Kettner Edelmetalle
05.01.2026
13:53 Uhr

UN-Sicherheitsrat: Somalischer Präsident betreibt nebenbei Pflegeheim in den USA

UN-Sicherheitsrat: Somalischer Präsident betreibt nebenbei Pflegeheim in den USA

Die Vereinten Nationen – jene ehrwürdige Institution, die sich selbst als moralische Instanz der Weltgemeinschaft versteht – liefern einmal mehr Stoff für ungläubiges Kopfschütteln. Der somalische UN-Botschafter Abukar Osman, der seit Januar 2026 das prestigeträchtige Amt des Präsidenten des UN-Sicherheitsrates bekleidet, steht im Verdacht, parallel zu seiner diplomatischen Tätigkeit ein Gesundheitsunternehmen in Ohio zu führen. Was zunächst wie ein harmloser Nebenverdienst klingen mag, gewinnt vor dem Hintergrund eines massiven Betrugsskandals in der somalischen Diaspora der USA eine völlig neue Brisanz.

Doppelrolle zwischen New York und Cincinnati

Die Fakten sprechen eine deutliche Sprache: Laut dem offiziellen NPI-Register, in dem sämtliche in den Vereinigten Staaten tätigen Gesundheitsdienstleister erfasst werden, ist Osman als Präsident und CEO der „Progressive Health Care Services Inc." in Cincinnati registriert. Auf seinem LinkedIn-Profil behauptet der Diplomat hingegen, diese Position bereits 2019 aufgegeben zu haben. Ein Widerspruch, der Fragen aufwirft – und zwar nicht nur akademischer Natur.

Denn während Osman auf der Weltbühne über Krieg und Frieden mitentscheidet, könnte sein Unternehmen in Ohio Gelder aus dem staatlichen Krankenversicherungsprogramm Medicaid beziehen. Ausgerechnet jenes Programm, das derzeit im Zentrum eines gigantischen Betrugsskandals steht, in den zahlreiche von Somaliern geführte Einrichtungen verwickelt sind.

Der Minnesota-Skandal wirft lange Schatten

Was sich in den vergangenen Monaten in den USA offenbart hat, liest sich wie das Drehbuch eines Kriminalfilms. Somalisch geführte Kindertagesstätten und Pflegeeinrichtungen sollen durch fingierte Abrechnungen Millionen von US-Dollar aus staatlichen Hilfsprogrammen erschlichen haben. Der Influencer Nick Shirley dokumentierte in einem aufsehenerregenden Video, wie zahlreiche dieser vermeintlichen Betreuungseinrichtungen in Wahrheit verfallene Gebäude sind, in denen offensichtlich keine Kinder betreut werden – obwohl sie jahrelang üppige staatliche Zuwendungen kassierten.

Die Dimension dieses Betrugs ist erschütternd. Es handelt sich um ein systematisches Abzocken des amerikanischen Steuerzahlers, orchestriert von Netzwerken, die die Großzügigkeit des Sozialstaates schamlos ausnutzen. Dass nun ausgerechnet der Mann, der den UN-Sicherheitsrat präsidiert, mit einem Unternehmen in Verbindung gebracht wird, das potenziell von denselben Geldströmen profitiert, ist ein Skandal von internationaler Tragweite.

Interessenkonflikt oder nur ein Zufall?

Natürlich muss betont werden: Ein direkter Beweis für eine Verwicklung Osmans in betrügerische Machenschaften liegt nicht vor. Doch allein die Tatsache, dass der Präsident des mächtigsten Gremiums der Vereinten Nationen nebenbei ein Unternehmen in einer Branche betreibt, die von einem massiven Betrugsskandal erschüttert wird, wirft fundamentale Fragen auf. Wie kann es sein, dass solche Doppelrollen überhaupt möglich sind? Welche Kontrollmechanismen versagen hier auf ganzer Linie?

Die sozialen Medien reagierten entsprechend empört. Viele Kommentatoren sehen in diesem Fall ein weiteres Symptom für die tiefgreifende Korruption, die internationale Institutionen durchzieht. Somalia – ein Land, das als Staat kaum noch funktioniert und wirtschaftlich am Boden liegt – entsendet einen Diplomaten, der offenbar geschäftstüchtig genug ist, nebenbei ein Gesundheitsunternehmen in den USA zu führen. Die Ironie könnte kaum größer sein.

Parallelen zu deutschen Verhältnissen

Was in den USA nun ans Tageslicht kommt, dürfte auch hierzulande bekannt vorkommen. Die sogenannte „Einwanderungsindustrie" floriert auch in Deutschland prächtig. Pflegeeinrichtungen, Betreuungsdienste, Asylunterkünfte – überall dort, wo staatliche Gelder fließen, haben sich Strukturen etabliert, die nicht immer dem Gemeinwohl dienen. Die Parallelen sind frappierend, und es wäre naiv zu glauben, dass ähnliche Betrugsmuster nicht auch auf deutschem Boden existieren.

Während die neue US-Administration unter Präsident Trump bereits angekündigt hat, solchen Missständen energisch nachzugehen, herrscht in Deutschland weiterhin eine Kultur des Wegschauens. Wer auf mögliche Unregelmäßigkeiten hinweist, wird schnell als Störenfried abgestempelt. Die politische Klasse scheint kein Interesse daran zu haben, die Geldströme genauer unter die Lupe zu nehmen – schließlich profitieren zu viele von diesem System.

Die UN als Spiegel einer kranken Weltordnung

Der Fall Osman ist mehr als nur eine Randnotiz. Er offenbart die tiefe Dysfunktionalität internationaler Institutionen, die sich längst von den Interessen der Bürger entfernt haben. Wenn der Präsident des UN-Sicherheitsrates nebenbei Geschäfte in einer skandalumwitterten Branche betreibt, dann ist das ein Symptom für einen viel größeren Verfall. Die Vereinten Nationen, einst gegründet als Hüter des Weltfriedens, verkommen zunehmend zu einem Selbstbedienungsladen für Funktionäre aus aller Herren Länder.

Es bleibt abzuwarten, ob dieser Fall Konsequenzen haben wird. Die Erfahrung lehrt: Internationale Organisationen sind Meister darin, Skandale auszusitzen und zur Tagesordnung überzugehen. Doch die Bürger – ob in den USA, in Deutschland oder anderswo – haben ein Recht darauf zu erfahren, wer mit ihren Steuergeldern jongliert. Und sie haben ein Recht darauf, dass diejenigen, die das Vertrauen missbrauchen, zur Rechenschaft gezogen werden.

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