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14.01.2026
18:25 Uhr

Trump zieht die Schotten dicht: USA stoppen Visa-Bearbeitung für 75 Länder

Trump zieht die Schotten dicht: USA stoppen Visa-Bearbeitung für 75 Länder

Die Vereinigten Staaten verschärfen ihre ohnehin restriktive Einwanderungspolitik erneut drastisch. Wie die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, am Mittwoch über den Kurznachrichtendienst X verkündete, werden die Visaverfahren für sage und schreibe 75 Länder mit sofortiger Wirkung eingefroren. Ein Paukenschlag, der die Entschlossenheit der Trump-Administration unterstreicht, die amerikanischen Grenzen konsequent zu schützen.

Wer ist betroffen?

Die Liste der betroffenen Staaten liest sich wie ein Who's Who der geopolitischen Brennpunkte dieser Welt. Russland, der Iran, Somalia, Afghanistan und Nigeria gehören zu den Ländern, deren Bürger vorerst keine Einwanderungsvisa mehr beantragen können. Doch damit nicht genug: Laut einem Bericht des Senders Fox News werden ab dem 21. Januar auch Anträge aus Ägypten, Brasilien, dem Irak, Jemen und Thailand nicht mehr bearbeitet.

Die Begründung der US-Regierung ist dabei so pragmatisch wie unmissverständlich: Man wolle verhindern, dass Einwanderer ins Land kommen, die „wahrscheinlich zu einer öffentlichen Last" werden könnten. Eine Formulierung, die in ihrer Direktheit erfrischend ehrlich ist – und die man sich in manch europäischer Hauptstadt durchaus zum Vorbild nehmen könnte.

Konsequente Fortsetzung einer klaren Linie

Seit Beginn seiner zweiten Amtszeit im Januar 2025 hat Präsident Donald Trump keinen Zweifel daran gelassen, dass er es mit der Kontrolle der Einwanderung ernst meint. Die Verschärfung der Visaregeln ist dabei nur ein Baustein einer umfassenden Strategie. Massenabschiebungen von Menschen ohne gültige Aufenthaltserlaubnis wurden angeordnet, die Grenzkontrollen massiv verstärkt.

Während in Deutschland die Große Koalition unter Friedrich Merz noch immer nach einem tragfähigen Konzept für die Migrationspolitik sucht, demonstrieren die USA, wie entschlossenes Handeln aussehen kann. Die Botschaft an potenzielle Einwanderer ist unmissverständlich: Wer in die Vereinigten Staaten kommen will, muss nachweisen, dass er dem Land etwas zu bieten hat – und nicht umgekehrt.

Ein Modell für Europa?

Die Maßnahme dürfte in Europa für kontroverse Diskussionen sorgen. Während linke Politiker reflexartig von „Abschottung" und „Unmenschlichkeit" sprechen werden, könnte die amerikanische Vorgehensweise für konservative Kräfte durchaus als Blaupause dienen. Denn eines ist klar: Ein Staat, der nicht kontrolliert, wer seine Grenzen überschreitet, gibt einen wesentlichen Teil seiner Souveränität auf.

Die Trump-Administration zeigt einmal mehr, dass nationale Interessen durchaus Vorrang haben können – und dass eine restriktive Einwanderungspolitik keineswegs das Ende der Welt bedeutet. Im Gegenteil: Sie könnte der Anfang einer vernünftigeren, nachhaltigeren Herangehensweise sein, die sowohl die Interessen der einheimischen Bevölkerung als auch die der tatsächlich Schutzbedürftigen besser berücksichtigt als das bisherige Chaos offener Grenzen.

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