Kettner Edelmetalle
25.05.2026
13:29 Uhr

Tödliche Goldgier in Angola: 28 Tote bei Einsturz einer illegalen Mine – ganze Familie ausgelöscht

Tödliche Goldgier in Angola: 28 Tote bei Einsturz einer illegalen Mine – ganze Familie ausgelöscht

Während in den klimatisierten Konferenzräumen Berlins über die nächste Steuererhöhung philosophiert wird, spielen sich in anderen Teilen der Welt menschliche Tragödien ab, die uns die wahre Bedeutung von Rohstoffen vor Augen führen. Im Norden Angolas hat der Einsturz einer illegal betriebenen Goldmine am vergangenen Samstag mindestens 28 Menschen das Leben gekostet. Die Opfer waren junge Männer zwischen 18 und 45 Jahren – Menschen, die in der bitteren Armut Afrikas nichts anderes übrigblieb, als ihr Leben für ein paar Gramm des begehrten Edelmetalls aufs Spiel zu setzen.

Ein ganzer Familienverband ausgelöscht

Besonders erschütternd: Allein 13 der Todesopfer sollen einer einzigen Familie angehört haben. Ein Schicksalsschlag, der ganze Dörfer in Trauer stürzt und Generationen prägen wird. Rettungskräfte hätten die Leichen aus den Trümmern in der Provinz Bengo geborgen, berichtete ein Polizeisprecher dem staatlichen Sender TPA. Die Suche nach weiteren Verschütteten dauere an. „Diese jungen Leute haben in diesem Gebiet Bodenschätze abgebaut, nämlich Gold, und irgendwann stürzte die Mine ein“, schilderte der Beamte nüchtern die Tragödie.

Das Schattenreich der Rohstoff-Schürfer

Die Behörden in Bengo schätzen, dass allein in dieser Provinz rund 7.000 Menschen in unregistrierten, also illegalen Abbaustätten arbeiten. Angola, ein Land mit gewaltigen Vorkommen an Diamanten und Gold, bleibt für seine Bürger paradoxerweise ein Land der Armut. Wo der Staat versagt, blüht der informelle Sektor – mit oft tödlichen Konsequenzen. Ohne Sicherheitsausrüstung, ohne stabile Stollen, ohne jegliche Kontrolle graben sich Menschen mit bloßen Händen in die Erde, in der Hoffnung, dem Elend zu entkommen.

Was uns dieser Vorfall lehrt

Der tragische Vorfall in Angola wirft ein Schlaglicht auf eine Realität, die in den westlichen Wohlstandsblasen gerne ausgeblendet wird: Gold ist kein digitales Konstrukt, kein Buchungseintrag, kein versprochener Wert auf einem Server. Gold ist ein physisches Gut, das mit menschlichem Schweiß, Mühe – und manchmal auch mit Blut – aus der Erde geholt wird. Genau diese Tatsache macht das Edelmetall seit Jahrtausenden zu einem Wertspeicher, dem keine Notenbank der Welt etwas anhaben kann. Während Regierungen Papier bedrucken können, bis die Druckerpressen glühen, bleibt die globale Goldförderung mühsam, gefährlich und begrenzt.

Die weltweite Förderung pro Jahr liegt bei rund 3.000 Tonnen – eine Menge, die im Vergleich zu den Billionen an neu geschaffenem Fiat-Geld geradezu lächerlich wirkt. Das ist auch der Grund, warum kluge Anleger seit Generationen auf physisches Gold setzen, gerade in Zeiten politischer und wirtschaftlicher Verwerfungen. Denn während Politiker in Berlin über 500-Milliarden-Schuldenpakete schwadronieren, die kommende Generationen knechten werden, bleibt das gelbe Metall ein Hort der Stabilität.

Mitgefühl für die Opfer – Mahnung für die Lebenden

Den Angehörigen der Verunglückten gilt unser tiefes Mitgefühl. Die 28 Toten von Bengo sind eine bittere Erinnerung daran, welchen Preis die Menschheit für ein Edelmetall zahlt, das in den Tresoren der Reichen lagert, während die Armen es unter Lebensgefahr aus der Erde holen. Diese Diskrepanz zwischen Förderbedingungen und globalem Handel sollte jedem Käufer bewusst sein. Wer bei einem seriösen Edelmetallhändler in Deutschland kauft, kann zumindest darauf vertrauen, dass die Lieferketten nach europäischen Standards überprüft sind – ein bescheidener, aber wichtiger Unterschied.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geäußerten Einschätzungen geben die Meinung unserer Redaktion wieder. Jede Anlageentscheidung sollte auf eigenständiger Recherche basieren und gegebenenfalls mit einem unabhängigen Berater besprochen werden. Für die getroffenen Entscheidungen ist jeder Anleger selbst verantwortlich.

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