Kettner Edelmetalle
12.09.2025
16:04 Uhr

Thailand im Goldrausch: Starker Baht befeuert Nachfrage nach dem ewigen Werterhalt

WĂ€hrend die deutsche Bundesregierung mit ihrer verfehlten Wirtschaftspolitik und dem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen die Inflation weiter anheizt, zeigen die ThailĂ€nder, wie man es richtig macht: Sie setzen massiv auf Gold. Die Nachfrage nach dem Edelmetall dĂŒrfte im Land des LĂ€chelns zum fĂŒnften Mal in Folge steigen – ein Trend, der hierzulande Schule machen sollte.

Goldnachfrage explodiert trotz Rekordpreisen

Die thailĂ€ndische Goldnachfrage, ohne die KĂ€ufe der Zentralbank, dĂŒrfte dieses Jahr um satte 10 Prozent auf 53,7 Tonnen klettern. Im ersten Halbjahr schoss die Nachfrage bereits um beeindruckende 21 Prozent auf 20,7 Tonnen in die Höhe. Diese Zahlen sollten auch deutschen Anlegern zu denken geben, die ihr Vermögen immer noch in wertlosen PapierwĂ€hrungen parken.

Was treibt die ThailĂ€nder zu dieser klugen Anlageentscheidung? Der Managing Director von MTS Gold Group, einem der grĂ¶ĂŸten EdelmetallhĂ€ndler Thailands, bringt es auf den Punkt: Die Menschen suchen höhere Renditen und einen sicheren Hafen gegen die wachsenden globalen und nationalen politischen Unsicherheiten. Eine Weisheit, die in Berlin offenbar noch nicht angekommen ist.

Kulturelle Verwurzelung trifft auf wirtschaftliche Vernunft

Die thailĂ€ndische AffinitĂ€t zu Gold sei sowohl kulturell als auch historisch begrĂŒndet, heißt es. Das Edelmetall werde hĂ€ufig in buddhistischen Tempeln dargebracht und gelte als traditionelle Form der Vermögenssicherung und -weitergabe. Thailand sei das einzige Land weltweit, das vier Jahre in Folge – selbst wĂ€hrend der Corona-Pandemie – ein Wachstum der Goldnachfrage verzeichnet habe.

"ThailĂ€nder lieben es, Gold zu kaufen. Obwohl die Preise weiter steigen, kaufen viele Menschen weiter. Wir sehen AktivitĂ€ten auf beiden Seiten – Kauf und Verkauf."

Der starke Baht als zusÀtzlicher Kaufanreiz

Ein weiterer Faktor, der die lokale Goldnachfrage antreibt, sei die Rallye des thailĂ€ndischen Baht. Die WĂ€hrung habe dieses Jahr um 7 Prozent zugelegt und erreichte den höchsten Stand seit 2021. Diese Entwicklung mache Gold fĂŒr thailĂ€ndische KĂ€ufer gĂŒnstiger – ein Luxus, den deutsche Anleger angesichts der schwĂ€chelnden GemeinschaftswĂ€hrung nicht genießen können.

Die thailĂ€ndische Zentralbank zeige sich besorgt ĂŒber den ĂŒbergroßen Einfluss des Goldes auf die LandeswĂ€hrung. Wenn ThailĂ€nder Gold verkaufen, wĂŒrden die Dollar-Erlöse in die lokale WĂ€hrung umgetauscht, was den Baht stĂ€rke. Die Behörden arbeiten daran, WĂ€hrungsbewegungen zu kontrollieren, die von den Fundamentaldaten abweichen – ein aussichtsloses Unterfangen, wie die Geschichte zeigt.

De-Dollarisierung treibt Menschen ins Gold

Marktbeobachter sehen die GrĂŒnde fĂŒr die Baht-StĂ€rke weniger im Goldhandel als vielmehr in der Dollar-SchwĂ€che und dem Optimismus ĂŒber eine neue Regierung. Die GeschĂ€ftsfĂŒhrerin von YLG Bullion Futures Co. bringt einen weiteren wichtigen Punkt ins Spiel: "Die De-Dollarisierung veranlasst die Menschen ebenfalls dazu, sich dem Gold zuzuwenden."

Versuche, die ThailĂ€nder vom Gold wegzulocken, dĂŒrften angesichts der schwachen thailĂ€ndischen FinanzmĂ€rkte scheitern. Die AktienmĂ€rkte schwĂ€cheln, die Renditen von Staatsanleihen befinden sich auf Mehrjahrestiefs. Mit den weiterhin bullischen Aussichten fĂŒr Goldpreise erwarten Experten, dass noch mehr ThailĂ€nder in das Edelmetall investieren werden.

Trump-Politik befeuert globale Unsicherheit

Die EinschĂ€tzung eines fĂŒhrenden thailĂ€ndischen GoldhĂ€ndlers sollte auch deutschen Anlegern die Augen öffnen: "Der Himmel ist die Grenze fĂŒr Goldpreise. Die geopolitischen Probleme sowie die Politik von US-PrĂ€sident Donald Trump haben Unsicherheiten geschĂŒrt und die Nachfrage nach Gold angetrieben."

WĂ€hrend die neue Große Koalition in Berlin mit ihrem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen die Inflation weiter anheizt und Bundeskanzler Merz sein Versprechen, keine neuen Schulden zu machen, bereits gebrochen hat, zeigen die ThailĂ€nder, wie man sein Vermögen schĂŒtzt: mit physischem Gold.

Die Lehre fĂŒr deutsche Anleger liegt auf der Hand: In Zeiten politischer Unsicherheit, galoppierender Inflation und einer Politik, die Generationen mit Schulden belastet, bieten physische Edelmetalle wie Gold und Silber einen bewĂ€hrten Schutz. Sie sollten in keinem ausgewogenen Portfolio fehlen – eine Weisheit, die in Thailand lĂ€ngst Allgemeingut ist.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger muss seine Investitionsentscheidungen selbst treffen und trĂ€gt die volle Verantwortung fĂŒr seine Anlageentscheidungen. Wir empfehlen, sich umfassend zu informieren und gegebenenfalls professionellen Rat einzuholen.

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