
Trump im Catering-Container: Air Force One flog nur als Köder

Es klingt wie das Drehbuch eines Agentenfilms â doch es ist offenbar tatsĂ€chlich passiert. Nach dem NATO-Gipfel im tĂŒrkischen Ankara am 8. Juli soll US-PrĂ€sident Donald Trump seinen Regierungsjumbo heimlich wieder verlassen haben, versteckt in einem fensterlosen Catering-Container. Nun bestĂ€tigte der 80-JĂ€hrige das Manöver indirekt â und schob die Verantwortung dem Secret Service zu.
Vorne rein, seitlich raus
Wie die «Washington Post» am Montag berichtete und die «New York Times» unter Berufung auf einen US-Beamten bestĂ€tigte, lief die Operation nach Drehbuch ab: Trump stieg vor laufenden Kameras ĂŒber die Gangway in die alte, hellblaue Boeing 747. Auf der abgewandten Seite der Maschine soll er unbemerkt in einen angedockten Catering-Container umgestiegen sein.
Der Laster brachte ihn den Berichten zufolge quer ĂŒber das Rollfeld zu einer kleineren MilitĂ€rmaschine vom Typ C-32A â der MilitĂ€rversion einer Boeing 757. Ziel: der britische LuftwaffenstĂŒtzpunkt Mildenhall. Die mitreisenden Journalisten wurden angewiesen, vor dem Start die Fensterblenden zu schlieĂen.
Pikant: Laut dem Bericht sollen selbst Teile des WeiĂe-Haus-Personals an Bord des Jumbos nicht gewusst haben, dass ihr PrĂ€sident gar nicht mitfliegt. In GroĂbritannien wechselte der Tross dann in jenen Jet, den Katar den USA geschenkt hatte â ein Vorgang, der schon im vergangenen Jahr fĂŒr heftige Debatten sorgte.
«Ich tue, was sie sagen»
Trump selbst gab sich auf Nachfragen von Reportern betont gelassen. Die Entscheidung habe allein beim Secret Service gelegen, sagte er:
«Ich tue, was sie sagen.»
Zum Hintergrund Ă€uĂerte er sich vage: Er nehme an, dass es eine Bedrohung gegeben habe, nachgefragt habe er nicht. Und dann jener Satz, der die Schlagzeilen prĂ€gte: «Jeder PrĂ€sident, der etwas bewirkt, ist mit zahlreichen Drohungen konfrontiert. PrĂ€sidenten, die nichts bewirken, bekommen keine Drohungen.» Das WeiĂe Haus ging auf den Bericht nicht direkt ein; Kommunikationsdirektor Steven Cheung erklĂ€rte lediglich, viele Feinde Amerikas hĂ€tten den PrĂ€sidenten im Visier, man nutze jedes verfĂŒgbare Mittel.
Iran im Hintergrund â und ein historisches Vorbild
Auslöser soll eine konkrete, vom Iran ausgehende Bedrohung gewesen sein. Der zeitliche Zusammenhang ist bemerkenswert: Bereits wĂ€hrend des Gipfels hatte das US-MilitĂ€r Berichten zufolge Ziele im Iran angegriffen. Ein frĂŒherer Secret-Service-Agent wertete die auĂergewöhnliche MaĂnahme in den Berichten als mögliches Indiz fĂŒr sehr konkrete Geheimdiensterkenntnisse.
Neu ist die Idee nicht. Im Jahr 2000 nutzte PrĂ€sident Bill Clinton fĂŒr einen Flug nach Pakistan dem Bericht zufolge eine unmarkierte Maschine, wĂ€hrend die Air Force One als Ablenkung vorausflog. Neu ist allerdings die Dimension: Der mĂ€chtigste Mann der Welt verlĂ€sst einen NATO-Gipfel im Essenswagen.
Was das fĂŒr Anleger bedeutet
Aus Sicht unserer Redaktion ist die Episode mehr als eine schrille Anekdote. Sie zeigt, wie angespannt die Lage im Nahen Osten weiterhin ist â mit direkten Folgen fĂŒr Energiepreise, Lieferketten und KapitalmĂ€rkte. Wer glaubt, geopolitische Risiken seien abgerĂ€umt, wird von solchen Meldungen regelmĂ€Ăig eines Besseren belehrt.
In Zeiten, in denen Regierungen Schulden auftĂŒrmen und Krisenherde nicht kleiner werden, bleiben physische Edelmetalle fĂŒr viele BĂŒrger eine bewĂ€hrte ErgĂ€nzung zur Absicherung des eigenen Vermögens â nicht als Spekulation, sondern als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die EinschĂ€tzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger muss eigenstĂ€ndig recherchieren und trĂ€gt die Verantwortung fĂŒr seine Entscheidungen selbst.
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