
Trumps Venezuela-Coup: Wie Amerika sich den größten Ölschatz der Welt unter den Nagel reißt
Was für ein Paukenschlag aus Washington! Während Europa noch über Klimaziele debattiert und Deutschland seine Industrie mit ideologiegetriebener Energiepolitik systematisch demontiert, zeigt US-Präsident Donald Trump der Welt, wie knallharte Interessenpolitik funktioniert. Nach der spektakulären Festnahme des venezolanischen Diktators Nicolás Maduro kündigt Trump an, die marode Ölindustrie des südamerikanischen Landes mit amerikanischem Kapital wiederaufzubauen. Ein Meisterstück realpolitischen Handelns – oder imperialistische Anmaßung? Die Wahrheit liegt, wie so oft, irgendwo dazwischen.
Ein Ölgigant am Boden: Das Erbe des Sozialismus
Venezuela besitzt mit rund 303 Milliarden Barrel die größten nachgewiesenen Ölreserven der Welt – mehr als Saudi-Arabien, mehr als jedes andere Land auf diesem Planeten. Doch was nützt der größte Schatz, wenn man ihn nicht heben kann? Die sozialistische Misswirtschaft unter Hugo Chávez und seinem Nachfolger Maduro hat aus einem der wohlhabendsten Länder Lateinamerikas ein wirtschaftliches Trümmerfeld gemacht.
In den goldenen 1970er-Jahren förderte Venezuela stolze 3,5 Millionen Barrel täglich und deckte damit über sieben Prozent des weltweiten Ölbedarfs. Heute? Klägliche 1,1 Millionen Barrel – gerade einmal ein Prozent der globalen Produktion. Die Raffinerien arbeiten weit unter Kapazität, Pipelines lecken, Stromausfälle legen regelmäßig die Produktion lahm. „Die Infrastruktur ist marode. Sie ist brandgefährlich", brachte es Trump auf den Punkt.
Verstaatlichung als Sargnagel
Die Geschichte des venezolanischen Niedergangs liest sich wie ein Lehrbuch darüber, wie man eine florierende Industrie systematisch ruiniert. Nach der Verstaatlichung in den 1970er-Jahren und der Gründung des Staatskonzerns PDVSA öffnete sich das Land in den 1990er-Jahren zunächst wieder für ausländische Investoren. Doch dann kam Chávez.
Seine Regierung erzwang die Mehrheitsbeteiligung von PDVSA an allen Ölprojekten. Erfahrene Fachkräfte verließen das Unternehmen in Scharen. Die Einnahmen flossen nicht in dringend benötigte Investitionen, sondern in populistische Sozialprogramme – kurzfristiger Applaus statt langfristiger Substanz. Ein Muster, das man auch in anderen Ländern beobachten kann, die dem Sirenengesang des Sozialismus erlegen sind.
Die bittere Bilanz der Misswirtschaft
Der Council on Foreign Relations fasste es 2024 treffend zusammen: „Jahrzehntelange Misswirtschaft hat eines der einst wohlhabendsten Länder Lateinamerikas in den wirtschaftlichen und politischen Ruin getrieben." Hyperinflation, Nahrungsmittelknappheit, fehlende Medikamente – das sozialistische Paradies entpuppte sich als Hölle für die einfachen Menschen.
Trumps Plan: Milliarden für den Wiederaufbau
Nun also der amerikanische Zugriff. Trump kündigte an, dass US-Ölkonzerne Milliarden investieren werden, um die marode Infrastruktur zu reparieren. Die Kosten? Werden aus den künftigen Öleinnahmen gedeckt. Ein klassisches Geschäftsmodell, das Trump aus seiner Zeit als Immobilienunternehmer bestens kennt.
Kriegsminister Pete Hegseth ließ keinen Zweifel an der Entschlossenheit der Administration: „Amerika kann seinen Willen überall und jederzeit durchsetzen. Präsident Trump meint es todernst mit der Rückgewinnung des uns gestohlenen Öls." Worte, die in Peking und Moskau aufmerksam registriert werden dürften.
China schaut in die Röhre – oder doch nicht?
Interessant ist Trumps Umgang mit China, dem größten Gläubiger Venezuelas. Peking hatte unter Chávez rund zehn Milliarden Dollar in das Land gepumpt und sich die Schulden mit Öllieferungen zurückzahlen lassen. Nach der von Trump verhängten Tankerblockade wurden diese Exporte weitgehend eingestellt.
Doch Trump zeigt sich pragmatisch: China werde sein Öl erhalten, versicherte er. Die USA würden venezolanisches Öl weltweit verkaufen – „wahrscheinlich in deutlich größeren Mengen". Geschäft ist Geschäft, auch wenn der Kunde ein geopolitischer Rivale ist.
Experten mahnen zur Geduld
Nicht alle teilen Trumps Optimismus bezüglich einer schnellen Erholung der venezolanischen Ölproduktion. Arne Lohmann Rasmussen von Global Risk Management warnt: „Es wird einige Zeit dauern, bis sich die Produktion vollständig erholt hat." Jorge León von Rystad Energy verweist auf die ernüchternden Beispiele Libyen und Irak, wo erzwungene Regimewechsel die Ölversorgung keineswegs schnell stabilisierten.
Das Orinoco-Rohöl ist zwar technisch einfach zu fördern, erfordert aber spezielle Aufbereitungsanlagen und kontinuierliche Wartung. Ohne nachhaltige Investitionen sinkt die Fördermenge rapide – ein Problem, das nicht über Nacht zu lösen ist.
Ein Signal an die Welt
Unabhängig davon, wie schnell die Ölproduktion tatsächlich wieder anläuft, sendet Trumps Vorgehen eine unmissverständliche Botschaft: Amerika ist zurück auf der Weltbühne und bereit, seine Interessen mit allen Mitteln durchzusetzen. Während Europa sich in endlosen Debatten über Klimaneutralität und Gendersternchen verliert, sichert sich Washington handfeste Ressourcen.
Für Anleger bedeutet diese Entwicklung vor allem eines: Die geopolitischen Risiken bleiben hoch. In solch unsicheren Zeiten bewähren sich traditionelle Wertanlagen wie physische Edelmetalle als stabiler Anker im Portfolio. Gold und Silber haben sich über Jahrtausende als Vermögenssicherung in Krisenzeiten bewährt – eine Eigenschaft, die angesichts der aktuellen Weltlage wichtiger denn je erscheint.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.










