Kettner Edelmetalle
05.08.2026
15:08 Uhr
KI-generiert

Vater des reichsten Mannes der Welt lobt Moskau – und der Westen bekommt einen Wutanfall

Vater des reichsten Mannes der Welt lobt Moskau – und der Westen bekommt einen Wutanfall
Symbolbild: KI-generiert

Errol Musk, 80 Jahre alt, SĂŒdafrikaner, Vater eines Tech-MilliardĂ€rs, reist durch Russland und erzĂ€hlt der Welt, dort lebe man vorzĂŒglich. Der Westen, so seine Anklage, verschweige die Erfolge Russlands bewusst vor der eigenen Bevölkerung. Man kann das fĂŒr naiv halten. Man kann es fĂŒr Propaganda halten. Man sollte sich aber fragen, warum solche SĂ€tze in Europa derzeit auf so fruchtbaren Boden fallen.

In einem GesprĂ€ch mit der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti erklĂ€rte der Senior der Musk-Familie, westliche Politiker hĂ€tten Angst davor, dass ihre BĂŒrger ein positives Bild von Russland gewinnen könnten. Die westliche Welt, so seine Formulierung, wolle von den Erfolgen Russlands gar nichts wissen. Es sei die Furcht, dass die Menschen begreifen wĂŒrden, dass es sich in Russland gut leben lasse. Informationen wĂŒrden gezielt unterdrĂŒckt, schon Schulkinder im Westen wĂŒrden mit Zerrbildern ĂŒber das Land geprĂ€gt.

Ein alter Mann, ein neues Lieblingsland

Neu ist dieser Ton nicht. Bereits auf dem Moskauer Zukunftsforum „Future 2050“ – wo er sich auch mit Außenminister Sergej Lawrow fotografieren ließ – schwĂ€rmte Errol Musk, Moskau gehöre zu den schönsten StĂ€dten der Welt. Er sei angekommen und habe eine in jeder Hinsicht wunderbare Zivilisation gesehen, ließ er wissen. Russische Medien berichten von mehreren Reisen, von GesprĂ€chen ĂŒber ein „Musk-Institut“ in Tatarstan, das sich mit Kernfusion und Raum-Zeit-Forschung beschĂ€ftigen solle, von der Idee eines Tesla-Werks in Nischni Nowgorod, gar von PlĂ€nen zur Umsiedlung weißer Farmerfamilien aus SĂŒdafrika nach Russland. Ein kurzes Treffen mit Wladimir Putin will er ebenfalls gehabt haben. UnabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒfbar ist davon so gut wie nichts.

Und genau hier beginnt die kritische Pflicht des Journalismus: Ein Vater ist nicht sein Sohn, ein Familienname keine Firmenvollmacht. Ob Elon Musk in irgendeines dieser Vorhaben eingebunden ist, bleibt offen. Dass der Kreml einen prominenten Nachnamen dankbar als BĂŒhnendekoration nutzt, liegt hingegen auf der Hand. Wer sich in Moskau feiern lĂ€sst, wird in Moskau instrumentalisiert – das ist keine Verschwörungstheorie, das ist Handwerk der Machtpolitik, seit es Machtpolitik gibt.

Warum das Misstrauen der BĂŒrger hausgemacht ist

Bemerkenswert ist weniger die Botschaft als ihre Resonanz. Millionen Deutsche glauben ihren Institutionen kein Wort mehr. Wer ĂŒber Jahre erlebt hat, wie unbequeme Wahrheiten – zur Migration, zur Energiepolitik, zur Inflation, zur eigenen WirtschaftsschwĂ€che – erst geleugnet, dann relativiert und schließlich stillschweigend eingerĂ€umt wurden, entwickelt eine gewisse ImmunitĂ€t gegen offizielle Verlautbarungen. Die Bundesregierung braucht sich ĂŒber schwindendes Vertrauen nicht zu wundern, sie hat es systematisch verspielt. Und in dieses Vakuum stoßen dann Stimmen, die es mit der Faktenlage nicht besonders genau nehmen mĂŒssen, weil das Publikum ohnehin niemandem mehr glaubt.

Wer die eigene Bevölkerung jahrelang belehrt, erzieht und moralisch sortiert, sollte sich nicht beschweren, wenn diese Bevölkerung irgendwann jedem zuhört – nur nicht der Regierung.

Dass Errol Musk zugleich die westlichen Sanktionen scharf kritisiert und Russen empfahl, diese einfach zu ignorieren, passt ins Bild. Und ja, auch Elon Musk selbst sprach sich vor wenigen Wochen im GesprĂ€ch mit dem britischen „Economist“ dafĂŒr aus, Russland in einem Friedensabkommen Gebietsgewinne zuzugestehen – wĂ€hrend die Starlink-Satelliten seines Unternehmens SpaceX der ukrainischen Armee bei der Abwehr russischer Angriffe dienen. Ein Widerspruch, der viel ĂŒber die Verflechtung von Geopolitik, Technologie und privaten Interessen erzĂ€hlt.

Die eigentliche Lektion

Man muss Moskau nicht bewundern, um zu erkennen, dass die Sanktionsarchitektur des Westens ihr Ziel verfehlt hat. Russland hat sich neu ausgerichtet, hat Gold gehortet, Handelswege verlagert, Partner im globalen SĂŒden gefunden. Deutschland dagegen hat seine Industrie mit Energiepreisen belastet, die keine Volkswirtschaft dauerhaft aushĂ€lt, wĂ€hrend in Berlin 500-Milliarden-Sondervermögen beschlossen werden und die KlimaneutralitĂ€t ins Grundgesetz wandert. Wer da glaubt, der Wohlstand von morgen sei gesichert, glaubt auch, dass Schulden Vermögen seien.

FĂŒr den einzelnen BĂŒrger heißt das: Vertrauen ist gut, Eigenverantwortung ist besser. In einer Welt, in der WĂ€hrungen als politische Waffen eingesetzt, Konten eingefroren und Vermögen ĂŒber Nacht per Dekret entwertet werden können, bleibt physisches Gold und Silber in eigener VerfĂŒgung das, was es seit Jahrtausenden war: unbestechlich, staatsfern und unabhĂ€ngig von den ErzĂ€hlungen des Tages. Eine sinnvolle Beimischung in jedem breit gestreuten Portfolio – nicht als Wette, sondern als Versicherung gegen die Fehlentscheidungen jener, die uns regieren.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar und beruht auf öffentlich zugĂ€nglichen Informationen sowie der EinschĂ€tzung unserer Redaktion. Er begrĂŒndet keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Vermögenswerten. Jeder Anleger ist verpflichtet, sich eigenstĂ€ndig zu informieren, Risiken selbst zu bewerten und trĂ€gt die Verantwortung fĂŒr seine Entscheidungen allein. Rechts- und Steuerberatung erfolgt durch uns ausdrĂŒcklich nicht; ziehen Sie hierfĂŒr qualifizierte Fachleute hinzu.

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