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13.08.2026
13:58 Uhr
KI-generiert

Trump dreht den Geldhahn zu: Kein Steuergeld mehr fĂĽr Hormone bei Kindern

Trump dreht den Geldhahn zu: Kein Steuergeld mehr fĂĽr Hormone bei Kindern
Symbolbild: KI-generiert

Washington greift durch: Die US-Regierung stoppt die Bundesfinanzierung von Pubertätsblockern, gegengeschlechtlichen Hormonen und geschlechtsangleichenden Operationen bei Minderjährigen. Betroffen sind die staatlichen Gesundheitsprogramme Medicaid und CHIP. Die Regelung tritt am 13. Oktober in Kraft.

Präsident Donald Trump erklärte, er habe den Chef der Centers for Medicare and Medicaid Services (CMS), Mehmet Oz, mit der Umsetzung beauftragt. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er:

«Wir werden nicht dafür bezahlen, dass unsere unschuldigen Kinder sich diesen barbarischen Operationen und Praktiken unterziehen, die ihren jungen Körpern unvorstellbaren und irreversiblen Schaden zufügen»

Was genau gestrichen wird – und was bleibt

Die Behörde spricht in ihrer Regel von «sex-rejecting procedures». Laut US-Medienberichten entfällt die sogenannte Bundesbeteiligung künftig für Medicaid-Versicherte unter 18 und CHIP-Versicherte unter 19 Jahren. Psychologische und psychiatrische Behandlungen bleiben dagegen finanziert.

Wichtig für die Einordnung: Es handelt sich nicht um ein bundesweites Verbot. Die einzelnen Bundesstaaten dürfen solche Behandlungen weiterhin bezahlen – nur eben aus der eigenen Kasse statt aus Washingtoner Steuergeld. Für Jugendliche, die bereits Hormone erhalten, ist Berichten zufolge eine ärztlich begleitete Übergangsphase von bis zu sechs Monaten vorgesehen, also bis in den April 2027 hinein.

Um wie viel Geld geht es ĂĽberhaupt?

Erstaunlich wenig – gemessen am politischen Getöse. Nach Angaben von US-Medien flossen im Jahr 2023 aus beiden Programmen zusammen rund 31 Millionen Dollar in entsprechende Leistungen. CMS-Chef Oz hatte in einem Zeitungsbeitrag im Dezember argumentiert, über ein Jahrzehnt ließen sich mehr als 250 Millionen Dollar einsparen.

Es geht also weniger um Haushaltszahlen als um eine Grundsatzfrage: WofĂĽr haftet der Steuerzahler, wenn die medizinische Beweislage dĂĽnn ist?

Der Kulturkampf hat längst die Gerichte erreicht

In mindestens 27 US-Bundesstaaten sind derartige Behandlungen für Minderjährige bereits untersagt. Der Supreme Court hatte im Juni 2025 mit 6:3 Stimmen das entsprechende Verbot in Tennessee bestätigt – ein Urteil mit Signalwirkung.

LGBTQ-Organisationen kündigten prompt Widerstand an. Josh Rovenger von GLBTQ Legal Advocates and Defenders erklärte, die Vorschrift errichte «Barrieren zwischen Eltern und ihrer Möglichkeit, die besten medizinischen Entscheidungen für ihre Kinder zu treffen»; eine Klage sei geplant. Die meisten großen US-Ärzteverbände befürworten weiterhin den Zugang zu solchen Behandlungen.

Doch die Front bröckelt: Die American Society of Plastic Surgeons stellte Anfang 2026 fest, es gebe «unzureichende Belege» dafür, dass bei Brust-, Genital- und Gesichtsoperationen an Minderjährigen mit Geschlechtsdysphorie der Nutzen die Risiken überwiege. Operationen an Jugendlichen sind laut den Berichten ohnehin selten – Hormone und Pubertätsblocker deutlich häufiger.

Und Europa? Die Skepsis wächst

Der Kurswechsel ist kein rein amerikanisches Phänomen. In Großbritannien hatte der viel beachtete Cass-Report die Evidenzlage für Pubertätsblocker als schwach bewertet; auch skandinavische Gesundheitsbehörden haben ihre Praxis in den vergangenen Jahren spürbar verengt.

Aus Sicht unserer Redaktion zeigt der Vorgang vor allem eines: Wo ideologische Gewissheiten auf harte Evidenzprüfung treffen, geraten sie ins Wanken. In Deutschland dagegen wird über Geschlechtsidentität weiterhin überwiegend moralisch statt medizinisch debattiert – eine nüchterne Auswertung der Datenlage wäre auch hierzulande überfällig.

Dieser Beitrag gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Er stellt keine medizinische und keine Rechtsberatung dar.

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