
Trump und Putin planen Friedensgipfel: Europa bleibt auĂen vor
Die Zeichen stehen auf Frieden in der Ukraine â doch ausgerechnet die EU spielt dabei nur die Rolle des Zaungastes. WĂ€hrend US-PrĂ€sident Donald Trump und sein russischer Amtskollege Wladimir Putin sich zu einem neuerlichen Gipfeltreffen in Budapest vorbereiten, offenbart sich die ganze Tragweite des europĂ€ischen Versagens in diesem Konflikt.
Amerika hat seine Ziele lÀngst erreicht
Wer die AuĂenpolitik mit nĂŒchternem Blick betrachtet, erkennt schnell die wahren Gewinner dieses Krieges. Die Vereinigten Staaten haben ihre strategischen Interessen durchgesetzt: Europa kauft nun teures amerikanisches Fracking-Gas statt gĂŒnstiges russisches Erdgas. Die europĂ€ischen RĂŒstungsbudgets explodieren â und wer profitiert? Richtig, die amerikanische Waffenindustrie. Washington konnte seine geopolitischen Ziele verwirklichen, ohne einen einzigen eigenen Soldaten zu opfern.
WĂ€hrenddessen zahlen die europĂ€ischen BĂŒrger die Zeche: explodierende Energiepreise, eine galoppierende Inflation und eine Wirtschaft, die unter den selbst auferlegten Sanktionen mehr leidet als die russische. Die deutsche Industrie wandert ab, die Mittelschicht verarmt â aber Hauptsache, man hat moralisch die richtige Haltung eingenommen.
Putin nÀhert sich seinen Zielen
Auch der Kreml-Chef steht kurz davor, seine Forderungen durchzusetzen. Die verstĂ€rkten Bombardierungen der letzten Wochen könnten als letztes AufbĂ€umen vor einem Friedensschluss gedeutet werden â ein Versuch, die Verhandlungsposition zu stĂ€rken. Doch auch Putin spĂŒrt den Druck: Die russische Wirtschaft zeigt erste ErmĂŒdungserscheinungen, und Trump hat die Daumenschrauben bei Indien und China angezogen, den wichtigsten Abnehmern russischer Rohstoffe.
âPutin ist nicht so allmĂ€chtig, wie er im Westen dargestellt wird. Auch er kann es sich nicht leisten, die UnterstĂŒtzung der Eliten und der Bevölkerung zu verlieren."
Der russische PrĂ€sident, ein gebĂŒrtiger St. Petersburger mit traditionell westlicher Orientierung, dĂŒrfte die Isolation satt haben. Ein Friedensschluss böte ihm die Chance, aus der diplomatischen KĂ€lte zu entkommen und Russland wieder nĂ€her an Europa heranzufĂŒhren â sofern die EU-Eliten dies zulassen.
Machtwechsel in Kiew bahnt sich an
In der Ukraine zeichnen sich unterdessen dramatische VerĂ€nderungen ab. Die Tage von Wolodymyr Selenskyj scheinen gezĂ€hlt. Hinter den Kulissen werde bereits ĂŒber einen gesichtswahrenden Abgang verhandelt, heiĂt es aus gut informierten Kreisen. Der Schauspieler-PrĂ€sident brauche persönliche Sicherheitsgarantien und ein gesichertes Auskommen â angeblich sei sogar von einer Hollywood-Verfilmung seines Lebens die Rede. Die Tantiemen daraus könnten als eleganter Deckmantel fĂŒr bereits angehĂ€uftes Vermögen dienen.
Als aussichtsreichster Nachfolger gilt derzeit der ehemalige Armeekommandeur Walerij Saluschnyj. Ein MilitÀr an der Spitze des Staates könnte die notwendige AutoritÀt besitzen, um unpopulÀre Friedensbedingungen durchzusetzen.
Die EU hat sich selbst ins Abseits manövriert
WĂ€hrend Trump und Putin die Weichen fĂŒr einen möglichen Frieden stellen, glĂ€nzt BrĂŒssel durch Abwesenheit. Die EU-Granden haben sich so sehr in ihrer moralischen Ăberlegenheit eingerichtet, dass sie die RealitĂ€ten aus den Augen verloren haben. Statt pragmatischer Diplomatie setzte man auf Sanktionen, die der eigenen Wirtschaft mehr schaden als der russischen. Statt Vermittlung zu betreiben, gefiel man sich in scharfer Rhetorik.
Das Ergebnis dieser Politik ist verheerend: Europa hat sich in diesem Konflikt komplett an den Rand gespielt. Ausgerechnet Donald Trump, ĂŒber den sich die europĂ€ischen Eliten so gerne erheben, bahnt nun den Weg zum Frieden. Der amerikanische PrĂ€sident, der mit Zuckerbrot und Peitsche, mit Diplomatie und der Drohung seiner Tomahawks agiert, könnte nach dem fragilen Frieden im Nahen Osten einen weiteren spektakulĂ€ren Erfolg verbuchen.
Der Nobelpreis winkt
Sollte der Durchbruch in Budapest gelingen, wĂ€re Trump der Friedensnobelpreis wohl nicht mehr zu nehmen. Und Putin hĂ€tte die einmalige Chance, dem US-PrĂ€sidenten zu dieser begehrten TrophĂ€e zu verhelfen â eine Win-Win-Situation fĂŒr beide StaatsmĂ€nner. Trump, der in seiner Offenheit gegenĂŒber Russland alle republikanischen PrĂ€sidenten seit Abraham Lincoln in den Schatten stellt, könnte als Friedensbringer in die Geschichte eingehen.
Ein Ende des Ukraine-Krieges wĂŒrde endlich die vergiftete AtmosphĂ€re in Europa entkrampfen. Es böte die Chance, die Beziehungen zu Russland zu normalisieren und die wirtschaftliche Talfahrt zu stoppen. Doch haben die tonangebenden EU-Kreise ĂŒberhaupt einen Plan fĂŒr die Zeit nach dem Krieg? Bisher sieht es nicht danach aus.
Die Verweigerungshaltung der europĂ€ischen Politik hat einen hohen Preis â politisch wie wirtschaftlich. WĂ€hrend die BĂŒrger unter explodierenden Preisen und einer maroden Infrastruktur leiden, wĂ€hrend BrĂŒcken zusammenstĂŒrzen und die KriminalitĂ€t neue Rekorde erreicht, beschĂ€ftigt sich die Politik lieber mit Gendersternchen und Klimazielen. Die RealitĂ€t wird ausgeblendet, der Moralismus regiert.
Bleibt zu hoffen, dass der Gipfel von Budapest nicht wie das Treffen in Alaska vor einigen Monaten endet. Damals soll eine Einigung greifbar nahe gewesen sein, bevor sich Trump wĂ€hrend der GesprĂ€che davon distanzierte. Die genauen GrĂŒnde bleiben im Dunkeln, doch einen zweiten Fehlschlag können sich beide Seiten nicht leisten.
Die Zeichen stehen jedenfalls gĂŒnstiger als je zuvor. Die militĂ€rischen Eskalationen der letzten Zeit könnten paradoxerweise die Vorboten einer diplomatischen Lösung sein. Wenn den beiden Testosteron-gesteuerten Machtpolitikern ihre Instinkte nicht völlig abhandengekommen sind, werden sie diese historische Chance nutzen. Europa bleibt nur die Rolle des Zuschauers â selbst verschuldet durch eine Politik, die Ideologie ĂŒber Pragmatismus stellte.
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