Kettner Edelmetalle
18.08.2026
11:46 Uhr
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15.000 Euro mehr: Der BundesprÀsident wird 2027 teurer

15.000 Euro mehr: Der BundesprÀsident wird 2027 teurer
Symbolbild: KI-generiert

Berlin, 18. August 2026: Aus dem Regierungsentwurf fĂŒr den Bundeshaushalt 2027 geht hervor, dass die AmtsbezĂŒge des deutschen Staatsoberhauptes von 277.000 auf 292.000 Euro steigen. Rund 15.000 Euro mehr — und das in einem Jahr, in dem Bund und BĂŒrger jeden Euro dreimal umdrehen mĂŒssen. Der Gesamtetat fĂŒr BundesprĂ€sident und BundesprĂ€sidialamt klettert auf 70,4 Millionen Euro.

Automatik statt Debatte: Wie die Erhöhung zustande kommt

Die Steigerung ist kein WillkĂŒrakt, sondern Gesetzesmechanik: Die BezĂŒge des BundesprĂ€sidenten sind auf zehn Neuntel des Amtsgehalts des Bundeskanzlers festgeschrieben. Steigt oben, steigt automatisch auch unten mit.

Das Aufwandsgeld, aus dem unter anderem das Hauspersonal der Amtswohnung bezahlt wird, bleibt dem Entwurf zufolge unverĂ€ndert bei 78.000 Euro. Die Amtszeit von Frank-Walter Steinmeier endet im MĂ€rz 2027 — die Erhöhung dĂŒrfte also grĂ¶ĂŸtenteils seinem Nachfolger oder seiner Nachfolgerin zugutekommen.

Drei Millionen mehr — vor allem fĂŒr Personal, Mieten und Imagepflege

Interessanter als die ChefgehĂ€lter ist der Apparat dahinter. Über drei Millionen Euro mehr als im laufenden Jahr sieht der Entwurf vor. Die Zahlen im Überblick:

  • Personalausgaben: plus 3,1 Millionen auf 32,1 Millionen Euro
  • SĂ€chliche Verwaltungsausgaben: knapp 32 Millionen Euro, darunter 16,8 Millionen fĂŒr Mieten und Pachten (plus 852.000 Euro)
  • Öffentlichkeitsarbeit: 500.000 Euro — 2025 waren es noch 355.000 Euro
  • VersorgungsbezĂŒge frĂŒherer BundesprĂ€sidenten und Hinterbliebener: plus ĂŒber 100.000 auf 1,01 Millionen Euro
  • Versorgung zugewiesener Beamter: von 6,5 auf 7 Millionen Euro; fĂŒr Beamte im einstweiligen Ruhestand plus eine Million auf knapp 4,4 Millionen Euro

Investitionen bleiben mit 2,1 Millionen Euro nahezu unverĂ€ndert. FĂŒr Konferenzen, Tagungen, Messen und Ausstellungen stehen 260.000 Euro bereit, fĂŒr Trennungsgeld, FahrkostenzuschĂŒsse und UmzĂŒge 50.000 Euro. Dass die Ausgaben fĂŒr Öffentlichkeitsarbeit binnen zwei Jahren um rund 40 Prozent zulegen, wĂ€hrend bei Investitionen Stillstand herrscht, dĂŒrfte manchen Steuerzahler nachdenklich machen.

Der Kontext, der die Sache pikant macht

Die Summen sind, gemessen am Gesamthaushalt, ein Rundungsfehler. Doch sie fallen in eine Zeit, in der die schwarz-rote Koalition Medienberichten zufolge fĂŒr 2027 Ausgaben von rund 555 Milliarden Euro und eine Neuverschuldung von fast 120 Milliarden Euro plant — begleitet von Sparvorgaben in anderen Ressorts und Steuererhöhungen.

Aus Sicht unserer Redaktion ist genau das das Problem: Wer den BĂŒrgern Konsolidierung predigt, sollte im eigenen Apparat mit Beispielen fĂŒr Sparsamkeit vorangehen. Stattdessen wĂ€chst der VerwaltungsĂŒberbau zuverlĂ€ssiger als die Wirtschaft.

Was das fĂŒr Sparer bedeutet

Steigende Staatsausgaben, wachsende Schuldenberge, dazu Versorgungslasten, die ĂŒber Jahrzehnte weiterlaufen: Diese Kombination ist historisch der NĂ€hrboden fĂŒr Geldentwertung. Wer sein Vermögen davor schĂŒtzen will, streut breit — und viele Sparer setzen dabei auf physische Edelmetalle wie Gold und Silber, die sich in Inflationsphasen als wertbestĂ€ndiger Anker bewĂ€hrt haben.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Er beruht auf den uns vorliegenden Informationen und gibt unsere EinschĂ€tzung wieder. Jeder Anleger ist fĂŒr seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigene Recherchen anstellen.

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