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09.01.2026
15:05 Uhr

Trumps nächstes Ziel: US-Präsident droht Mexiko mit Militärschlägen

Trumps nächstes Ziel: US-Präsident droht Mexiko mit Militärschlägen

Die Welt kommt nicht zur Ruhe. Kaum hat sich der Staub nach den jüngsten außenpolitischen Eskapaden des amerikanischen Präsidenten gelegt, da sorgt Donald Trump bereits für die nächste internationale Erschütterung. In einem Interview mit dem konservativen Sender Fox News kündigte der 79-Jährige an, militärisch gegen mexikanische Drogenkartelle vorgehen zu wollen – und zwar auf mexikanischem Boden.

Kartelle als Vorwand für militärische Intervention?

„Wir werden im Kampf gegen die Kartelle zuschlagen", erklärte Trump gegenüber Moderator Sean Hannity. Die Begründung klingt zunächst nachvollziehbar: Der verheerende Drogenkrieg, der jährlich Hunderttausende amerikanische Leben fordert. Doch die Methoden, die der US-Präsident anzuwenden gedenkt, werfen fundamentale völkerrechtliche Fragen auf.

Trump behauptete, bereits 97 Prozent der auf dem Seeweg eingeschmuggelten Drogen abgefangen zu haben. Nun wolle man auch den Landweg ins Visier nehmen. Die Kartelle würden Mexiko regelrecht beherrschen, so der Präsident weiter. „Es ist sehr, sehr traurig zu sehen, was mit diesem Land passiert ist", fügte er hinzu und sprach von 250.000 bis 300.000 Drogentoten jährlich in den Vereinigten Staaten.

Völkerrecht? Interessiert Trump nicht

Bemerkenswert ist, was im Interview nicht zur Sprache kam: Die Frage nach der völkerrechtlichen Legitimität eines solchen Angriffs auf einen souveränen Nachbarstaat stellte der Fox-News-Moderator schlichtweg nicht. Erst im anschließenden Gespräch mit Journalisten der New York Times wurde dieses heikle Thema überhaupt angeschnitten.

„Die Grenze ist im Grunde wirklich geschlossen. Geschlossen. Man kann nicht hereinkommen. Niemand kommt rein. Niemand versucht es überhaupt."

Diese Selbstbeweihräucherung Trumps bezüglich seiner Grenzpolitik dürfte bei vielen Beobachtern bestenfalls ein müdes Lächeln hervorrufen. Doch die Ankündigung militärischer Schläge gegen den südlichen Nachbarn ist alles andere als ein Grund zum Schmunzeln.

Ein gefährliches Muster zeichnet sich ab

Nach den Drohungen gegen Grönland und dem Venezuela-Coup fügt sich die Mexiko-Ankündigung in ein beunruhigendes Muster ein. Der amerikanische Präsident scheint internationale Normen und diplomatische Gepflogenheiten zunehmend als lästige Hindernisse zu betrachten, die es zu überwinden gilt. Die Souveränität anderer Staaten? Offenbar nur noch eine Fußnote in Trumps außenpolitischem Drehbuch.

Für Europa und insbesondere für Deutschland sollten diese Entwicklungen ein Weckruf sein. Die transatlantischen Beziehungen stehen auf tönernen Füßen, während ein unberechenbarer US-Präsident die Weltordnung nach seinem Gutdünken umzugestalten versucht. In solch unsicheren Zeiten gewinnen traditionelle Wertanlagen wie physische Edelmetalle an Bedeutung – als Absicherung gegen geopolitische Verwerfungen und wirtschaftliche Turbulenzen, die aus derartigen Konflikten unweigerlich resultieren können.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Trumps Drohungen bloße Rhetorik bleiben oder ob der US-Präsident tatsächlich bereit ist, einen bewaffneten Konflikt mit dem Nachbarland zu riskieren. Die internationale Gemeinschaft täte gut daran, wachsam zu bleiben.

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