Kettner Edelmetalle
26.02.2026
16:31 Uhr

WEF-Chef Brende tritt ab: Der Epstein-Skandal frisst sich durch die globale Elite

Die Schockwellen des Jeffrey-Epstein-Skandals reißen nicht ab – im Gegenteil, sie gewinnen an Wucht. Mit BĂžrge Brende hat nun der PrĂ€sident und CEO des Weltwirtschaftsforums (WEF) seinen RĂŒcktritt erklĂ€rt. Der Mann, der jahrelang als Gesicht jener Davoser Elite fungierte, die der Welt vorschreiben möchte, wie sie zu leben hat, stolpert ĂŒber seine Verbindungen zu einem verurteilten SexualstraftĂ€ter. Man könnte sagen: Die Fassade bröckelt.

„Missing you, Sir" – Die verstörenden Nachrichten an Epstein

Das WEF veröffentlichte auf seiner Website eine ErklĂ€rung, wonach Brende aus eigenem Entschluss zurĂŒcktrete. Alois Zwinggi werde als InterimsprĂ€sident und CEO die GeschĂ€fte ĂŒbernehmen. Brende selbst ließ verlauten, er sei dankbar fĂŒr die „unglaubliche Zusammenarbeit" mit Kollegen und Partnern und glaube, dass nun der richtige Zeitpunkt sei, damit das Forum seine „wichtige Arbeit ohne Ablenkungen" fortsetzen könne. Ohne Ablenkungen – eine bemerkenswert euphemistische Formulierung fĂŒr das, was hier tatsĂ€chlich geschehen ist.

Denn die Details, die im Zuge einer internen Untersuchung ans Licht kamen, haben es in sich. Brende soll mindestens an drei „GeschĂ€ftsessen" mit Epstein teilgenommen haben. Zwischen 2018 und 2019 tauschten die beiden E-Mails und Textnachrichten aus, in denen es unter anderem um Treffen in Epsteins berĂŒchtigter New Yorker Residenz ging. Besonders pikant: Eine Nachricht Brendes aus dem April 2018, in der er schrieb: „Missing you, Sir. Borge." Eine Formulierung, die weit ĂŒber geschĂ€ftliche Höflichkeit hinausgeht und Fragen aufwirft, die sich nicht so leicht wegwischen lassen.

Die Ausrede der Ahnungslosigkeit

Brende behauptete in einer frĂŒheren Stellungnahme, er sei „völlig ahnungslos" gewesen, was Epsteins Vergangenheit und kriminelle AktivitĂ€ten betreffe. Diese Verteidigungslinie ist – gelinde gesagt – schwer zu schlucken. Jeffrey Epstein wurde bereits 2006 von den Behörden in Palm Beach, Florida, verhaftet. 2008 bekannte er sich in zwei FĂ€llen der Prostitution schuldig, einer davon betraf ein minderjĂ€hriges Opfer. All das war öffentlich zugĂ€nglich, eine simple Internetrecherche hĂ€tte genĂŒgt. Dass der Chef einer der mĂ€chtigsten Organisationen der Welt, die sich rĂŒhmt, die klĂŒgsten Köpfe des Planeten zu versammeln, nicht einmal eine rudimentĂ€re ÜberprĂŒfung seiner Dinner-Partner vorgenommen haben will – das glaubt man vielleicht in Davos, aber sicher nicht auf der Straße.

Ein Dominoeffekt in der globalen Machtelite

Brende ist bei weitem nicht der Einzige, den der Epstein-Skandal einholt. Bill Gates sah sich gezwungen, seinen Stiftungsmitarbeitern zu versichern, er habe „nichts Illegales getan". Die Chefjuristin von Goldman Sachs, Kathy Ruemmler, trat wegen ihrer Verbindungen zurĂŒck. Und der frĂŒhere Prinz Andrew wurde im Zusammenhang mit der Weitergabe von Handelsdokumenten an Epstein unter Verdacht gestellt. Die Liste wird lĂ€nger, nicht kĂŒrzer. Es entsteht das Bild eines Netzwerks, das weit ĂŒber einzelne Fehltritte hinausgeht – ein System gegenseitiger GefĂ€lligkeiten unter den MĂ€chtigen dieser Welt, das nun Riss fĂŒr Riss offengelegt wird.

Das WEF und seine „Vision" – ein GlaubwĂŒrdigkeitsproblem

FĂŒr das Weltwirtschaftsforum kommt dieser Skandal zur denkbar ungĂŒnstigsten Zeit. Die Organisation, die unter ihrem GrĂŒnder Klaus Schwab den sogenannten „Great Reset" propagierte und eine Welt entwarf, in der Privateigentum zur Nebensache wird und die BĂŒrger gefĂ€lligst zufrieden sein sollen, hat ohnehin ein massives Imageproblem. Dass nun ausgerechnet ihr höchster operativer ReprĂ€sentant ĂŒber Verbindungen zu einem SexualstraftĂ€ter fĂ€llt, untergrĂ€bt jede moralische AutoritĂ€t, die sich das Forum jemals angemaßt hat.

In den sozialen Medien kursieren bereits Dokumente und Screenshots, die nahelegen, dass Epstein und Brende darĂŒber diskutierten, das WEF als eine Art globale Governance-Struktur zu positionieren. Sollte sich dies bestĂ€tigen, wĂ€re das nicht weniger als der Beweis dafĂŒr, dass ein verurteilter StraftĂ€ter aktiv an der Gestaltung jener globalistischen Agenda mitwirkte, die Millionen von Menschen weltweit als Bedrohung ihrer SouverĂ€nitĂ€t empfinden. Manche Kommentatoren sprechen bereits von „Epsteins Great Reset" – ein Etikett, das dem WEF noch lange anhaften dĂŒrfte.

Ein Weckruf fĂŒr die westliche Welt

Was dieser Skandal einmal mehr offenbart, ist die erschreckende Diskrepanz zwischen dem moralischen Anspruch der globalen Elite und ihrem tatsĂ€chlichen Handeln. Dieselben Institutionen, die uns vorschreiben wollen, wie wir zu heizen, zu essen und zu denken haben, pflegen offenbar hinter verschlossenen TĂŒren Kontakte zu Personen, deren Verbrechen jeder anstĂ€ndige Mensch verabscheut. Es ist diese Doppelmoral, die das Vertrauen der BĂŒrger in ĂŒberstaatliche Organisationen nachhaltig zerstört – und das zu Recht.

Die Entwicklung zeigt auch, wie wichtig es ist, dass souverĂ€ne Nationalstaaten ihre eigenen Interessen in den Vordergrund stellen, anstatt sich von selbsternannten Weltlenkern in Davos die Agenda diktieren zu lassen. Die „America First"-Politik unter PrĂ€sident Trump hat vorgemacht, wie ein Land seine SouverĂ€nitĂ€t verteidigen kann. Deutschland tĂ€te gut daran, Ă€hnliche Lehren zu ziehen, statt weiterhin jedem globalistischen Trend hinterherzulaufen, der aus den Schweizer Alpen herabweht.

Eines steht fest: Der Epstein-Skandal ist noch lange nicht ausgestanden. Jeder neue Name, der auftaucht, jede neue Verbindung, die offengelegt wird, ist ein weiterer Nagel im Sarg jener Weltordnung, die uns als alternativlos verkauft wurde. Die BĂŒrger haben ein Recht darauf zu erfahren, wer in ihrem Namen Entscheidungen trifft – und mit wem diese EntscheidungstrĂ€ger zu Abend essen.

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