
Verbrenner-Aus: Sieben EU-Staaten stellen sich gegen Deutschland â ideologische Sturheit auf Kosten unserer Industrie

Es ist ein bemerkenswertes Schauspiel, das sich derzeit in BrĂŒssel abspielt: WĂ€hrend die deutsche Automobilindustrie unter dem Druck einer realitĂ€tsfernen Klimapolitik Ă€chzt und um ihre Zukunft ringt, formiert sich eine Phalanx von sieben EU-Mitgliedstaaten, die mit fast schon religiösem Eifer am sogenannten Verbrenner-Aus festhalten will. Frankreich, Spanien, Portugal, die Niederlande, Luxemburg und Schweden haben in einem gemeinsamen Schreiben verkĂŒndet, man wolle einen âehrgeizigen Kursâ zugunsten der ElektromobilitĂ€t beibehalten â koste es, was es wolle.
Die BrĂŒsseler Planwirtschaft schlĂ€gt zurĂŒck
Jede Lockerung der COâ-Vorgaben, so heiĂt es in dem Brief, der der Nachrichtenagentur AFP vorgelegen habe, sei ein âstrategischer Fehlerâ. Man könnte fast lachen, wĂ€re die Angelegenheit nicht so bitterernst. Denn die wahre strategische Fehlleistung liegt nicht in einer pragmatischen Anpassung, sondern in der ideologischen Sturheit, mit der man eine ganze SchlĂŒsselindustrie gegen die Wand fahren möchte.
Auf Druck Deutschlands hatte die EU-Kommission im Dezember vorgeschlagen, das ab 2035 geplante Verkaufsverbot fĂŒr Neuwagen mit Verbrennungsmotor aufzuweichen. Statt eines vollstĂ€ndigen Verbots sollten die Hersteller ihre Emissionen um 90 Prozent gegenĂŒber 2021 senken und die restlichen zehn Prozent ausgleichen dĂŒrfen. Ein winziger Funken Vernunft â der nun von den sieben Klimaaposteln umgehend wieder ausgetreten werden soll.
Wenn die âVorhersehbarkeitâ wichtiger ist als der Arbeitsplatz
Besonders entlarvend ist die Wortwahl der Unterzeichner. Eine âBeeintrĂ€chtigung der IntegritĂ€t und der Vorhersehbarkeitâ des COâ-Reduktionsgesetzes dĂŒrfe es nicht geben, heiĂt es da. Man fragt sich unwillkĂŒrlich: Was nĂŒtzt die schönste Planungssicherheit einer BrĂŒsseler Verordnung, wenn am Ende die BĂ€nder in Wolfsburg, Stuttgart und MĂŒnchen stillstehen?
âWir sind genug, um den Text zu verzögern oder gar zu blockierenâ â mit diesen Worten habe das BĂŒro der französischen Umweltministerin gedroht, von der die Initiative ausgegangen sei.
Eine sogenannte SperrminoritĂ€t im Rat der EU-LĂ€nder könnten die sieben Staaten bilden, sollten Deutschland oder Italien weitergehende Erleichterungen durchsetzen wollen. Frankreich, das mit seiner Atomkraft und billigem Strom natĂŒrlich ganz andere Voraussetzungen genieĂt, spielt sich hier als oberster SittenwĂ€chter auf â wĂ€hrend es zugleich genau weiĂ, wer am Ende die Zeche zahlt: der deutsche Industriestandort.
Die Energiekrise als willkommenes Argument
Pikant ist auch, wie die Unterzeichner die aktuelle Energiekrise instrumentalisieren. Die durch den Iran-Krieg ausgelösten Preissteigerungen zeigten angeblich âganz deutlichâ, dass die AbhĂ€ngigkeit von fossilen Brennstoffen verringert werden mĂŒsse. Was man dabei geflissentlich verschweigt: Auch das Stromnetz, das die Heerscharen geplanter E-Autos versorgen soll, braucht eine verlĂ€ssliche und bezahlbare Energiequelle. Und die hat Deutschland sich mit dem ĂŒberstĂŒrzten Atomausstieg und der grĂŒnen Energiepolitik der vergangenen Jahre eigenhĂ€ndig zerschlagen.
Wer schĂŒtzt eigentlich den deutschen Autofahrer?
Die entscheidende Frage, die in BrĂŒssel niemand zu stellen wagt, lautet: Wer fragt eigentlich den BĂŒrger? Millionen Menschen können sich ein teures Elektroauto schlicht nicht leisten. Die Ladeinfrastruktur ist lĂŒckenhaft, die Reichweiten im Winter ernĂŒchternd, die Anschaffungskosten exorbitant. WĂ€hrend die politische Elite von ihren Dienstwagen aus ĂŒber die Zukunft der MobilitĂ€t entscheidet, wird dem normalen Pendler vorgeschrieben, wie und womit er sich fortbewegen darf.
Es ist genau diese Art von Bevormundung, die das Vertrauen in die etablierte Politik weiter erodieren lĂ€sst. Technologieoffenheit â ein Begriff, der eigentlich selbstverstĂ€ndlich sein sollte â wird in BrĂŒssel behandelt wie eine Ketzerei. Dabei wĂ€re nichts vernĂŒnftiger, als verschiedene Antriebsarten miteinander konkurrieren zu lassen und den Markt entscheiden zu lassen, statt mit der Brechstange einer einzigen Technologie zum Durchbruch zu verhelfen.
Ein LehrstĂŒck ĂŒber die SchwĂ€che der Vermögenswerte von Papier
Was bleibt, ist ein ernĂŒchterndes Fazit: Die europĂ€ische Industriepolitik gleicht zunehmend einem ideologischen Glaubensbekenntnis, dessen Rechnung die BĂŒrger und die Wirtschaft zu begleichen haben. In Zeiten, in denen politische Entscheidungen zunehmend gegen die wirtschaftliche Vernunft getroffen werden und ganze Industrien auf dem Spiel stehen, gewinnt die Frage nach echter, krisenfester Vermögenssicherung an Bedeutung. Wer sein Erspartes nicht den Launen einer planwirtschaftlich agierenden Politik ĂŒberlassen möchte, sucht naturgemÀà nach Werten, die seit Jahrtausenden Bestand haben. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich ĂŒber Generationen hinweg als verlĂ€sslicher Anker bewĂ€hrt â unabhĂ€ngig davon, welche Verordnung gerade durch die BrĂŒsseler Amtsstuben getrieben wird.
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