Kettner Edelmetalle
25.08.2026
16:38 Uhr
KI-generiert

5.100 Dollar! Wells Fargo traut Gold den nÀchsten Rekord zu

5.100 Dollar! Wells Fargo traut Gold den nÀchsten Rekord zu
Symbolbild: KI-generiert

Das Wells Fargo Investment Institute hat seine Goldprognose bekrĂ€ftigt: Bis Ende 2026 halten die Strategen der US-Großbank eine Feinunze bei 4.900 bis 5.100 US-Dollar fĂŒr erreichbar. FĂŒr 2027 lautet die Zielspanne sogar 5.400 bis 5.600 Dollar. Nach Monaten des Zitterns hat das Edelmetall wieder Fahrt aufgenommen.

Warum Gold trotz hoher Realzinsen nicht kleinbeigibt

Seit dem FrĂŒhjahr drĂŒckten steigende inflationsbereinigte US-Renditen auf den Kurs. Die Logik dahinter ist simpel: Wer Zinsen bekommt, verzichtet ungern auf sie. Gold zahlt keine Kupons.

Und trotzdem: Der Markt hielt stand. Anfang August verbuchte das Metall laut dem Bericht den stĂ€rksten Wochengewinn seit Januar – ĂŒber sieben Prozent. Auslöser waren Hoffnungen auf geopolitische Entspannung im Nahen Osten und schwindende Erwartungen an weitere Zinsschritte der Fed nach oben.

Asien kauft, die Notenbanken kaufen mit

Die Analysten nennen drei tragende SĂ€ulen:

  • Asien-Nachfrage: WĂ€hrend der globale Spotpreis im ersten Halbjahr zeitweise nachgab, legte die Performance in den asiatischen Handelszeiten um 13 Prozent zu.
  • Zentralbanken: Aus Sorge vor Marktrisiken und geopolitischen Verwerfungen stockten die Notenbanken ihre Reserven im zweiten Quartal wieder krĂ€ftig auf.
  • Diversifikation: Internationale Anleger suchen bei hartnĂ€ckiger Inflation weiter den sicheren Hafen.

Hinzu kommt: Die AbflĂŒsse aus Gold-ETFs haben sich stabilisiert und drehen offenbar wieder ins Plus. Wer die Vorgeschichte kennt, weiß, wie viel das bedeutet – ETF-Ströme waren jahrelang der große Bremsklotz.

Der Blick auf den Chart: Erst zurĂŒck, dann rauf?

Sameer Samana, bei Wells Fargo fĂŒr Global Equities and Real Assets Strategy zustĂ€ndig, deutet die jĂŒngste Korrektur laut dem Bericht als gesunde Neubewertung des Chancen-Risiko-VerhĂ€ltnisses. Anleger sollten stĂ€rker auf das langfristige Profil des Goldmarktes schauen. Da weitere Fed-Schritte bereits eingepreist seien, sei ein Gutteil der Risiken verarbeitet.

Kurzfristig aber mahnen die Strategen zur Vorsicht: Ein endgĂŒltiger Boden mĂŒsse nicht gefunden sein, ein RĂŒcksetzer bis 3.500 Dollar sei denkbar. Auf dem Weg nach oben warteten technische HĂŒrden zwischen 4.500 und 4.900 Dollar.

Wenn die Notenbanken wieder die Schleusen öffnen

Der makroökonomische Zyklus spreche jedoch klar fĂŒr das Metall, so die Bank. Sollten hohe Zinsen und Ölpreise die Konjunktur abwĂŒrgen, blieben Notenbanken und Finanzpolitik am Ende nur Zinssenkungen und Konjunkturprogramme – historisch das ideale Klima fĂŒr Gold. In Rezessionen und Phasen straffer Geldpolitik habe sich das Edelmetall oft robuster geschlagen als Aktien oder Anleihen.

Wells Fargo steht damit nicht allein. Medienberichten zufolge hĂ€lt die UBS einen Anstieg auf rund 5.000 Dollar im ersten Halbjahr 2027 fĂŒr möglich, auch Morgan Stanley sieht Luft nach oben – das eigene Q4-Ziel von 4.450 Dollar sei frĂŒher erreicht worden als gedacht.

Zur Einordnung: 2025 verteuerte sich Gold um rund 47 Prozent, im laufenden Jahr steht laut Marktdaten ein Plus von gut acht Prozent zu Buche, nachdem der Zwischenstand zeitweise bei etwa 20 Prozent lag. Am 2. MĂ€rz markierte der Preis einen Schlusskurs-Rekord von 4.553 Euro je Unze.

FĂŒr Wells Fargo bleibt Gold ein unverzichtbarer Baustein gegen Marktstress. Wer sein Vermögen breit aufstellt, findet in physischen Edelmetallen eine ErgĂ€nzung ohne Kontrahentenrisiko – ein Argument, das in Zeiten wachsender Staatsverschuldung an Gewicht gewinnt.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt unsere EinschĂ€tzung auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jede Anlageentscheidung erfordert eigene Recherche und liegt in der alleinigen Verantwortung des Anlegers. Kursprognosen können sich als unzutreffend erweisen.

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