Unkooperative Botschaften: Ein Hindernis fĂŒr die Rechtsstaatlichkeit

Die Innenministerin beklagt, dass die Vertretungen einiger westafrikanischer Staaten, darunter Benin, Burkina Faso, Niger, Mali, Guinea-Bissau und Kamerun, die Zusammenarbeit verweigern, wenn es um die RĂŒckfĂŒhrung ihrer BĂŒrger geht. Ein alarmierendes Beispiel ist die Botschaft Kameruns, die nicht nur schriftliche Anfragen ignoriert, sondern auch Telefonate abrupt beendet, sobald die IdentitĂ€t der Anrufer bekannt wird. Diese Verweigerungshaltung erschwert es den deutschen Behörden, Abschiebungen rechtskonform durchzufĂŒhren und unterminiert die AutoritĂ€t des Staates.

Bundesregierung: VersÀumnisse bei der Passersatzbeschaffung

Ein weiteres gravierendes Problem stellt das VersĂ€umnis des Bundes dar, der es nicht schafft, Passersatzpapiere fĂŒr ausreisepflichtige Personen zu beschaffen. Die Innenministerin von Sachsen-Anhalt macht deutlich, dass trotz einer deutlichen Steigerung der Abschiebungen im eigenen Bundesland, die fehlende UnterstĂŒtzung des Bundes die Situation verschĂ€rft. Es ist ein Skandal, dass fĂŒr LĂ€nder wie Benin, Burkina-Faso, Guinea-Bissau und Mali im Jahr 2023 kein einziges Passersatzpapier vom Bund bereitgestellt wurde.

Die Ampelregierung in der Kritik

Die Ampelregierung, insbesondere die GrĂŒnen, mĂŒssen sich fragen lassen, warum sie nicht in der Lage sind, Ă€hnliche Erfolge wie Estland vorzuweisen, wo es gelingt, GefĂ€hrder und StraftĂ€ter nach Syrien und Afghanistan zurĂŒckzufĂŒhren. Die Forderung des Innenministeriums nach Lösungen und Möglichkeiten seitens des Bundes ist ein dringender Weckruf, dass die derzeitige Politik drastisch ĂŒberdacht werden muss.

Symbolpolitik statt echter Lösungen

Das sogenannte RĂŒckfĂŒhrungs-Verbesserungs-Gesetz der Bundesregierung, welches 600 zusĂ€tzliche Abschiebungen pro Jahr vorsieht, entpuppt sich als Tropfen auf den heißen Stein. FĂŒr Sachsen-Anhalt bedeutet dies lediglich 17 Abschiebungen mehr im Jahr – ein Ergebnis, das angesichts der Problematik als unzureichend bezeichnet werden muss.

Fazit: Handlungsbedarf auf höchster Ebene

Die aktuelle Situation zeigt, dass Deutschland in einer politischen Sackgasse steckt, in der die HandlungsfĂ€higkeit des Rechtsstaates durch externe und interne Blockaden stark eingeschrĂ€nkt ist. Es ist höchste Zeit, dass die Bundesregierung ihrer Verantwortung gerecht wird und effektive Maßnahmen ergreift, um die SouverĂ€nitĂ€t Deutschlands zu wahren und die Rechtsstaatlichkeit zu stĂ€rken. Die BĂŒrger dieses Landes verdienen eine Politik, die nicht nur auf dem Papier existiert, sondern auch in der RealitĂ€t umgesetzt wird.

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